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Axel Kannenberg 220

Finanzaufsicht warnt vor Bitcoin-Investment: Kurs sackt wieder unter 10.000 US-Dollar

Bitcoin-Münzen

Bild: vjkombajn

Spekulanten, Geschäftemacher und mögliche Totalverluste – das sind die Gefahren, mit denen Anleger laut Finanzaufsicht Bafin bei Kryptowährungen wie dem Bitcoin rechnen müssen. Der rutschte nach Höhenrausch auch schon wieder nach unten.

Die Finanzaufsicht Bafin beobachtet den jüngsten rasanten Kursanstieg der Digitalwährung Bitcoin mit Skepsis. In Zeiten niedriger Zinsen seien Anleger eher bereit, Risiken einzugehen, sagte die Chefin der Wertpapieraufsicht der Bafin, Elisabeth Roegele am Donnerstag in Frankfurt. Nicht jede Kryptowährung werde sich jedoch am Markt durchsetzen. Im Zweifelsfall drohe Anlegern ein Totalverlust.

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Die Aufseherin warnte im Gespräch mit der dpa: "Es tummeln sich auch Spekulanten und windige Geschäftemacher am Markt." Das trage zu massiven Kursschwankungen von Kryptowährungen bei, zehn Prozent an einem Tag seien keine Seltenheit. Deutlich weiter in seiner Kritik ging der US-Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz. Gegenüber dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg erklärte er, man solle die Kryptowährung besser verbieten. Es handele es sich um eine reine Spekulationsblase, eine sozial nützliche Funktion erfülle der Bitcoin jedenfalls nicht. Zuvor gab es auch ähnliche Warnungen vom Bundesbank-Vorstand Carl Ludwig Thiele vor dem Kryptogeld.

Derzeit schlägt der Bitcoinkurs wilde Kapriolen. Nachdem am Dienstag erstmals die Marke von 10.000 US-Dollar überschritten wurde, stieg der Kurs am darauf folgenden Mittwoch auf über 11.000 US-Dollar, um dann gegen Abend des Tages wieder bis auf 9500 Dollar abzusacken. Am Donnerstag morgen pendelte der Kurs um die 10.000 Dollar und rutschte zur Stunde wieder auf rund 9400 Dollar. Die Verkaufswelle sorgte Berichten zufolge auch für zeitweise Ausfälle bei Börsen wie GDAX und Bitstamp. Zahlreiche andere Kryptowährungen, die der Höhenrausch des Bitcoin offenbar mit nach oben zog, gaben beim gestrigen Crash ebenfalls nach.

John Mcafee verspricht, seinen Penis zu verspeisen, sollte der Bitcoin nicht bis 2020 eine Million US-Dollar wert sein.
John Mcafee verspricht, seinen Penis zu verspeisen, sollte der Bitcoin nicht bis 2020 eine Million US-Dollar wert sein. (Bild: Screenshot (Twitter))

Ob es sich nur um eine kurzfristige Preiskorrektur durch Gewinnmitnahmen handelt oder ob die Party schon wieder vorbei ist, muss man abwarten. Große Erwartungen über künftige Kursexplosionen sind dennoch vielerorts zu vernehmen.

Der enorme Gewinnzuwachs im Vergleich zu Anfang des Jahres ruft jedenfalls immer mehr die Hochfinanz auf den Plan: So soll inzwischen auch der US-Börsenbetreiber NASDAQ bis Mitte 2018 die Einführung von Terminkontrakten (Futures) auf den Bitcoin planen, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichtet.

Den Anfang hatte hier die CME-Group gemacht, eine der größten Terminbörsen weltweit, mit ihrer Ankündigung, bis Mitte Dezember solche Derivate aufzulegen. Der Konkurrent CBOE soll Berichten nach auch schon daran arbeiten. Die US-Börsenaufsicht muss dafür Genehmigungen erteilen. Bei einem Terminkontrakt handelt es sich um eine börslich handelbare Geschäftsvereinbarung, das jemand zu einer bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft einen zugrunde liegenden Basiswert zu einem festgelegten Preis kauft oder liefert.

Zumindest bei den Futures von CME wird aber niemand direkt Bitcoins erwerben, hier ist statt der Lieferung ein "cash settlement“ vorgesehen, also ein Barausgleich zwischen aktuellem Wert und vereinbartem Preis. Letztlich ist es ein Mittel, um auf Preisentwicklungen zu spekulieren, ohne wirklich Bitcoins besitzen zu müssen.

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(axk)

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