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Martin Holland 35

ESA-Kometensonde Rosetta: Kommunikationsmodul zu Philae abgeschaltet

ESA-Kometensonde Rosetta: Kommunikationsmodul zu Philae abgeschaltet

Philae auf dem Kometen

Bild: ESA

Hoffnung, dass sich der Lander Philae noch einmal meldet, gab es schon lange nicht mehr. Trotzdem war das für die Kommunikation nötige Modul noch aktiv und wartete auf ein Lebenszeichen. Nun wird es abgeschaltet – um Energie zu sparen.

ESA-Mission Rosetta

ESA-Mission Rosetta

Rosetta war zehn Jahre zu dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko unterwegs. Die ESA-Sonde und der Lander Philae sollen den Himmelskörper aus dem Orbit und auf der Oberfläche erforschen.

Die ESA schaltet am heutigen Mittwoch um 11 Uhr MESZ das ESS-Modul auf der Kometensonde Rosetta ab, das die Signale vom vermissten Lander Philae empfangen kann. Wie Europas Weltraumagentur in einem Blogeintrag erläutert, war die Electrical Support System Processor Unit bis jetzt aktiviert, obwohl sich Philae seit dem 9. Juli 2015 nicht mehr gemeldet hat. Mit dem Abschalten des Moduls endet auch rein praktisch die bereits aufgegebene Suche nach dem Lander, dessen Mission als großer Erfolg gilt, auch wenn er nie genug Sonne abbekommen hat, um wirklich lange über seine Akkulaufzeit hinaus zu arbeiten.

Strom sparen vor dem Ende

Wie die ESA erläutert, hat Rosetta keine Signale von Philae empfangen, auch, als sie lediglich wenige Kilometer vom Kometen entfernt kreiste. Der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko und mit ihm die Sonde sind inzwischen rund 520 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, weswegen mit dem Energiesparen begonnen werden müsse. Deshalb habe die ESA entschieden, das Modul zu deaktivieren. Bei Philae geht sie ohnehin davon aus, dass der Lander inzwischen in einem ewigen Ruhezustand ist. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hatte sich bereits im Februar von dem Lander verabschiedet.

Rosetta selbst soll am 30. September auf ihrem Kometen landen und eine historische Mission damit historisch beenden. Die Sonde hatte sich 2004 auf den Weg gemacht und sich sowie Philae zu 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gebracht. Nach zehnjähriger Reise hatte Rosetta 2014 ihr Ziel erreicht und Philae war auf dem Kometen gelandet. Das verlief nicht reibungslos, trotzdem sendete Philae jede Menge wissenschaftlicher Daten. Auch der Flug Rosettas rund um den Kometen gilt als großer Erfolg. Auf und an dem Kometen wollen die Wissenschaftler Informationen über die Anfänge des Sonnensystems sammeln.

(mho)

35 Kommentare

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