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Daniel AJ Sokolov 925

Erfolg für SpaceX: Falcon Heavy ist gestartet

Start der Rakete Falcon Heavy

Der erste Start einer Falcon Heavy

Bild: Screenshot/SpaceX

Die Welt hat eine neue leistungsstärkste Rakete: SpaceX' Falcon Heavy hat Dienstagabend ihren ersten Testflug absolviert. Die Rakete startete um 15:45 Uhr Ortszeit Florida.

Space Exploration Technologies (SpaceX) ist der erste Teststart der Falcon Heavy gelungen. Die Rakete startete am Dienstag um 15:45 Uhr Ortszeit vom Kennedy Space Center am Kap Canaveral in Florida. Damit ist Falcon Heavy die leistungsstärkste Rakete, die derzeit im Einsatz ist. Es gab zwar schon Stärkere, sie wurden aber seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt.

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Liftoff! pic.twitter.com/2ypESsi1sF

— SpaceX (@SpaceX) February 6, 2018

SpaceX hat sich zum Ziel gesetzt, die Menschheit zu einer multiplanetaren Spezies zu machen. Falcon Heavy soll ein Schritt auf dem Weg dorthin sein. Das Unternehmen verspricht, zu einem Drittel der Kosten mehr als doppelt so viel Nutzlast in einen erdnahen Orbit (LEO) befördern zu können als die Delta IV Heavy der United Launch Alliance.

Der Trick: SpaceX setzt gleich drei erste Stufen der Falcon 9 ein, die gemeinsam als erste Stufe der Falcon Heavy fungieren. In gewisser Weise hat SpaceX am Dienstag also drei Raketen simultan gestartet. Und, wie gewohnt, möchte SpaceX die erste Stufe wiederverwenden. Gut acht Minuten nach dem Start sind die beiden seitlichen Module am Kap Canaveral rückgelandet. Das mittlere Modul hat eine im Meer schwimmende Barge als Ziel.

Nutzlast im engeren Sinn beförderte die Rakete bei diesem Testflug nicht. An Bord waren aber ein Sportauto, eine Puppe in einem Raumfahreranzug, sowie ein Datenspeicher, der menschliches Wissen enthält. Diese Last soll für Millionen Jahre in einem Orbit um die Sonne unterwegs sein und dabei immer wieder bei Erde und Mars vorbeikommen.

Die SpaceX-Übertragung des Starts der Falcon Heavy zum Nachsehen

Ursprünglich wollte SpaceX seine Falcon Heavy "spätestens Anfang 2014" auf den Jungfernflug schicken. Dieser Fahrplan hat sich als zu optimistisch erwiesen. Doch am Dienstag erreichte das Raumfahrzeug erstmals nicht nur den Weltraum, sondern auch ein Apogäum in 7.000 Kilometern "Höhe". Die Durchquerung des Van-Allen-Strahlungsgürtels wird etwa fünf Stunden dauern, danach soll das Triebwerk der zweiten Raketenstufe noch einmal gezündet werden – dem Mars entgegen. (ds)

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