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Martin Fischer 219

HDR unter Windows 10 v1709 getestet: Mit Nvidia klappts, AMD und Intel versagen

HDR-Videos unter Windows 10 Fall Creators Update: Nvidia läuft, AMD und Intel versagen

Bild: heise online

Youtube zeigt mit dem Windows 10 Fall Creators Update endlich HDR-Videos an, allerdings nur mit aktuellen Nvidia-Grafikkarten der Serie GeForce GTX 1000. Mit AMD und Intel klappt es bisher nicht.

Das am 17. Oktober erschienene Fall Creators Update (v1709) macht Windows 10 fit für die Wiedergabe von HDR-Videos, ohne dass weitere Zusatzsoftware nötig ist. Allerdings muss die Grafikkarte eine HDR-taugliche GPU enthalten und ihre Bildsignale über einen HDCP-2.2-geschützten Anschluss des Typs DisplayPort 1.4 oder HDMI 2.0 ausgeben. Das Display muss ebenfalls den Kopierschutzstandard HDCP 2.2 sowie HDR und die 10-Bit-Farbwiedergabe unterstützen.

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HDR und erweiterte Farbe einschalten, sonst klappts nicht mit der Wiedergabe.
HDR und erweiterte Farbe einschalten, sonst klappts nicht mit der Wiedergabe. (Bild: heise online/ciw)

Ob die HDR-Wiedergabe funktioniert, lässt sich am einfachsten mit Youtube testen. Auf der Streaming-Plattform gibt es bereits zahlreiche kostenlose HDR-Clips – etwa bei "The HDR Channel". Wir haben für unseren Test das Video "Cannon Beach Oregon HDR UHD" gewählt. Damit Youtube die HDR-Version des Clips ausspielt, muss man die HDR-Funktion unter Windows 10 v1709 zunächst einschalten. Diese finden Sie in den Anzeigeeinstellungen unter "HDR und erweiterte Farbe". Nach dem Übernehmen ändert sich die Farbwiedergabe des Desktops – die Farben verblassen, alles wirkt wie hinter einem Grauschleier. Schließlich aktivieren Sie unter Einstellungen/Apps/Videowiedergabe noch die Option "HDR-Video streamen". Das gewünschte Youtube-HDR-Video starten Sie schließlich über den Edge-Browser – das Display schaltet dann in den HDR-Modus und zeigt das Video mit knalligen Farben.

In unserem Test funktionierte Youtube HDR in Kombination mit einer GeForce GTX 1050 mit 2 GByte Videospeicher, dem GeForce-Treiber 387.92 und dem HDR-fähigen Computermonitor Samsung C27GH70 (2560×1440, 144 Hz, FreeSync, 670 Euro). Youtube nutzt zur Wiedergabe im HDR-Modus den Codec VP9.2, im Non-HDR-Modus den herkömmlichen VP9.

heise online/ciw
Im HDR-Modus nutzt Youtube den Codec VP9.2. (Bild: heise online/ciw)

Die AMD Radeon RX 550 ließ sich mit dem neuesten Treiber Crimson ReLive 17.10.1 nicht zur Wiedergabe der HDR-Filme überreden. Zwar konnte man unter Windows den HDR-Regler aktivieren, wodurch sich auch der Farbraum sichtbar änderte. Jedoch griff Youtbe auf den AVC-Codec zurück und spielte kein HDR-Material ab. Mit dem älteren Treiber Crimson 17.7 zeigte Youtube für ein paar Sekunden ein sehr farbstarkes Bild (offenbar HDR), fiel dann nach ein paar Sekunden jedoch sofort wieder in den blassen Modus zurück. Auch mit AMDs aktuellem High-End-Flaggschiff Radeon RX Vega 64 konnten wir aus Youtube keine HDR-Videos herauskitzeln. Möglicherweise könnte ein Treiber-Update Abhilfe schaffen, sicher ist das allerdings nicht.

Theoretisch beherrscht auch die integrierte Prozessorgrafik von Kaby-Lake-Prozessoren die HDR-Ausgabe. Praktisch hat es in unserem Test allerdings nicht funktioniert – Windows 10 Fall Creators Update zeigt mit dem aktuellen Intel-Teiber noch nicht einmal die Option "HDR und erweiterte Farbe" in den Anzeigeeinstellungen an. Die Option "HDR-Video streamen" ist zwar vorhanden, aber nicht aktivierbar (ausgegraut).

[Update:] Auf PCs mit Kaby Lake (oder Coffee Lake), Intel HD/UHD Graphics und HDMI-2.0-LSPCon spielt CyberLink PowerDVD 17 Ultra zwar sehr wohl HDR-Videos ab; allerdings klappt das nur im Vollbildmodus – und eben nicht mit Netflix oder Youtube.

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Auch Netflix soll mit dem Windows 10 Fall Creators Update 4K-HDR-Videos ausgeben können – die Testergebnisse folgen bald.

Mit Nvidia-Grafikkarten, die mindestens 4 GByte Videospeicher haben und aus der GeForce-1000-Serie stammen, zeigt Netflix unter Windows 10 (1709) Videos in 4K und HDR an – und zwar sowohl über die Netflix-App als auch über den Edge-Browser. Im Test hat das mit einer GeForce GTX 1050 Ti mit 4 GByte funktioniert, nicht jedoch mit einer GeForce GTX 1050 2 GByte. Nvidia zufolge erfordert Netflix 4K eine Grafikkarte mit mindestens 4 GByte Videospeicher. Auf AMD-Grafikkarten zeigte Netflix weder 4K noch HDR. Mit einem Kaby-Lake-Prozessor, der vor dem Fall Creators Update noch Netflix 4K zeigte, zeigt Netflix nun höchstens Full HD – möglicherweise könnte hier ein künftiger Treiber für Abhilfe sorgen. (mfi)

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