Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Lutz Labs 10

FMS 2017: Seagate mit 64-TByte-PCIe-SSD

FMS 2017: Seagate mit 64-GByte-PCIe-SSD

Seagate ist schon lange kein reiner Festplatten-Hersteller mehr. Zum Flash Memory Summit brachte das Unternehmen einige interessante Server-SSDs mit.

64 TByte Flash-Speicher auf einer PCIe-Einsteckkarte – aber leider bislang nur eine Technologie-Demonstraion. Wie im vergangenen Jahr zeigte Seagate, was möglich sei, wenn denn die Kunden nur wollten.

Anzeige

Die noch namenlose SSD in voller Bauhöhe, aber halber Baulänge ist natürlich für Server gedacht. Zwar nannte Seagate keinen Preis, aber allein der Preis für Server-Flash von rund einem Euro pro GByte führt zu rund 64.000 Euro.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen eine SAS-SSD im 3,5-Zoll-Format mit 60 TByte Speicher gezeigt. Diese ist nie auf den Markt gekommen. Nach Angaben von Seagate-Manager Kent Smith würden die Kunden die modernere PCIe-Schnittstelle bevorzugen.

Die Karte besteht aus einem Träger für acht M.2-Module; jedes von ihnen soll 8 TByte Speicher bieten. Der Speicher stammt von Micron. Die SSD nutzt PCIe 3.0 x16, intern dürften jeweils zwei M.2-Module als RAID 0 geschaltet sein. Sequenziell erreicht die SSD beim Lesen rund 13 GByte/s. Laut Smith müsste sie eigentlich schneller sein; er vermutete, dass die PCIe-Schnittstelle die Geschwindigkeit beschränkt. Beim Schreiben erreicht die SSD 9 GByte/s, die Werte für Zugriffe auf zufällige Adressen liegen bei 2.000.000 (Lesen) respektive 290.000 IOPS (Schreiben).

Seagate-SSD mit MRAM: Schneller Speicher für Metadaten mit Datensicherheit durch Kondensatoren
Seagate-SSD mit MRAM: Schneller Speicher für Metadaten mit Datensicherheit durch Kondensatoren

Ebenfalls als Technologie-Demonstration brachte Seagate eine SSD mit, auf der nicht nur NAND-Flash, sondern zusätzlich 128 MByte MRAM verbaut waren. Dieser schnelle und sehr haltbare nichtflüchtige Speicher dient bei dieser SSD zum Speichern der Metainformationen. Traditionell werden diese im – im Vergleich dazu– langsamen Flash gesichert. Angaben zur Größe des Flash-Speichers gab es nicht, auch diese SSD wird in dieser Form wohl nicht erscheinen.

Zwei demnächst erhältliche SSDs aus der Nytro-Familie vervollständigten das Hardware-Angebot von Seagate: Die Nytro 3000 ist eine SAS-SSD mit bis zu 15 TByte Kapazität, die Nytro 5000 eine PCIe-SSD mit maximal 2 TByte. Die Nytro 5000 wird in verschieden haltbaren Versionen und ausschließlich in 22110-Bauform erhältlich sein.

Seagate stellte zudem zwei Methoden zum SSD-Tuning vor: IO-Determinism und Multi-Streams. Während Streams bereits in der gerade veröffentlichten NVMe-Spezifikation 1.3 enthalten sind, findet IO-Determinism in einer kommenden Version Erwähnung, deren Veröffentlichung erst für 2019 geplant ist.

Mit Multi-Streams kann der NVMe-Treiber der SSD vereinfacht gesagt mitteilen, ob eine Datei dauerhaft oder nur kurzzeitig gespeichert werden soll. Der SSD-Controller teilt diesen unterschiedlichen Anforderungen sodann verschiedene Bereiche im Flash zu. Das sorgt dafür, dass das interne Wear Leveling der SSD dauerhaft zu speichernde Dateien seltener anfasst. Damit sinkt die Write Amplification und die Haltbarkeit steigt, weil diese Dateien nicht regelmäßig in einen neuen Flash-Block verschoben werden müssen.

Anzeige

IO-Determinism hingegen teilt den Flash-Speicher der SSD in verschiedene Bereiche auf. So können einzelnen Anwendungen solche virtuellen SSDs zugewiesen werden. Nach Angaben von Seagate soll sich damit die Latenz auf 1/16 reduzieren; die SSD reagiert also schneller auf Anforderungen. Sowohl IO Determinism als auch Multi-Streams setzen passende Anwendungen voraus, die diese Funktionen kennen – im Desktop werden sie keine Anwendung finden. (ll)

10 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. SSDs mit MultiLink SAS und Dual-Port NVMe

    Toshiba-SSDs PM5 und CM5

    Toshiba kündigt die SSD-Familie PM5 mit MultiLink SAS und bis zu 30,72 TByte Kapazität an; Toshiba CM5 sowie Intel SSD DC D4500, D4502 und D4600 kommen mit Dual-Port NVMe.

  2. Highpoint bringt SSD-RAID mit 13,5 GByte/s

    Highpoint bringt SSD-RAID mit 13,5 GByte/s

    Ein Verbund von vier Samsung-SSDs soll in Zusammenarbeit mit einer PCIe-Steckkarte bislang unerreichte SSD-Leistung bringen. Bis zu 13,5 GByte/s verspricht Highpoint.

  3. SSD mit 50 TByte Kapazität: Viking kündigt die UHC-Silo an

    SSD mit 50 TByte Kapazität: Viking kündigt die UHC-Silo an

    Viking Technology hat eine SAS-SSD angekündigt, die je nach Variante 25 oder 50 TByte an Daten fasst. Ausgeliefert werden soll die Platte bereits, einen Preis hat der Hersteller dennoch nicht mitgeteilt.

  4. MRAM-SSD für Hardware-Entwickler

    Everspin nvNitro NVMe Storage Accelerator

    Everspin liefert eine NVMe-SSD, die dank MRAM mehr IOPS als NAND-Flash-Speicher liefern soll; bisher ist die Kapazität aber gering.

  1. SSD statt Festplatte: Vorteile, richtige Auswahl und Einrichtung

    SSD als Systembeschleuniger

    Wer von HDD-Festplatte zu SSD wechselt, verpasst seinem Betriebssystem einen immensen Geschwindigkeitsschub. Wir erklären, wie Sie Solid State Drives richtig einbauen und wie die Technik funktioniert.

  2. SSD-Lebensdauer: Antworten auf die wichtigsten Fragen

    SSD-Lebensdauer: Antworten auf die wichtigsten Fragen

    Mythen rund um die Lebensdauer von Solid State Disks (SSD) machen Angst vor einem Ausfall durch zu hohe Schreiblast. c't klärt die wichtigsten Fakten und gibt Praxistipps.

  3. Optane-SSD für Desktop-PCs

    Optane-SSD für Desktop-PCs

    Intel hat heute in Frankfurt die Optane SSD 900P vorgestellt: eine SSD, die statt mit NAND-Flash mit dem neuen Speichertyp 3D XPoint arbeitet. c't konnte vorab ein Exemplar testen.

  1. iPhone, iPad, Mac & Co im Ausland billiger kaufen

    iPhones, iPads und Macs kosten außerhalb Deutschlands oft viel weniger. Beim Import gibt es allerdings einiges zu beachten – dies gilt auch für Zubehör und Ersatzteile. Wir verraten, wie Sie Schwierigkeiten vermeiden und wo Sie tatsächlich sparen können.

  2. Amazon Echo: Multiroom-Musik mit Spotify

    Amazon Echo: Multiroom-Musik mit Spotify

    Amazon fügt Spotify zur Liste der auf dem Echo unterstützten Multiroom-Musikdienste hinzu. Damit bietet Amazon einen vergleichsweise günstigen Weg, die Musik von Spotify in mehreren Räumen gleichzeitig wiederzugeben.

  3. Klartext: The Real GT

    Audi

    Schnelle Kombis sind die eigentlichen GT-Wagen, denn während die Maseratis dieser Welt in leeren Hallen am Batteriejogger vereinsamen, fressen Autos wie Audis RS 4 Avant Kilometer, als gäbe es morgen keine. Sie schaffen den GT-Spagat einfach besser

  4. Kompa klagt gegen Eumann-"Wahl"

    Landtag von Rheinland-Pfalz debattiert über den Fall

Anzeige