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Breitband-Internet: Bochum soll erste Gigabit-City Deutschlands werden

Breitband: Bochum soll erste Gigabit-City Deutschlands werden

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Bochums OB Thomas Eiskirch und Unitymedia-CEO Lutz Schüler sowie Dietmar Spohn und Frank Thiel von den Bochumer Stadwerken unterzeichnen auf der CeBIT die Absichtserklärung.

Bild: heise online

Zusammen mit dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia will Bochum zur ersten Stadt Deutschlands werden, in der Gigabit-Internet "nahezu flächendeckend" verfügbar ist. Auf der CeBIT in Hannover fiel der Startschuss.

Bochum soll die erste Stadt in Deutschland werden, in der Internet mit Gigabit-Geschwindigkeit für fast alle Haushalte verfügbar ist. Die Stadtverwaltung, die Stadtwerke und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia unterzeichneten auf der CeBIT eine gemeinsame Absichtserklärung. Im Rahmen der Initiative "Gigabit-City Bochum" sollen bis Ende 2018 über 95 Prozent der Haushalte Gigabit-Internet erhalten können. "Alle reden von Gigabit-Gesellschaft, wir machen das jetzt", sagte Unitymedia-CEO Lutz Schüler am Montag in Hannover.

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Das TV-Kabelnetz von Unitymedia erreicht in Bochum rund 90 Prozent der Haushalte, das sind rund 170.000. Der Kabelnetzbetreiber rüstet sein Netz im Laufe des Jahres auf den Standard Docsis 3.1 auf. Im ersten Quartal 2018 sollen alle erschlossenen Bochumer Haushalte dann Tarife mit 1 GBit/s buchen können. Dazu kommen 16.000 Haushalte, welche die Stadtwerke Bochum bereits per Glasfaser angeschlossen haben. Auch die Stadtwerke wollen ihr Netz im Rahmen der Partnerschaft bis Ende 2018 weiter ausbauen.

Um weitere Gebiete mit Glasfaser zu erschließen, will die Stadt Bochum Mittel aus dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau beantragen. "Die Bochumer Initiative ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Kooperationen zwischen Telekommunikationsunternehmen und Kommunen den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets voranbringen", sagte Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin Garrelt Duin (SPD) anlässlich der Unterzeichnung auf der CeBIT in Hannover. "Das ist ein Signal, das weit über Deutschland hinaus geht."

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) betonte die "große Bedeutung" der Breitbandanbindung als Standortfaktor. Investoren, die der Bürgermeister gerne nach Bochum holen möchte, fragen danach. Dank der Kooperation mit Unitymedia und den eigenen Stadtwerken kann Bochum potenziellen schon bald potenziellen Investoren etwas bieten. "Wir wollen hier Vorreiter sein", sagte Eiskirch in Hannover.

Was so ein Gigabit-Anschluss dann kosten wird, dazu sagt Unitymedia noch nichts. Derzeit bietet der Kabelnetzbetreiber Anschlüsse mit 400 MBit/s an, die im Paket mit Telefon und Digital-TV für gut 50 Euro im Monat im Monat zu haben sind. "1 GBit/s ist für uns Massenmarkt", sagte Schüler. "Das wird zwar nicht 19,95 Euro kosten, aber auch nicht prohibitiv teuer werden." Sorgen, dass ein Gigabit-Produkt nicht angenommen wird, hat Schüler nicht. "Bandbreite wird genutzt, wenn sie da ist". Jeder fünfte Neukunde entscheide sich jetzt schon für 400 MBit/s. (vbr)

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