Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.703.355 Produkten

254

Elektroautos: Autohersteller protestieren gegen chinesische Elektroquote

Elektroautos: Autohersteller protestieren gegen chinesische Elektroquote

Elektroautos sollen helfen, den in chinesischen Großstädten häufigen Smog zu bekämpfen.

Bild: dpa

Verbände der Autohersteller aus Europa, den USA, Japan und Südkorea fordern in einem Brief an Chinas Industrieminister mehr Zeit, um die geplante Produktionsquote für Elektroautos umsetzen zu können.

KFZ-Tarifvergleich Anzeige

Die vier größten Autoverbände der Welt haben in einem Brief an Chinas Industrieminister gegen die geplante Produktionsquote für E-Autos in China protestiert. In dem Brief, der der dpa vorliegt, wird unter anderem mehr Zeit für die Umsetzung der geplanten Quote gefordert, auch sollten die geplanten Strafen abgeschwächt werden. Ansonsten werde es "große Störungen und Verlagerungen" in der Autoindustrie geben, schreiben die Verbände der Autohersteller aus Europa, den USA, Japan und Südkorea.

Anzeige

Mit der Quote müssten ab kommendem Jahr 8 Prozent der in China gebauten Autos Elektroautos sein. In den kommenden Jahren soll sie weiter angehoben werden. Die Vorschrift soll für chinesische und ausländische Autohersteller gelten. Verstößt einer dagegen, drohen dem Brief zufolge Strafen bis hin zu Produktions-Stilllegung und Importverbot für Nicht-Elektroautos. Diese Strafen seien "beispiellos in ihrer Schärfe", protestieren die Autohersteller.

Zudem sei das "ambitionierte" Ziel, die Quote 2018 in Kraft zu setzen, "unmöglich einzuhalten". Die Lobbyverbände forderten ein bis drei Jahre mehr Vorlaufzeit. Zudem sei es ungerecht, dass China die heimische E-Auto-Industrie subventioniere, während die ausländischen Hersteller die Quote aus eigener Kraft erfüllen müssten.

Nach Beschwerden der Autohersteller und Verhandlungen mit der Bundesregierung sah es zuletzt so aus, als ob China die Quote um ein Jahr verschieben würde. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte auf seiner Chinareise Ende Mai verkündet, die chinesische Regierung sei zu einer Lockerung bereit. Der chinesische Gesetzentwurf ist aber bislang unverändert geblieben.

Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Brief äußern. VDA-Präsident Matthias Wissmann lehnte auch in seiner Funktion als Präsident des Weltverbands OICA eine Stellungnahme ab. VDA und OICA gehörten nicht zu den Unterzeichnern des Briefes, hieß es zur Begründung.

(dpa) / (anw)

254 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Gabriel sieht Durchbruch für entschärfte E-Auto-Quote in China

    Auto, Verkehr, Stadt, Stau

    Seit Monaten zittern deutsche Autobauer vor einer geplanten Produktionsquote von Elektroautos in China. Laut Außenminister Gabriel können die Hersteller aufatmen. Die Regeln sollen entschärft werden.

  2. Elektroautos: VW will 10 Milliarden Euro in China investieren

    Elektroautos: VW will 10 Milliarden Euro in China investieren

    Rund 40 Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben will VW mit einem chinesischen Partner bis 2025 in dem Land produzieren – noch einmal 25 Modelle mehr als bisher vorgesehen.

  3. China bereitet Abschied von Verbrennungsmotoren vor

    China bereitet Abschied von Verbrennungsmotoren vor

    Die chinesische Regierung plant ein Verbot von Autos mit Verbrennungsmotor, ließ der Vize-Industrieminister kürzlich verlauten. Derzeit arbeite man noch am Zeitplan für die Regelung.

  4. Elektromobilität ist für den Automobil-Präsidenten sehr wichtig für den Standort Deutschland

    Elektromobilität ist für den Automobil-Präsidenten sehr wichtig für den Standort Deutschland

    Weniger Regulierung, mehr Vernetzung fordert Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie. Auch betont er die Bedeutung der Elektromobilität für die deutsche Wirtschaft.

  1. Autoindustrie protestiert gegen E-Autoquote in China

    Bericht: Autoindustrie protestiert gegen Elektroquote in China

    Bei Autoherstellern wächst laut einem Medienbericht der Unmut über Chinas geplante Produktionsquote für E-Autos. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, haben die weltweit vier größten Autoverbände in einem gemeinsamen „Brandbrief“ an die chinesische Regierung Kritik an der obligatorischen Quote geäußert

  2. China: Einigung im Streit um E-Autoquote steht

    Volkswagen Gran Lavida

    China ist nach Angaben von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel bereit, die bei deutschen Autobauern gefürchtete Produktionsquote für E-Autos zu lockern. Er gehe davon aus, dass „der Deal zur Elektromobilität steht“, sagte er

  3. Post aus Japan: Steckdose für E-Autos in China gesucht

    Post aus Japan: Steckdose in China gesucht

    Nissan, Renault und Mitsubishi sind zusammen der größte Elektroautohersteller der Welt. Damit das so bleibt, gründet das Trio nun ein Joint-Venture mit dem chinesischen Konzern Dongfeng.

  1. Ost-Ghouta und Afrin: Im Nebel der Fake News von allen Seiten

    Erschütternd ist, wie im Syrien-Konflikt Staatsmedien ungeniert Propaganda oder PsyOps betreiben und viele Medien auf der einen oder anderen Seite mitmischen

  2. Pokémon Go: Community Day und Legendäre Woche

    Pokémon Go Community Day: Drei Stunden Drachenfest

    Am Samstag tauchen von 11:00 bis 14:00 Uhr deutscher Zeit besonders viele Dratini auf, aus denen man eines der knufffigsten und gleichzeitig stärksten Pokémon entwickeln kann: Dragoran. Gleichzeitig kehren zwei Legendäre Pokemon zurück.

  3. Maßnahmen für bessere Luft: Wer zahlt bei Gratis-Nahverkehr?

    Maßnahmen für bessere Luft: Wer zahlt bei Gratis-Nahverkehr?

    Ideen zur Luftreinhaltung gibt es viele, gratis sind die wenigsten. Vor allem der Vorstoß der Bundesregierung, in zunächst fünf Städten kostenlosen Nahverkehr anzubieten, wirft Fragen auf – und lenkt vom Anlass zu der teils hitzigen Diskussion ab.

  4. VoIP-Telefonie und Mobilfunkrufnummer: Erste Erfahrungen mit Sipgate Satellite

    VoIP-Telefonie und Mobilfunkrufnummer: Erste Erfahrungen mit Sipgate Satellite

    Mit dem Satellite-Dienst bekommt das Smartphone eine zweite Mobilfunkrufnummer ohne SIM-Karten-Bindung gratis. Das dürfte Nutzer interessieren, die geschäftliche und private Telefonie trennen wollen. Die wichtigsten Funktionen überzeugen.

Anzeige