Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.683.197 Produkten

Ronald Eikenberg 345

Firefox 12 aktualisiert sich selbst

Mozilla hat mit Firefox 12 den angekündigten Updater-Dienst für Windows eingeführt, der dem Anwender beim Browserupdate das Aufpoppen der Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC) erspart. Firefox benötigt zur Aktualisierung seiner Dateien höhere Rechte, da es in das Programmverzeichnis installiert wird.

Anzeige

Statt die erforderlichen Rechte wie bisher via UAC vom Nutzer anzufordern kümmert sich nun der "Mozilla Maintenance Service" um die Aktualisierung der Programmdateien. Er wird bei Bedarf von Firefox mit Systemrechten ausgeführt und nach dem Update wieder beendet. Ein sogenannter Zugriffssteuerungseintrag (Access Control Entry ACE) im Updater-Dienst erlaubt Firefox, den Dienst mit Systemrechten zu starten, ohne selbst welche zu besitzen.

Ob Firefox den Windows-Dienst für Updates nutzen soll, legt man in den Einstellungen fest.

Die Nutzung des Dienstes kann man im Firefox-Menü unter Einstellungen, Einstellungen, Erweitert, Update steuern ("Einen Hintergrund-Service nutzen, um Firefox zu aktualisieren"). Zusammen mit der Option "Updates automatisch installieren" kümmert sich Firefox dadurch weitestgehend selbst um seine Versionspflege. Wer nicht gewarnt werden will, wenn potenziell inkompatible Add-ons durch ein Update deaktiviert werden, kann das entsprechende Häkchen auch noch entfernen.

Das Resultat dürfte ein annähernd stilles Update sein, das den Nutzer höchstens nur noch nach einer erfolgten Aktualisierung informiert. Wie gut das tatsächlich funktioniert, wird sich in sechs Wochen beim Update auf Firefox 13 zeigen. Für Mac und Linux sind Silent Updates derzeit für Version 14 geplant. Chrome aktualisiert sich schon seit jeher selbstständig, und auch Microsoft hat schon erste Versuche unternommen, seinen Internet Explorer ohne Zutun des Nutzers über Windows Update auf den neusten Stand zu bringen.

Nicht schön, aber praktisch: Die freischaltbare Schnellwahl-Seite von Firefox 12 ist anscheinend noch nicht ganz fertig.

Darüber hinaus hat sich mit Firefox 12 nur wenig getan. So haben die Zeilen in der Quellcode-Ansicht nun Zeilennummern und das Title-Attribut unterstützt Zeilenumbrüche. Eine gut versteckte Neuerung hat die neue Version dann doch noch zu bieten: Stellt man unter about:config den Eintrag browser.newtabpage.enabled auf true und gibt unter browser.newtab.url den Wert about:newtab ein, präsentiert Firefox ähnlich wie Google Chrome beim Öffnen eines neuen Tabs stets eine Schnellwahl mit den zehn neun am häufigsten besuchten Internetseiten.

Zudem dürfte Mozilla bei der Mac-Version ein Problem beim Auslesen von Plugin-Metadaten behoben haben, das verhindert hat, dass die Entwickler verwundbare Versionen des Java-Plug-ins unter neueren Mac-Versionen auf eine schwarze Liste setzen und somit an der Ausführungen hindern konnten.

Offiziell wird Firefox 12 voraussichtlich am morgigen Dienstag erscheinen. Dann wird auch die finale Liste mit allen Änderungen freigegeben; einschließlich eventueller sicherheitsrelevanter Korrekturen. Die Installationsdateien für sämtliche unterstützte Betriebssysteme stehen jedoch schon jetzt auf Mozillas FTP-Server zum Download bereit.

Siehe dazu auch:

Anzeige
(rei)

345 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Prozessor-Bug: Browser-Hersteller reagieren auf Meltdown und Spectre

    Spectre und Meltdown: Browser-Hersteller reagieren

    In Chrome lässt sich eine Option aktivieren, die das Risiko der Prozessor-Sicherheitslücke verringern soll. Mozilla hat ebenfalls Maßnahmen angekündigt, die die Auswirkungen der Lücke abmildern sollen.

  2. Web-Conferencing-Software: Cisco stopft erneut kritische Lücke in WebEx

    Cisco

    Zum zweiten Mal innerhalb ein paar Monate hat Tavis Ormandy eine kritische Lücke in Ciscos WebEx-Plug-Ins entdeckt. Die Web-Conferencing-Software wird von Millionen von Windows-Anwendern genutzt, deren Systeme darüber gekapert werden können.

  3. Firefox Quantum ist da: "Größtes Update aller Zeiten"

    Firefox Quantum ist da: "Größtes Update aller Zeiten"

    Firefox Quantum ist laut Mozilla das "größte Update aller Zeiten". Der Browser ist flinker, schlanker und schöner geworden und soll endlich mit Chrome mithalten – und ihn überholen. Gelingt Firefox das große Comeback?

  4. Firefox Quantum auf 170 Millionen Geräten installiert

    Firefox Quantum auf 170 Millionen Geräten installiert

    Mozilla feiert, denn Firefox Quantum kommt bei den Nutzern gut an. Inzwischen läuft das "größte Update aller Zeiten" auf 170 Millionen Endgeräten. Auch die Firefox-Apps profitieren von der Aufmerksamkeit.

  1. Welche Browser unterstützen HTML5?

    Es gibt dutzende Web-Browser, die für unterschiedliche Zwecke gedacht sind. Aber welche unterstützen HTML5-Webseiten?

  2. Shortcuts: Die wichtigsten Kurzbefehle für Windows

    Durch Shortcuts wird das Bedienen von Windows noch einfacher. Wir haben für dich die nützlichsten Kurzbefehle für Windows gesammelt.

  3. Windows: Festplatte aufräumen - so geht's

    Die Festplatte deines PCs ist voll? Kein Problem! Wir zeigen dir, wie du große Dateien findest, Datenballast loswirst und Platz schaffen kannst.

  1. Adblocker: Gute Chancen für Adblock Plus vor dem OLG Hamburg

    Adblocker: Gute Chancen für Adblock Plus vor dem OLG Hamburg

    In einem weiteren Verfahren setzt sich der Anbieter Adblock Plus Eyeo voraussichtlich gegen Verlage durch. Die Richter sahen keinen Wettbewerbsverstoß durch den Werbeblocker.

  2. "Textbombe" chaiOS: Apple stellt Abhilfe in Aussicht

    iphone

    In der kommenden Woche will Apple per System-Update verhindern, dass sich iPhone, iPad und Mac allein durch den Empfang einer Nachricht zum Absturz bringen lassen. Ältere iOS-Versionen dürften verwundbar bleiben.

  3. Gemeinsame Codebasis: Office für Mac soll schneller zu Windows-Pendant aufschließen

    Office für Mac

    Microsoft liefert wichtige Funktionen wie die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten auf dem Mac nach. Eine zusammengeführte Codebasis soll sicherstellen, dass neue Office-Funktionen künftig umgehend auf andere Plattformen kommen.

  4. NSA-Befugnis zur Massenüberwachung: US-Senat segnet Verlängerung ab

    NSA-Befugnis zur Massenüberwachung: US-Senat segnet Verlängerung ab

    Dank vieler Stimmen aus dem Lager der Demokraten hat der Senat ein umstrittenes Überwachungsgesetz für weitere sechs Jahre verlängert. Lange war darüber diskutiert worden, ob US-Bürger besser geschützt werden müssen.

Anzeige