Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.735.396 Produkten

163

Google will Seiten ohne Mobil-Optimierung abwerten

Google will Seiten ohne Mobil-Optimierung abwerten

Bild: dpa, Ole Spata

Kommt auf die Betreiber von Webseiten ein "Mobilegeddon" zu? Unter diesem Begriff steht die Befürchtung etlicher Webmaster, von Google künftig abgestraft zu werden, weil ihre Sites auf Smartphones und Tablet-Computern keine gute Figur machen.

Acht Wochen nach einer ersten Ankündigung macht Google nun Ernst: Vom morgigen Dienstag an werden Webseiten schlechtere Rankings im Google-Index erhalten, die sich auf Smartphones und Tablet Computer nicht gut darstellen lassen. "Da immer mehr Menschen Mobilgeräte für den Zugriff auf das Internet verwenden, müssen sich unsere Algorithmen diesen Nutzungsgewohnheiten anpassen", heißt es in einem offiziellen Blogeintrag des Webmaster-Teams von Google.

Anzeige

Vom 21. April an werde die "Mobil-Freundlichkeit" einer Website ein Ranking-Kriterium werden. "Dieser Wechsel wird die Mobil-Suche in allen Sprachen weltweit betreffen und eine signifikante Auswirkung auf unsere Suchergebnisse haben." Dabei geht es beispielsweise um Schriftgrößen, die nicht zu klein sein dürfen, oder Navigationselemente, die sich gut mit dem Finger auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm bedienen lassen. Zu einer Abwertung führen auch Inhalte, die auf Mobilgeräten in der Regel nicht dargestellt werden können – wie beispielsweise Adobe Flash.

Betreiber von Webseiten können von Google überprüfen lassen, ob ihre Angebote für Mobilgeräte optimiert sind. Unklar ist bislang noch, ob Seiten auch bei der Google-Suche auf einem herkömmlichen Desktop-Computer in den Suchergebnissen zurückfallen werden, wenn sie beim Mobil-Check durchfallen. Google-Manager Gary Illyes sagte auf dem IT-Event SMX West, seines Wissens werde der Mobil-Check keine Auswirkungen auf die Desktop-Suche haben. Experten halten es aber für möglich, dass die bessere Nutzererfahrung bei einer für mobile Endgeräte optimierten Website indirekt zu positiven Signalen und damit besseren Rankings führt.

Der jüngste Algorithmus-Wechsel soll auch Inhalte von Android-Apps besser durchsuchbar machen. Mobil-Programme, die über einen Index verfügen, haben eine Chance, in den Such-Ergebnissen aufzutauchen, wenn der User bei Google eingeloggt ist und die App installiert hat. Der Konzern will damit der Herausforderung begegnen, dass immer mehr Informationen nicht unbedingt im offenen Web zu finden sind, sondern in den Daten-Containern einer App. (dpa) / (anw)

163 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Google indexiert die Mobilversion von Webseiten

    Google

    Mobile first: Google indexiert zunehmend die Mobilversion von Webseiten – und nicht mehr deren Desktop-Fassungen. Die "Mobile-first"-Indexierung soll Smartphone-Nutzer mit besseren Ergebnissen versorgen.

  2. Google bevorzugt schnelle Webseiten in der Mobilsuche

    Google

    Google will künftig schnelle Webseiten in der Mobilsuche bevorzugen. Lahme Seiten landen unter Umständen auf den hinteren Suchergebnisseiten. Sie werden damit praktisch unsichtbar.

  3. Webseiten mit Googles AMP: Neue Regeln sollen Trickser stoppen

    Neue Regeln sollen AMP-Trickser stoppen

    Da einige Websitebetreiber unterschiedliche Inhalte auf den Accelerated Mobile Pages und denen unter der kanonischen URL verlinkten zeigen, vergleicht Google künftig die Texte und listet bei groben Abweichungen die nicht-AMP-Inhalte auf.

  4. Kommentar zu Google AMP: Der goldene Käfig

    Internet-Geschäft

    AMP macht Websites schneller – aber es verstärkt zugleich die Abhängigkeit von Google in gefährlichem Maß, findet Herbert Braun.

  1. Bildbearbeitung im Browser

    Bildbearbeitung im Browser

    Immer mehr Anwendungen wandern in die Cloud, das gilt auch für Fotoeditoren. Vom Photoshop-Klon über den Lightroom-Nachbau bis hin zu komplett neuen Konzepten ist inzwischen alles im Netz vertreten. Für den Benutzer sind die Online-Dienste sehr komfortabel. Es reicht ein Browser für den Zugriff, um Installation und Updates kümmert sich der Anbieter. Wir haben getestet, wie sich die Online-Bildbearbeitung im harten Praxiseinsatz schlägt.

  2. Panoramabilder selber machen

    Spannende Panoramabilder

    Um Panoramafotos zu erstellen, genügt heutzutage ein Smartphone. Wir zeigen, wie Sie dabei vorgehen und wie Sie die Panoramen auch in Facebook und Google+ eindrucksvoll präsentieren.

  3. Digitale Mauern um iOS, Windows oder Android

    Das Betriebssystem spielt bei der Kaufentscheidung eine immer kleinere Rolle. Doch der bunte Gerätepark aus Laptops, Smartphones oder 2-in-1-PCs drängt zunehmend zur Loyalität mit einem der großen Hersteller

  1. Satellitenbilder: US-Regierung überlegt, für Landsat-Fotos wieder Geld zu verlangen

    Satellitenbilder: US-Regierung überlegt, Landsat-Fotos wieder kostenpflichtig zu machen

    Die US-Regierung prüft einem Bericht zufolge, ob sie für die Satellitenbilder des Landsat-Programms wieder Geld nehmen soll. Die Mission ist die mit Abstand am längsten laufende zur Erdbeobachtung. Die Fotos reichen bis in die 70er-Jahre zurück.

  2. Facebook löscht Funktionen einiger APIs

    Facebook

    Facebook streicht bei einigen APIs Funktionen für Entwickler. Dadurch sollen Nutzerdaten sicherer werden. Der größte Wegfall trifft dabei eine Funktion zum Teilen von Beiträgen.

  3. Fahrbericht: Lamborghini Urus

    Lamborghini

    Er verspricht mit immerhin 650 PS reichlich Fahrdynamik, muss dabei allerdings auch ein Leergewicht von 2,2 Tonnen durch die Gegend wuchten. Er braucht Reifen, mit denen man bis zu 305 km/h fahren kann und soll trotzdem auch im Gelände überzeugen. Kann der Lamborghini Urus diese Widersprüche auflösen?

  4. Telefónica Deutschland: Umsatzrückgang nach Roaming-Aus

    Telefónica Deutschland: Umsatzrückgang nach Roaming-Aus

    Aufgrund der weggefallenen Roaming-Gebühren im europäischen Ausland musste Telefónica Deutschland im jüngsten Quartal einen Umsatzrückgang verzeichnen. Gespart hat das Unternehmen an den Ausgaben für Kundenwerbung.

Anzeige