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Frequenzen und Glasfaser: Bund will 5G-Entwicklung vorantreiben

Mobilfunkmast

Bild: dpa, Daniel Reinhardt

Infrastrukturminister Dobrindt hat die 5G-Strategie der Bundesregierung vorgestellt. Der Bund will vor allem beim Glasfaserausbau Tempo machen und dafür sorgen, dass die benötigten Frequenzen rechtzeitig zur Verfügung stehen.

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Die Bundesregierung will mit einer Reihe von Maßnahmen den Glasfaserausbau und die Entwicklung der nächsten Mobilfunkgeneration vorantreiben. Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) hat dafür eine 5G-Strategie ausgearbeitet, die Minister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Demnach will der Bund die Entwicklung von 5G untertützen, indem er Frequenzen bereitstellt, den Glasfaserausbau forciert sowie Forschung und Entwicklung von 5G-Technik unterstützt.

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Nach Ansicht der Bundesregierung ist 5G eine Schlüsseltechnik, bei der Deutschland und Europa eine Führungsrolle einnehmen sollten. "5G ist die Grundlage der Gigabit-Gesellschaft", erklärte Dobrindt. "Dafür legen wir als erstes Land eine umfassende 5G-Strategie vor. Wir wollen, dass Deutschland bis 2025 ein hochleistungsfähiges 5G-Netz bereitstellt." Zudem solle die 5G-Technik schnell "in die Fläche" gebracht werden.

Das Ministerium verweist auf Bestrebungen in Südkorea, Japan und China, 5G zu den Olympischen Wettbewerben 2018, 2020 und 2022 auszurollen. Deutschland und Europa werde sich im Wettbewerb um 5G nicht abhängen lassen, heißt es in dem Strategiepapier des BMVI. Deutschland müsse "Leitmarkt für 5G-Anwendungen" werden.

Anwendungsszenarien für 5G (Bild: BMVI)

Eine tragende Rolle bei 5G kommt dem Mobilfunk zu. Damit der die künftigen Anforderungen – tausende Geräte im Netz, hohe Bandbreiten, niedrige Latenz – bewältigen kann, müsse seine Leistungsfähigkeit gesteigert werden, heißt es weiter. Dafür müsse vor allem die Infrastruktur für die Anbindung der Funkmasten ausgebaut werden. Es sei wichtig, beim Ausbau "schnellstmöglich zu den weltweiten Spitzenreitern aufzuschließen". Dafür sei vor allem "eine substanzielle Verstärkung des Glasfaserausbaus" nötig.

Für den weiteren Ausbau der Mobilfunkkapazitäten werden neue Frequenzen benötigt. Der Bund möchte bei der Identifizierung von geeigneten Bändern und der internationalen Harmonisierung helfen. Dabei sollen auch Frequenzen im sogenannten Millimeterband oberhalb von 24 GHz auf ihre Einsatzmöglichkeiten überprüft werden. Die EU strebt mit Unterstützung der Bundesregierung an, das Band zwischen 24,25 und 27,5 GHz bis 2018 zu harmonisieren. Eine weitere wichtige Rolle weist die Bundesregierung dem Spektrum um 3,5 GHz zu.

Für den "5G-Leitmarkt Deutschland" setzt das BMVI darüber hinaus auf eine Förderung der Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsanbietern und der "Anwenderindustrie". Zudem soll die Forschung für 5G koordiniert werden. Schließlich will der Bund dabei helfen, 5G-Technik auch schnell in die Fläche zu bringen und dafür Städte und Kommunen unterstützen – alles "im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel".

Siehe dazu auch:

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(vbr)

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