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Dolby Vision: HDR-Format wird nun mit TVs der Einstiegsklasse beworben

Dolby Vision: HDR-Format wird nun mit TVs der Einstiegsklasse beworben

Dolby präsentiert Dolby Vison auch weiter auf hochpreisigeren Fernsehern, der Schwerpunkt der Vergleiche mit HDR10 wurde aber auf die Einsteigsklasse verlagert.

Bild: heise online / Nico Jurran

Bislang argumentierten die Vertreter der konkurrierenden HDR-Lager vor allem mit einer Top-Bildqualität von Fernsehern im High-End-Bereich. Nun hat Dolby offenbar seine Strategie geändert.

Dolby nutzt die CES, um abseits des Messegeländes und hinter verschlossenen Türen Pressevertretern die neuesten Entwicklungen bei seinen Audio- und Videotechnologien zu zeigen – darunter zu Dolby Vision, mit dem sich Videobilder mit erhöhtem Kontrastumfang (High Dynamic Range) inklusive dynamischer Metadaten speichern, übertragen und anzeigen lassen.

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Dabei fiel auf, dass Dolby offenbar seine Marketingstrategie geändert hat: Den Schwerpunkt der Präsentation legte das Unternehmen diesmal auf Dolby-TV-Geräte der Einsteigsklasse der (in Europa nicht vertretenen) Marken TCL und Vizio, die in den USA bereits für circa 500 bis 600 Dollar erhältlich sind. Zum Vergleich lief daneben ein Samsung-TV zum Straßenpreis von 800 US-Dollar, auf dem dieselben Videoclips gezeigt wurden, allerdings im statischen Format HDR10.

Dolby-Vision-Demonstrationen wurden in der Vergangenheit vor allem auf Fernsehern der High-End-Klasse gezeigt. Das Problem: Auch Videos in HDR10 sahen darauf sehr gut aus, weshalb Szenen teilweise wieder und wieder gezeigt werden mussten, damit die Zuschauer überhaupt die Chance hatten, einen Unterschied zu erkennen.

Dolby versicherte, die genutzten Einstiegsmodellen direkt aus dem Handel bezogen zu haben und alle im Home-Cinema-Bildmodus laufen zu lassen.

Tatsächlich waren die Unterschiede bei der Bildqualität mit bloßem Auge sichtbar: Beim Samsung-Fernseher war bei einer Szene in der Sonne ein deutliches Clipping zu erkennen und lediglich die Dolby-Vision-TVs zeigten Details in Wolken und bei gepflasterten Plaetzen. Laut Dolby zeige dies, wie wichtig die bei Dolby Vision eingeschlossene Kalibrierung der zertifizierten TV-Baureihen sei. Eine solche End-To-End-Lösung biete das konkurrierende HDR-Format HDR10+ nicht. Bei der Vorführung zeigte Dolby allerdings kein HDR10+-Material zum Vergleich.

Ganz rund lief die Demonstration für Dolby dann aber doch nicht: Mehrere anwesende Journalisten merkten an, dass die von den Dolby-Vision-TVs der Einstiegsklasse reproduzierten Farben nicht ganz denen entsprachen, die auf dem ebenfalls mitlaufenden Dolby-Referenzmonitor zu sehen waren. Vor allem beim blauen Himmel war die Abweichung nach allgemeiner Zuschauermeinung recht deutlich. Darauf hingewiesen, vertraten die Dolby-Vertreter hingegen ihrerseits die Meinung, die Farben kämen der Referenz recht nahe. (nij)

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