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Andreas Wilkens 135

Erneuerbare Energien: Greenpeace Energy sieht hohe versteckte Kosten für Strom aus Kohle und Atom

Erneuerbare Energien: Greenpeace Energy sieht hohe versteckte Kosten für Strom aus Kohle und Atom

Bild: greenpeace-energy.de

Konventionelle Energieträger wie Atomkraft oder Kohle verursachen laut einer Studie Folgekosten, die nicht auf den Strompreis aufgeschlagen werden. Das sei eine Ungleichbehandlung, sagt der Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy.

Konventionelle Energieträger verursachen anderthalb mal höhere Kosten als erneuerbare Energien. Das geht aus einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hervor, die es im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy erstellt hat. Die versteckten Zusatzkosten für konventionelle Energieträger wie Kohle und Atom, die nicht auf den Strompreis umgelegt werden, betrügen rund 38 Milliarden Euro. Dem gegenüber summierten sich die EEG-Differenzkosten, die auf die Verbraucher umgelegt werden, 2017 voraussichtlich auf 24,5 Milliarden Euro.

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Würden die Belastungen des Staatshaushalts sowie die externen Kosten durch konventionelle Energien nach dem EEG-Prinzip auf die Verbraucher verteilt und in der Stromrechnung ausgewiesen, läge eine derart errechnete Umlage für konventionelle Energien im Jahr 2017 bei bis zu 11,5 Cent pro kWh. Die Umlage aus dem erneuerbare Energiengesetz lag bei 6,35 Cent pro Kilowattstunde Strom.

Für ihre Berechnungen haben die FÖS-Wissenschaftler alle staatlichen Finanzhilfen, Steuervergünstigungen sowie gesamtgesellschaftliche Belastungen durch Umwelt- oder Gesundheitsfolgen der verschiedenen Energieträger miteinander verglichen. Diese werden nicht auf den Strompreis aufgeschlagen, sondern über Steuern oder Abgaben aufgebracht.

So sähe der Strompreis nach Berechnungen des FÖS aus, wenn die versteckten Kosten für Kohle und Atom aufgeschlagen würden.
So sähe der Strompreis nach Berechnungen des FÖS aus, wenn die versteckten Kosten für Kohle und Atom aufgeschlagen würden. (Bild: greenpeace-energy.de)

Um allen Energieträgern gleiche Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen, empfehlen die Autoren der FÖS-Studie unter anderem, Subventionen für klimaschädliche Energieträger zu streichen und einen nationalen Mindestpreis für CO2-Emissionen einzuführen. Die EEG-Förderung müsse erhalten bleiben, um die Benachteiligung der Erneuerbaren durch versteckte Kohle- und Atomsubventionen abzumildern.

Das 1999 gegründete Unternehmen Greenpeace Energy eG ist selbst Energieversorger, der vor allem umweltfreundliche Energie liefern will. Der Verein Greenpeace ist zu einem geringen Teil an dem Unternehmen beteiligt, die beiden sind unabhängig voneinander. (anw)

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