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Andreas Stiller 92

IDF: Intel stellt nächste Prozessorgeneration Ivy Bridge vor

Intel will Anfang nächsten Jahres die neue Prozessorgeneration Ivy Bridge auf den Markt bringen, als ersten Chip mit den dreidimensionalen Trigate-Transistoren. Während der Prozessor-Core bei der Verkleinerung auf nunmehr 22 nm Strukturen nur kleinere Änderungen erfahren hat, wurde jedoch der Grafikkern erheblich umgekrempelt, unter anderem, um fit für DirectX 11 zu sein. Zudem hat Intel dem Grafikkern auch einen L3-Cache spendiert, den man beim aktuellen Sandy Bridge nach den Worten von Intel-Entwickler Tom Piazza auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco als nicht nötig eingestuft hatte.

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Die Ivy-Bridge-Grafikeinheit unterstützt DirectX 11 und steuert bis zu drei Displays gleichzeitig an. (Bild: c't)

Im Prozessorkern wurden die Stringbefehle REP MOVSB/STOSB beschleunigt und ein Konvertierbefehl für 32 Bit Gleitkomma ins komprimierte 16-Bit-Format (FLOAT16) eingefügt. Hinzu kamen vier neue Befehle, mit denen man im User-Modus schnell auf die FS- und GS-Basisregister zugreifen kann. Die Sicherheit wurde durch die Supervisory Mode Execute Protection (SMEP) erhöht, die dafür sorgt, dass Kernel-Software (auf Ring 0) nicht mehr Usermode-Code ausführen kann. Neu hinzugekommen ist ferner ein schneller Zufallsgenerator, der sich nicht im Kern, sondern im gemeinsamen Uncore-Bereich befindet. Seine Zufallsquelle liefert die Daten mit 2 bis 3 GBit/s an, bei 32 Bit also etwa 100 Mega-Samples pro Sekunde. Mit dem Befehl RDRAND liest man 16, 32 oder 64-bittige Zufallswerte ein.

Der Uncore-Bereich ist auch für das Powermanagement zuständig. Auch hier gibt es zahlreiche Neuerungen, so lässt sich nun in tiefen Schlafzuständen das DDR-I/O abschalten. Die Energieaufnahme im S3-Modus wurde reduziert, und man kann vielfältiger die Spannungen den jeweiligen Taktfrequenzen zuordnen. Hersteller können nun auch den Energiebereich (TDP) konfigurieren. Die Mobilversionen unterstützen Low Voltage DDR3L. Übertakten des Speichers bis zu 2800 MT/s ist möglich. CPU und Grafik kann man ebenfalls um bis zu 10 Prozent übertakten. Die Änderung des Faktors ist dynamisch im Betrieb möglich.

Die neue Ivy-Bridge-Grafikeinheit hat bis zu 16 Execution Units (Sandy Bridge: 6 oder 12), die zum Shader-Model 5.0 und folglich auch zu DirectX 11 kompatibel sind. Sie eignen sich also auch für universelle Berechnungen via DirectCompute 11.0 oder OpenCL 1.1. Ausgestattet sind sie mit Shared Local Memory, das einen effizienteren Datenaustausch zwischen den Shader-Kernen ermöglicht, und Scatter Gather, um Daten aus verschiedenen Speicherbereichen zusammenzuführen. Auch neue Formate für komprimierte Texturen (BC6H/7) beherrscht die GPU.

Die Ivy-Bridge-GPU hat bis zu 16 Shader-Kerne und bringt eine Tessellation-Einheit mit. (Bild: c't)

Eine Fix-Function-Tessellation-Einheit darf entsprechend den DirectX-11-Anforderungen auch nicht fehlen, die Hull- und Domain-Shader kommen als programmierbare Stages hinzu. Und auch die fürs anisotrope Filtern (AF) zuständigen Einheiten sollen genauer arbeiten und eine bessere AF-Bildqualität liefern.Insgesamt soll der Ivy-Bridge-Grafikkern 60 Prozent schneller als der Sandy-Bridge-Vorgänger sein – damit würde seine Grafikleistung zu AMDs Llano-A8-Prozessoren konkurrenzfähig sein.

Neu ist außerdem die Möglichkeit, bis zu drei Displays gleichzeitig ansteuern zu können – Intel baut hierbei also eine Konkurrenz zu AMDs Eyefinity-Lösungen auf, die ebenfalls drei Displays erlauben. Auch die Quick-Sync-Performance beim Video-Transkodieren will Intel verbessert haben. (mfi) / (as)

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