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Volker Briegleb 608

End of Life: Windows Phone ist offiziell tot

End of Life: Windows Phone ist offiziell tot

Zweimal Windows Phone: Dell Venue Pro mit WP 7.8 und ein Lumia 830 mit 8.1.

Bild: heise online

Am Dienstag ist der Support für Windows Phone 8.1 ausgelaufen. Smartphones mit der letzten Windows-Phone-Version erhalten ab sofort keine Sicherheits-Updates mehr. Besitzer einiger jüngerer Lumias können noch upgraden.

Windows Phone ist tot: Am Dienstag stellt Microsoft den Support für Windows Phone 8.1 offiziell ein. Smartphones, auf denen noch die letzte Windows-Phone-Version vor dem Wechsel zu Windows 10 Mobile läuft, erhalten keine Sicherheits- oder anderen Updates mehr. Auch die Unterstützung von Anwendern durch den Microsoft-Support endet. Damit ist das Kapitel Windows Phone abgeschlossen.

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Microsoft hatte Windows Phone 8.1 im April 2014 angekündigt und ab Sommer desselben Jahres schrittweise ausgerollt. Der kurz zuvor übernommene Handyhersteller Nokia übernahm dabei die Führungsrolle. Mit Windows Phone 8.1 hielt die digitale Assistentin Cortana Einzug auf Microsofts Smartphone-Plattform, zuerst im englischsprachigen Raum, später dann auch in Deutschland. Dazu kamen zahlreiche Detailverbesserungen. In der Folge gab es noch zwei Feature-Updates für das Betriebssystem.

Windows Phone 8.1 wurde ab 2015 dann von Windows 10 Mobile abgelöst, das immer noch die aktuelle Version von Microsofts Smartphone-Betriebssystem ist. Zumindest einige der jüngeren Lumias lassen sich auf Windows 10 Mobile updaten und erhalten damit auch weiterhin Sicherheitsupdates.

Microsoft äußert sich derzeit nicht klar zur Zukunft von Windows Mobile, richtet seine Strategie derzeit aber konsequent auf die Cloud-Dienste aus. Vom früheren Mantra "Cloud first, Mobile first" ist nur noch die Cloud geblieben. Zwar verfolgt Microsoft weiterhin die Strategie, seine Dienste auch auf Smartphones anzubieten. Allerdings spielt die eigene Plattform dafür offenbar keine große Rolle mehr.

Windows Phone war Steve Ballmers Versuch, mit Microsoft den Zug noch zu erwischen, der schon längst aus dem Bahnhof raus war. Der Windows-Konzern hatte sich zu lange auf seinen Marktanteilen mit dem früheren Windows Mobile ausgeruht und zu spät auf die Veränderungen im Smartphone-Markt reagiert. Windows Phone 7 war ein Schnellschuss mit der gelungenen Oberfläche für den Zune-Mediaplayer. Erst nach dem Kernelwechsel auf Windows Phone 8 hatte Microsoft ein konkurrenzfähiges System.

Mit der Kooperation mit Nokia und der späteren Übernahme des Handygeschäfts der Finnen wollte Ballmer sein Glück erzwingen. Es war sein letzter großer Coup als Microsoft-CEO. Sein Nachfolger Satya Nadella stellte sich der Realität und wickelte den Nokia-Deal wieder ab. Das hat Microsoft eine Milliarden-Abschreibung und zehntausende Nokianer den Job gekostet. Immerhin: Der unter Ballmers Ägide eingeführte Hybridrechner Surface hat sich als Arbeitsmaschine etabliert. Von einem Surface Phone träumen die Fans noch heute. (vbr)

608 Kommentare

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