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Axel Kannenberg 85

EZB-Chef Draghi: Die Blockchain ist sehr nützlich

Blockchain-Technologie braucht gesetzliche Grundlagen

Bild: David Stankiewicz (CC BY-SA 4.0)

Vor Kryptogeld warnt die Finanzwelt, die Technik dahinter findet aber viele Freunde: Auch EZB-Chef Mario Draghi lobte das Potenzial der Blockchain.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hält große Stücke auf die Blockchain-Technik. Die hinter vielen Kryptowährungen stehende Technik sei "recht vielversprechend", sagte Draghi in einem am Dienstag veröffentlichten Video-Interview der Notenbank. Sie ermögliche beispielsweise, Rechnungen direkt nach deren Erhalt schnell und automatisch zu begleichen und könne der Wirtschaft viele Vorteile bringen.

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Für die Verwendung im Zentralbankbereich sei die Technik gleichwohl noch nicht sicher genug, sagte Draghi. Weitere Forschung sei nötig; die EZB kooperiere auf diesem Gebiet bereits mit der japanischen Notenbank. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Blockchain-Technik in Zukunft sehr nützlich sein wird."

EZB-Chef Mario Draghi zur Blockchain-Technik.

Die Blockchain ist eine Art verteiltes und öffentlich einsehbares Kassenbuch, das auch der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin zugrunde liegt. Alle jemals getätigten Transaktionen sind dort in chronologisch aufeinanderfolgenden Datenblöcken erfasst. Jeder Block enthält den Hashwert seines Vorgängers, was Fälschungssicherheit garantieren soll.

Bei Investitionen in Kryptowährungen wie den Bitcoin rät Draghi jedoch zur Vorsicht. Aufgrund der starken Kursschwankungen und der fehlenden Kontrolle durch eine Zentralbank oder einen Staat handle es sich bei dem Bitcoin nicht um eine richtige Währung. Zugleich sieht er die EZB aber nicht dafür zuständig, den Bitcoin zu regulieren oder gar zu verbieten.

Der Enthusiasmus der Finanzwelt für die Blockchain-Technik lässt sich auch in konkrete Zahlen fassen: Laut einer Studie der Beratergesellschaft KPMG flossen 2017 rund 512 Millionen US-Dollar in entsprechende Startups und ihre Blockketten-Projekte. Die Autoren der Studie erwarten nach zahlreichen Proofs of Concept 2018 die ersten Produktivsysteme, unter anderem könnte die Börse Australian Securities Exchange künftig damit Teile ihres Wertpapierhandels abwickeln.

In Deutschland arbeiten zum Beispiel Daimler, die Allianz, die Deutsche Bank und die Deutsche Börse an Blockchainprojekten fürs Finanzwesen. (mit Material der dpa) /

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(axk)

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