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Martin Holland 656

"Das größte Risiko für unsere Zivilisation": Elon Musk warnt erneut vor KI

"Das größte Risiko für unsere Zivilisation": Elon Musk warnt erneut vor KI

Seit Jahren warnt Elon Musk vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz. Nun nutzte er eine große Bühne vor Gouverneuren der USA, um seine drastische Einschätzung zu wiederholen: KI sei eine fundamentale Gefahr für unsere Zivilisation, Gesetze seien nötig.

Mit drastischen Worten hat der US-Unternehmer Elon Musk erneut vor den Gefahren unregulierter Forschung an Künstlicher Intelligenz gewarnt. Vor der National Governors Association (NGA), in der die Gouverneure der US-Bundestaaten organisiert sind, sagte er, KI stelle seiner Meinung nach die derzeit größte Gefahr für unsere Zivilisation dar. Menschen hätten das bislang nicht verstanden, ist er überzeugt. Er warne zwar beständig vor den Gefahren, aber solange keine "Roboter durch die Straßen laufen und Menschen umbringen", wüssten seine Zuhörer immer nicht, wie sie reagieren sollen. Dabei sollten wir uns jetzt schon Sorgen machen und Gesetzgeber sollten die Arbeit der Forscher regulieren. Die Wirtschaft könne das nicht, da KI ein Wettbewerbsvorteil bedeuten könne, den sich keiner entgehen lassen könne.

Der Tesla- und SpaceX-Gründer Musk warnt schon seit längerem vor den Gefahren von KI und blieb auf der Versammlung in Rhode Island nun auch nach Nachfragen bei seiner drastischen Formulierung. Roboter könnten alles besser machen als wir Menschen, "und ich meine wirklich alles", erklärte Musk. Er sei kein Freund von Regulierung und plädiere auch keinesfalls für Überregulierung, aber bei KI müsse man vorher aktiv werden, denn nachträglich könnte es zu spät sein. Er selbst habe Zugang zu hochentwickelten KI-Systemen und könne nur versichern, dass die jedem Sorge bereiten sollten. Anders als etwa Autounfälle, schädliche Medizin oder schlechtes Essen gefährde Künstliche Intelligenz die menschliche Zivilisation als Ganzes.

Proaktive Regulierung nötig

Auf Nachfragen der Gouverneure Hickenlooper (Colorado) und Ducey (Arizona) blieb Musk bei seinen deutlichen Worten. Er empfahl den Staats- und Regierungschefs der US-Bundesstaaten, sich in das Thema einzuarbeiten. Noch wisse die Politik zu wenig über das Feld. Außerdem solle eine Regulierungsbehörde eingerichtet werden, die sich des Themas annimmt und Vorgaben formulieren kann – so wie das etwa die FAA für die US-Luftfahrt macht. Die Politik dürfe auch keine Angst vor Kritik aus der Wirtschaft haben. Natürlich würden Unternehmen – seine natürlich ausgenommen – angesichts drohender Regulierung lamentieren und etwa mit dem Wegzug drohen. Aber das werde nicht passieren, denn Vorgaben würden allen helfen, betonte Musk. Boeing produziere trotz Regulierung ja auch weiter in den USA. (mho)

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