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Andreas Wilkens 103

Elektroauto aus Biomaterial

Elektroauto aus Biomaterial

Bild: tuecomotive.nl

Elektroautos mögen keine Abgase emittieren, aber für die Herstellung werden energieaufwändige Materialien verwendet. Das wollen niederländische Forscher ändern.

Niederländische Studenten haben einen Widerspruch an vermeintlich umweltfreundlichen Elektroautos angegangen. Auf der einen Seite sei der Antrieb zwar emissionsfrei, auf der anderen Seite würden Materialien wie Aluminium oder Kohlefaser verwendet – um Gewicht einzusparen –, aber deren Erzeugung und Verarbeitung fünf- bis sechsmal mehr Energie benötige als Stahl. Daher haben sie ein Elektroauto namens Lina konzipiert und nun vorgestellt, dessen Fahrgestell, Karosserie und Innenausstattung aus Biomaterial besteht.

Zuckerrüben im Fahrgestell

Die Forscher von der TU/ecomotive in Eindhoven verwendeten für das Fahrgestell eine Kombination aus einem Material, das aus Flachs gewonnen wird, und Bioplastik. Diese PLA wird aus Zuckerrüben hergestellt und soll dem Fahrgestell in einer Wabenstruktur die nötige Festigkeit verleihen. Der Elektromotor leistet 8kW und soll Lina mitsamt seinen maximal vier Passagieren auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h bringen können.

Durch die natürlichen Komponenten sei Lina im Gegensatz zu herkömmlichen Elektroautos wesentlich nachhaltiger, schreiben die Forscher. Zudem sei das Gefährt mit Hightech ausgestattet. So soll beispielsweise der Nahfunk NFC in den Türen unterschiedliche Fahrer erkennen können und Lina für das Carsharing optimieren.

Vom 25. bis 28. Mai wollen die Niederländer mit Lina am Shell Eco‐marathon in London teilnehmen. Am 5. Juni soll eine Tournee durch die Niederlande auf das Projekt aufmerksam machen. (anw)

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