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Martin Holland 44

Drei Raumfahrer zur Internationalen Raumstation gestartet

Drei Raumfahrer zur Internationalen Raumstation gestartet

Der Start der Sojus MS-03

Bild: NASA

In der Nacht zum Freitag sind drei Astronauten aus Russland, den USA und Frankreich zur ISS gestartet. Der ESA-Raumfahrer Thomas Pesquet scheint in seiner Heimat einen ähnlichen Status zu erreichen wie vor wenigen Jahren Alexander Gerst in Deutschland.

Gemeinsam mit dem Russen Oleg Nowizki und der US-Amerikanerin Peggy Whitson ist der Franzose
Thomas Pesquet in der Nacht zum Freitag zur Internationalen Raumstation gestartet. Ihre Rakete hob planmäßig vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Auf der ISS soll Pesquet für sechs Monate forschen und damit die neunte Langzeitmission eines ESA-Astronauten absolvieren. Während seiner Mission namens Proxima soll er rund 50 Experimente für die ESA und das französische CNES (Centre national d’études spatiales) erledigen, aber auch den anderen Stationsbewohnern bei ihrer Arbeit helfen.

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Vor dem Start hatte Pesquet die ISS in fließendem Russisch als "das beste Zeichen für die internationale Zusammenarbeit" bezeichnet, berichtet die dpa. Für ihn sei mit dem Flug ein Traum wahr geworden, vor allem habe er die Vibrationen beim Start fühlen wollen. In seiner Heimat wird der ausgebildete Pilot demnach als charismatischer Überflieger gefeiert. Er und seine beiden Kollegen werden nun am Sonntag auf der ISS erwartet, wo sie deren 50. Besatzung komplettieren sollen. Whitson soll dann im Februar das Kommando übernehmen, als erste Frau zum zweiten mal.

Pesquet ist nun der zehnte Franzose im All. Der charismatische 38-Jährige ist studierter Luft- und Raumfahrtingenieur. Staatschef François Hollande adelte ihn bereits als "unseren besten Botschafter im All". Ähnlich wie der Deutsche Alexander Gerst, der 2014 auf der ISS war, ist Pesquet sehr aktiv in sozialen Netzwerken. Die Zeitung Le Monde attestierte dem "Überflieger aus der Normandie" das Profil eines "idealen Schwiegersohns". Pesquet spricht sechs Sprachen – darunter auch Deutsch – und spielt Saxofon, listet die Zeitung LeJournal du Dimanche auf. Seine Rakete startete nun von einem historischen Ort: der Rampe Nr. 1, von der aus Weltraumpionier Juri Gagarin 1961 ins All flog.

Pesquet will auf der ISS unter anderem selbstreinigende Materialien erforschen, die etwa in Kliniken die Hygiene verbessern könnten. Whitson widerum soll Stammzellen- und Bakterienforschung betreiben, Nowizki sich der Bewegung von Flüssigkeiten im Körper widmen. Für Weihnachten und Silvester haben die drei Leckereien eingepackt. Pesquet sagte, er werde an Neujahr für das Team kochen. "Ich werde aber nicht ins Detail gehen, um die Überraschung nicht zu verderben." Um sich die Zeit während des Flugs zur ISS zu vertreiben, hat er Spielkarten und Würfel eingepackt.

(mit Material der dpa) / (mho)

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