Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Daniel AJ Sokolov 74

Google I/O: Viel Neues mit Android O

Google I/O: Viel Neues mit Android O

Wofür das O in Android O steht, hat Google auch am Mittwoch nicht verraten.

Video Bild im Bild, ein erweiterter Farbraum, ausgeweitete Android ID, ein neues App-Verzeichnis und noch mehr: An Android O ist einiges neu.

Android O wartet mit einer Vielzahl an Veränderungen auf, die unmittelbar sichtbar sein können: Das Betriebssystem wird Bild im Bild unterstützen. So kann etwa ein Video oder ein Videochat in einem verkleinerten Bereich weiterlaufen, während der User eine andere App nutzt. Überhaupt können mehrere Fenster und mehrere Bildschirme mit unterschiedlichen Inhalten gleichzeitig gerendert und genutzt werden.

Neu ist auch, dass in Android O für Bildschirme mit einem erweiterten Farbraum sowie 16-bit-PNG-Bilder programmiert werden kann. Der Geräteemulator für Android O hat nun auch einen Play Store und unterstützt OpenGL ES 3.0. Google verspricht verbesserte Unterstützung für Medieninhalte mit Digital Restriction Management (DRM), optimiertes Buffering beim Streaming und intelligentere Markierung von Textinhalten.

Tracking über Nutzerkonten hinweg wird erschwert

Bühne mit einem großen O auf einer großen Leinwand
Die Hauptbühne der Google I/O 2017. Wofür das O in Android O steht, hält Google nach wie vor geheim. Vergrößern
Bild: Daniel AJ Sokolov
Jedes Userkonto und jede installierte App soll sich mit einer eigenen Android-ID ausweisen. Das erschwert das Tracking. Die Werbe-ID bleibt für alle Apps eines Accounts auf einem Gerätes gleich. Andererseits soll es einfacher werden, Google-Accounts mit Konten bei Drittanbietern zu verlinken, auch Bezahlvorgänge will Google vereinfachen.

Google bereitet außerdem ein neues App-Verzeichnis vor. Es soll Apps in Kategorien einordnen und es ermöglichen, eine App unverbindlich auszuprobieren. Hier kommen wohl die Instant Apps in Spiel, die auch direkt vom Hauptbildschirm verlinkt werden können. Für den Endnutzer ist der Unterschied zwischen App und Instant App dann nicht mehr offensichtlich.

Darüber hinaus richtet Google ein Verzeichnis aller Android-Geräte ein. Entwickler können damit nicht nur einfacher App-Varianten für verschiedene Modelle entwickeln, sondern auch den Erfolg ihrer Apps auf einzelnen Modellen auswerten: Wie schnell die Software auf bestimmten Endgeräten läuft, wie oft sie abstürzt, Zahl der Installationen sowie durchschnittliche Nutzerbewertungen und erzielte Umsätze.

Bitte beachten

Zwei weitere Neuerungen müssen Android-Entwickler beachten: Notifications müssen in Android O einem Notification Channel zugeordnet sein, andernfalls bekommt der Nutzer die Notifications nicht zu sehen oder hören. Die Channel-Zurodnung ermöglicht es Anwendern, bessere Einstellungen vorzunehmen, ob und wie sie informiert werden wollen.

Es ist ratsam, die neue API für die Zuteilung von Cache-Quoten regelmäßig abzufragen. Android O wird jeder App einen Teil des zur Verfügung stehenden Caches zuweisen. Diese Rationierung kann sich aber ändern. Der Vorteil für Programmierer ist, dass sie sich auf ihren aktuellen Cache-Anteil verlassen können. Solange ihre App nicht mehr Cache belegt, müssen sie nicht befürchten, dass ihre im Cache hinterlegten Daten gelöscht werden.

Vorrang für Apps im Vordergrund

Beschränkt wird zudem der Ressourcenverbrauch von im Hintergrund aktiven Apps: Die aktive Abfrage des Aufenthaltsortes des Gerätes wird beschränkt, der Einsatz von Geofencing oder passives Mithören bei den Abfragen aktiver Apps sind aber möglich. Die in Android Nougat eingeführten Beschränkungen für den Empfang von Broadcasts werden verschärft. Und nach einigen Minuten im Hintergrund werden Apps gestoppt, wobei es aber Ausnahmen gibt. Dies soll die Performance der vom User aktiv genutzten Apps verbessern.

Eine Safe-Browsing-API führt Google nicht bloß für Android O, sondern sogar zurück bis Android Lollipop ein. Über diese Schnittstelle können Apps beim Aufruf einer URL prüfen, ob Google die Ressource als gefährlich eingestuft hat, etwa weil der Server gehackt ist oder die Webseite als Phishing-Falle bekannt ist.

(ds)

74 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Android O ausprobiert: Das ist neu, das wird anders

    Android O ausprobiert: Das ist neu, das wird anders

    Ohne Vorankündigung hat Google die erste Entwicklerversion von Android O freigegeben. Die verspricht große Dinge, wie eine Verlängerung der Akkulaufzeit, verbesserte Notizen und endlich auch Benachrichtigungs-Icons. Wir haben die Preview ausprobiert.

  2. Google I/O: Betaphase von Android O beginnt

    Google I/O:

    Google zeigt Details zur automatischen Zwischenablage von Android O und zum Project Vital, das Laufzeit und Geschwindigkeit der Geräte verbessern soll. Und für Entwickler kommt eine zweite Sprache neben Java: Kotlin.

  3. Google I/O 2016: Schneller zur App – und zum Nutzer

    Google I/O 2016: Schneller zur App - und zum Nutzer

    Mit sogenannten Instant Apps sollen Anwender Android-Apps einsetzen können, ohne sie zu installieren. Daneben stellte Google viele Verbesserungen seiner Entwicklerwerkzeuge vor.

  4. Google I/O: Android im Auto ist nicht Android Auto

    Roter Sportwagen

    Google bringt Android ins Auto und Android Auto auf Android-Handys. Aber Letzteres nicht überall. Alle Klarheiten beseitigt?

  1. c't uplink 17.1: Google I/O, KI macht Bilder schön, Intel Optane

    c't uplink 17.1: Google I/O, KI macht Bilder schön, Intel Optane

    Diese Woche in c't uplink: Google stellt ein neues Android vor, Intel beschleunigt Festplatten mit dem Flashspeicher-Nachfolger 3D XPoint und wir machen Bilder schön dank künstlicher Intelligenz.

  2. Android Nougat: Funktionen, Veröffentlichung, Preview-Versionen

    Android Nougat: Funktionen, Veröffentlichung, Preview-Versionen

    Die nächste Android-Version heißt Android Nougat und kommt im Herbst 2016. Welche Funktionen Google in Android ändert, kann man zum großen Teil jetzt schon sehen: dank der Developer-Preview-Versionen von Android N.

  3. Nach der Google I/O: Der Google Assistant wird allgegenwärtig

    Der Google Assitant wird allgegenwärtig

    Auf der Google I/O hörte man überall und ständig "Google Assistant". Der Konzern treibt den Assistenten voran: Werden wir künftig nur noch mit Sprache mit KI-Geräten kommunizieren, und wie will Google damit Geld verdienen?

  1. Galaxy S6 und S7 verlieren im Standby-Modus die Mobilfunkverbindung

    Samsung Galaxy S6

    Die Samsung-Smartphones Galaxy S6 und S7 verlieren die Verbindung mit dem Mobilfunknetz, wenn sie in den Standby-Modus versetzt werden. Das Problem tritt offenbar nach dem Update auf Android 7 auf.

  2. ExoMars: Mars-Sonde Schiaparelli nach Computerfehler abgestürzt

    ExoMars: Mars-Sonde Schiaparelli nach Computerfehler abgestürzt

    Wie bereits vermutet wurde, ist der Mars-Lander Schiaparelli vergangenes Jahr aufgrund eines Softwarefehlers abgestürzt. Das hat nun eine unabhängige Kommission ermittelt. Die Sonde war Teil einer Mission zur Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars.

  3. 40 Jahre Star Wars: Das Jubiläum der Macht

    40 Jahre Star Wars: Das Jubiläum der Macht

    A long time ago in a galaxy far, far away … Am 25. Mai 1977 startete die Star-Wars-Saga in den Kinos der Vereinigten Staaten. Doch der Weg zur Macht, nicht vorgegeben er war...

  4. Dehnbare Display-Haut

    Leuchtende Display-Haut

    Samsung zeigt auf der DisplayWeek ein organisches Display mit elastischen Eigenschaften. Damit werden gänzlich neue Gerätedesigns denkbar, die über das lange angekündigte faltbare Display hinausgehen.

Anzeige