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Martin Holland 90

Fake-Porn: Pornhub, Twitter, Gfycat und mehr verbannen Deepfakes

Fake-Porn: Pornhub, Twitter, Gfycat und mehr verbannen Deepfakes

Das Gesicht von Schauspielerin Daisy Ridley, eingefügt in eine Porno-Szene.

Bild: Vice News

Immer mehr Online-Portale stellen klar, dass sie sogenannte Deepfakes nicht dulden. Abgelehnt werden vor allem Porno-Clips bei denen eine KI-Software die Gesichter der Schauspieler ersetzt hat. Dafür gebe es kein Einverständnis der Dargestellten.

Nach Berichten über Machine-Learning-Software, die Gesichter in Videos gegen die anderer Personen austauschen kann, haben immer mehr Plattformen die so entstandenen Deepfakes verbannt – sofern sie davon erfahren. Das hat das US-Magazin Vice zusammengetragen.

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Demnach hat etwa die Pornoseite Pornhub klargestellt, sollten beispielsweise die Gesichter bekannter Schauspielerinnen in Porno-Clips eingebaut werden, würde solche Inhalte gesperrt, weil sie ohne Einverständnis der Dargestellten entstanden sind. Auch Gfycat, wo viele der entstandenen Clips im GIF-Format eingestellt werden, entferne diese nun ebenfalls. Twitter geht demnach mit der gleichen Begründung gegen diese Inhalte vor.

Die für die Erstellung der Deepfakes genutzte Software FakeApp stammt von einem Entwickler aus einer Reddit-Sub-Community. Die App nutzt das Machine-Learning-Werkzeug TensorFlow von Google und kann erstaunlich gute Ergebnisse vorweisen. Spätestens dadurch wurde einer breiteren Öffentlichkeit bewusst, welche Möglichkeiten Machine-Learning-Algorithmen für solche Face-Swaps bieten.

Erklärtes Ziel des Software-Entwicklers ist es, dass bald jeder Nutzer ohne Vorwissen ähnliche Videos erzeugen kann. Da die aber zumeist ohne das Einverständnis der Dargestellten entstehen, wird es im Netz wohl nur wenige Orte geben, wo sie auch akzeptiert werden. Unterdessen bieten Nutzer auf Reddit bereits an, auf Wunsch und gegen Bezahlung Fake-Porns zu erstellen. (mho)

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