Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.527.223 Produkten

51

Hewlett-Packard plant angeblich Abbau von bis zu 30.000 Jobs

Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard erwägt laut US-Medienberichten den Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg sprach von 25.000 Jobs, laut dem Wall-Street-Journal-Blog All Things Digital sind es sogar rund 5000 mehr. Ziel sei, die Kosten zu senken und das Geschäft an die schwächelnde PC-Nachfrage anzupassen. HP hat derzeit 320.000 Mitarbeiter.

Von den betroffenen Arbeitsplätzen sollen laut Bloomberg 10.000 bis 15.000 in der Sparte Unternehmensdienstleistung abgebaut werden. All Things Digital berichtete, die Zahlen sei noch nicht endgültig. HP-Chefin Meg Whitman wolle die Umbaupläne kommenden Mittwoch vorstellen. Die Stellenstreichungen sollen demnach über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, möglicherweise ein Jahr oder mehr. Einem Teil der Mitarbeiter solle ein freiwilliges Ausscheiden vorgeschlagen werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Whitman hatte erst im März die Einbindung des schwächelnden Druckergeschäfts in die PC-Sparte angekündigt. Damit entsteht ein neuer Super-Bereich mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 65 Milliarden Dollar. Damals machte HP keine Angaben zu einem möglichen Stellenabbau, sondern sprach nur von "Möglichkeiten für Kostensenkungen".

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern nach Wochen der Unsicherheit den radikalen Plan des damaligen deutschen Konzernchefs Léo Apotheker verworfen, den PC-Bereich abzuspalten. Die Idee, auf das deutlich renditestärkere Geschäft mit Software und Dienstleistungen zu setzen und dafür jährlich 40 Milliarden Dollar Umsatz abzuspalten, war an der Börse schlecht angekommen. Als der Aktienkurs dahinschmolz, musste Apotheker gehen. Die frühere Ebay-Chefin Whitman machte den Plan schließlich rückgängig. Zugleich versprach sie eigene Veränderungen, um HP wendiger zu machen.

HP macht allerdings der schwache PC-Markt zu schaffen – das Geschäft mit klassischen Personal Computern wächst kaum, während der Absatz der Smartphones und Tablets boomt. In diesem Markt ist Hewlett-Packard aber gar nicht mehr vertreten, während Rivalen wie Apple oder Samsung das Rennen machen: Apotheker stellte das wenig erfolgreiche Geschäft mit Geräten mit dem Palm-Betriebssystem webOS im vergangenen Sommer ein. Zudem ist die weltgrößte Druckersparte von HP nicht mehr die verlässliche Geldmaschine von einst. (dpa) / (jk)

51 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. HP streicht bis zu 4000 Jobs

    Hewlett-Packard Rüsselsheim

    In den nächsten drei Jahren will HP quer durch die Belegschaft 3000 bis 4000 Jobs streichen. Nach einem eher verhaltenen Geschäftsausblick gab die Aktie etwas nach.

  2. Hewlett-Packard Enterprise: Gerangel und Geraune

    HPE: Gerangel und Geraune

    Im Zuge der HPE-Neuausrichtung geht das Stüh­le­rü­cken im Management weiter. Jetzt kehren drei weitere Manager dem Unternehmen den Rücken.

  3. HPE gliedert diverse Softwaregeschäftsbereiche aus

    HPE gliedert diverse Softwaregeschäftsbereiche aus

    Der IT-Konzern hat sich mit dem Softwareanbieter Micro Focus zusammengetan, um Produkte für Application Delivery Management, Big Data, Enterprise Security, Information Management & Governance und IT Operations Management gemeinsam zu entwickeln.

  4. Tinten-Krieg: HP tritt taktischen Rückzug an

    Hewlett-Packard Rüsselsheim

    In der Affäre um ein Firmware-Update, durch das Tintenpatronen von Fremdanbietern in Druckern von Hewlett-Packard lahmgelegt wurden, rudert der Hersteller nun mit einer Stellungnahme zurück.

  1. Statistik der Woche: Wo spielt die Musik?

    Statistik der Woche: Wo spielt die Musik?

    Der deutsche Musikmarkt wurde im vergangenen Jahr von einem Mix aus "digital" und "analog" bestimmt. Doch das Zugpferd ist eindeutig Musikstreaming, wie unsere Infografik zeigt.

  2. US-Senat verabschiedet privatisierte Vorratsdatenspeicherung

    Rand Paul konnte das Gesetz nur zwei Tage lang aufhalten

  3. Republikanische Präsidentschaftsvorwahlen: Donald Trump führt überraschend die Umfragen an

    Gewerkschaftsbrecher Scott Walker macht sein Antreten offiziell

  1. Klartext: Zweckehen im australischen Busch

    Klartext

    Beziehungen funktionieren manchmal nicht von Anfang an, sondern weil man daran arbeitet, mit sich Arrangieren und gemeinsamen Erlebnissen. Das funktioniert manchmal sogar bei Beziehungen aus Hass. Wie beim Renault Koleos

  2. Falsche Frequenz: Rauchmelder wecken Kinder nicht

    Dundee University: Rauchmelder wecken Kinder nicht

    27 von 34 Kindern sind in einem Test der Dundee University nicht aufgewacht, als der Rauchmelder vor einem Brand warnte. Jetzt möchte die Universität eine neue Entwicklung testen.

  3. Todesstoß: Forscher zerschmettern SHA-1

    Forscher zerschmettern SHA-1

    Totgesagte sterben manchmal auch schneller. In einer Kooperation zwischen der CWI Amsterdam und Google gelang es, dem bereits angeschlagenen Hash-Verfahren SHA-1 mit einer echten Kollision den praktischen Todesstoß zu versetzen.

  4. Erster HFR-Film auf Ultra HD Blu-ray: Ang Lees irre Videotour

    Erster HFR-Film auf Ultra HD Blu-ray: Ang Lees irre Videotour

    In den USA hat Sony Pictures den ersten Spielfilm mit erhöhter Bildwiederholrate (High Frame Rate, HFR) auf UHD Blu-ray veröffentlicht. Wir haben uns "Billy Lynn’s Long Halftime Walk" angeschaut.

Anzeige