Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.699.191 Produkten

Sascha Mattke 163

Chinesischer Tech-Investor Lee warnt vor baldigem Verlust von Büro-Arbeitsplätzen

Chinesischer Tech-Investor Lee warnt vor baldigem Verlust von Büro-Arbeitsplätzen

Kai-Fu Lee.

Bild: "DLNG2218" / TechCrunch / cc-by-2.0

Künstliche Intelligenz wird massiv Arbeitsplätze für Menschen kosten, und zwar bald und zuerst für Büro-Beschäftigte. Davor warnt Kai-Fu Lee, der frühere Chef von Google Research in China.

Lesen Sie dazu auch:

Kai-Fu Lee, der frühere Chef von Google Research in China und heute einer der bekanntesten Technologie-Investoren des Landes, erwartet, dass künstliche Intelligenz viele Millionen Büro-Beschäftigte in seinem Land ersetzen wird – und zwar bald. "Diese Ablösung passiert jetzt, und sie bringt eine echte, vollständige Dezimierung. Meiner Meinung nach werden Büro-Arbeiter zuerst dran sein, und erst später die Produktionsarbeiter", sagte Lee Anfang November bei einer MIT-Konferenz, wie Technology Review online in "Die Ablösung passiert jetzt" berichtet.

Anzeige

Zur Begründung führte Lee mehrere Unternehmen an, in die er mit seiner Gesellschaft Sinovation Ventures investiert hat. Als Wagniskapitalgeber könnte er heute ein Interesse daran haben, die möglichen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz zu übertreiben. Doch er weiß definitiv, wovon er spricht: Lee hat das Forschungslabor von Microsoft in China aufgebaut, 2009 wurde er Gründungspräsident von Google China, und in den 1980er Jahren hat er an der Carnegie Mellon University grundlegende Beiträge zu Spracherkennung mittels Maschinenlernen geliefert.

Chinesischer Tech-Investor Lee warnt vor baldigem Verlust von Büro-Arbeitsplätzen
"Die Zukunft der Arbeit" ist auch das Titelthema des neuen TR-Heftes (jetzt im Handel und im heise shop erhältlich). Lesen Sie darin mehr zu den Ergebnissen unserer Umfrage unter TR- und heise online-Lesern.

"Künstliche Intelligenz, eingesetzt auf unterschiedlichen Gebieten und zum Produkt gemacht, wird phänomenalen Wert schaffen", sagte Lee. "Für Wagniskapitalgeber oder große Unternehmen, die von diesen Technologien Gebrauch machen wollen, hat das offene Zeitalter der KI begonnen." Allgemein herrschte auf der Konferenz mit dem Titel "AI and the Future of Work" das Gefühl vor, dass sich die Technologie-Welt auf das Schlimmste vorbereiten muss. Doch sie zeigte auch, wie uneins sich viele Technologie-Experten und Ökonomen darüber sind, welche Auswirkungen KI und Automation wirklich haben werden.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)
Anzeige

163 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. KI-Technik zum Wohl der Menschheit: Ein CERN für künstliche Intelligenz

    Früherer Uber-Forscher Gary Marcus regt CERN für künstliche Intelligenz an

    Wie können wir dafür sorgen, dass die zunehmend leistungsfähige KI-Technik Vorteile für die gesamte Menschheit bringt statt nur für einige wenige? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt eine Konferenz in der Schweiz.

  2. Britische Unternehmen trotz Arbeitskräfte-Knappheit durch Brexit skeptisch gegenüber Automatisierung

    Britische Unternehmen trotz Arbeitskräfte-Knappheit durch Brexit skeptisch gegenüber Automatisierung

    Der Brexit könnte tief greifende Auswirkungen auf den britischen Arbeitsmarkt haben, wenn qualifizierte Ausländer das Land verlassen müssen. Lassen sie sich mit moderner Technik ersetzen?

  3. Baidu kündigt kostenlose Plattform zur Entwicklung autonomer Autos an

    Baidu kündigt kostenlose Plattform zur Entwicklung autonomer Autos an

    Normalerweise werden Algorithmen und Trainingsdaten für künstliche Intelligenz streng geschützt. Die chinesische Internet-Firma Baidu will die Entwicklung autonomer Autos jetzt mit einer anderen Philosophie unterstützen.

  4. Der digitale Offline-Handel: Chinesischer Online-Riese Alibaba digitalisiert Läden

    Chinesischer Online-Riese Alibaba will Offline-Handel digitalisieren

    Der Online-Handel wächst und wächst, doch allmählich werden Digital-Technologien daraus auch in realen Geschäften eingesetzt. In China zeigt Alibaba, wie das funktionieren kann.

  1. Arbeitswelt: "Die Ablösung passiert jetzt"

    "Die Ablösung passiert jetzt"

    Dass menschliche Arbeitskräfte von Maschinen ersetzt werden, gilt als mehr oder weniger ausgemacht, offen ist nur wann. Ein bekannter chinesischer Technologie-Investor warnt vor sehr baldigen Job-Verlusten.

  2. Statistik der Woche: Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen?

    Statistik der Woche: Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen?

    Den Einzug von KI-Systemen in unseren Alltag sehen Teilnehmer einer Umfrage als zweischneidiges Schwert. Welche Chancen und Gefahren angenommen werden, verdeutlicht unsere Infografik.

  3. Statistik der Woche: Singles' Day vs. Black Friday

    Statistik der Woche: Singles's Day vs. Black Friday

    Der "Singles‘ Day" in China ist nicht nur der Tag der Alleinstehenden, sondern auch der Tag des Shoppings. Unsere Infografik zeigt die Entwicklung der Umsatzzahlen im Online-Handel.

  1. Forscher: Autoverkehr für Kommunen dreimal so teuer wie Bus und Bahn

    Forscher: Autoverkehr für Kommunen dreimal so teuer wie Bus und Bahn

    Der Kasseler Verkehrswissenschaftler Carsten Sommer hat errechnet, dass der Autoverkehr in deutschen Großstädten dreimal so viel öffentliche Gelder verschlingt wie kommunale Verkehrssysteme.

  2. Piraten-Sicherheitskonferenz: "Das Internet steht am Scheideweg"

    Internet

    Abseits der Münchner Sicherheitskonferenz luden europäische Piratenparteien zur alternativen Sicherheitskonferenz, um die Widerstandsfähigkeit von technischen und politischen Systemen zu diskutieren.

  3. Orange und Vodafone behandeln ihre Kunden in Afrika schlechter als in Europa

    Orange und Vodafone behandeln ihre Kunden in Afrika schlechter als in Europa

    Orange und Vodafone bieten sowohl in Europa als auch in Afrika Dienste an. Internet Without Borders hat die Angebote verglichen. Das Ergebnis: Afrikanische Kunden müssen mit vielen Nachteilen leben.

  4. SpaceX startet die ersten beiden Test-Satelliten für Starlink

    SpaceX startet So. die ersten beiden Test-Satelliten für Starlink

    Unter dem Namen Starlink will SpaceX ein aus 12.000 Satelliten bestehendes Netzwerk im niedrigen Erdorbit aufbauen. Zwei Test-Satelliten für das System starten am morgigen Sonntag an Bord einer Falcon-9-Rakete.

Anzeige