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Andreas Wilkens 145

Googles autonomes Auto wirft ein besonderes Auge auf Radfahrer

Googles autonomes Auto

Für Radfahrer eine heikle Situation: Ein parkendes Auto mit geöffneter Fahrertür. Googles autonome Autos sollen das vorausschauend berücksichtigen können.

Bild: Google

Radfahrer brauchen im Straßenverkehr besonderen Schutz, ihr Verhalten ist aber von Autopiloten oft schwerer einzuschätzen als das motorisierter Verkehrsteilnehmer. Darauf haben sich die Google-Entwickler laut Monatsbericht konzentriert.

Das Verhalten von Radfahrern im Straßenverkehr ist für autonome Autos schwieriger einzuschätzen als das von anderen Autos. Da sich aber immer mehr von ihnen auf den Straßen bewegen, hat sich das Google Self-Driving Car Project jüngst auf die Radler konzentriert, wie aus dem Monatsbericht für Juni hervorgeht.

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Zunächst einmal ging es darum, auch angesichts der Formen- und Größenvielfalt der Fahrräder diese als solche vom Fahrsystem erkennen zu lassen. Die Google-Entwickler haben dafür maschinelles Lernen genutzt und auch dafür, die unterschiedlichen Fahrradtypen voneinander zu unterscheiden und diese im Verkehr besonders zu berücksichtigen.

Während links ein Radfahrer die Spur wechselt, kommt von rechts unvermittelt ein weiterer Radfahrer. Googles Auto soll sich darauf eingestellt haben können.
Während links ein Radfahrer die Spur wechselt, kommt von rechts unvermittelt ein weiterer Radfahrer. Googles Auto soll sich darauf eingestellt haben können. (Bild: Google)

Stellt nun der Google-Autopilot fest, dass sich ein Radfahrer einem Auto am rechten Straßenrand nähert, dessen Fahrertür geöffnet ist, verringert er das Tempo oder weicht auf eine benachbarte Spur aus, damit wiederum der Radfahrer der Tür ausweichen kann.

Wenn ein autonomes Auto einen Radfahrer überholt, ist es so programmiert, dabei weiträumigen Abstand zu halten. Ebenso soll es genügend Raum lassen, wenn ein Radfahrer weiter in der Mitte der Fahrspur fährt, auch wenn es technisch nicht nötig wäre.

Die Google-Techniker haben dafür auf öffentlichen Straßen und auf privaten Teststrecken das Verhalten von Radfahrern studiert. Offenbar gibt es genügend Radfahrer in der Google-Belegschaft, die dabei geholfen haben. Die Sensoren seien in die Lage versetzt worden, Handzeichen zu erkennen, wenn ein Radfahrer die Spur wechseln oder abbiegen will.

In dem Monatsbericht schildert Google eine Situation, in der sich das Auto im Dunkeln auf zwei Radfahrer einstellen konnte, die sich ungewöhnlich beziehungsweise verkehrswidrig verhalten haben. Es habe das Tempo verringert, nachdem ein erster Radfahrer unvermittelt von der linken auf die eigene rechte Spur wechselte, und habe kurz darauf gestoppt, als ein weiteres Fahrrad unvermittelt von rechts um die Ecke heranpreschte und die Fahrbahn querte.

Aus dem Bericht geht weiter hervor, dass im Juni in Kirkland, Mountain View, Phoenix und Austin 24 Lexus RX450h und 34 Google-Prototypen unterwegs waren. Seit Beginn des Testprogramms haben die Fahrzeuge 2,77 Millionen km im Autopilot-Modus absolviert. Für den Juni verzeichnet Google zwei leichte Unfälle, in die sein autonomes Auto verwickelt war.

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(anw)

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