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Brandenburgs Polizei jetzt mit Kompetenzzentrum gegen Cyberkriminalität

Brandenburgs Polizei jetzt mit Kompetenzzentrum gegen Cyberkriminalität

Die Brandenburger Polizei rüstet gegen Cyberkriminellen auf. Sie will Betreibern von Botnetzen, Darknet-Drogenhändlern oder Weberpressern mit einem eigenen Kompetenzzentrum an den Kragen. Dessen Name ist aber mindestens unglücklich.

Das Brandenburger Landeskriminalamt hat bereits im November 2016 ein eigenes Kompetenzzentrum zum Bereich Cybercrime eingerichtet und es nun offiziell vorgestellt. In der Cyber-Competence-Center genannten und tatsächlich offiziell CCC abgekürzten Dienststelle sollen bis zum Jahresende 63 Spezialisten Jagd auf Internetkriminelle machen, teilte die Behörde laut dpa mit. Bis Ende des Jahres sollen dafür auch sechs IT-Experten eingestellt werden, erklärte der LKA-Chef Dirk Volkland. Seit 2008 gebe es bereits eine kleine Gruppe von Experten im LKA, seit 2011 die Fachdienststelle 121. Jetzt seien die Dienstposten verdoppelt worden.

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In Zeiten des Darknet wandern Drogengeschäfte mehr und mehr in die Tiefen des Internets ab. Über Webshops können neben Kokain, Cannabis oder Crystal auch vollautomatische Waffen gekauft werden. "Es gibt im Darknet eine wahre Flut von Seiten, wo zum Beispiel auch Auftragsmörder geordert werden", erklärte Kriminalhauptkommissar Denny Speckhahn, Chef des neuen Cybercrime-Centers. Zuletzt konnten die in Eberswalde angesiedelten Spezialisten einem 29-Jährigen Brandenburger das Handwerk legen, der über das Darknet Drogen verkaufte.

Bei all den Problemen mit den digitalen Kanälen: "Ich will deshalb aber nicht das Darknet abschaffen. Menschen müssen auch über verschlüsselte Kanäle die Möglichkeit haben sich zu bewegen", hob der LKA-Chef hervor. Das bedeute aber nicht, dass es für Cyberkriminelle in den virtuellen Welten freie Fahrt gebe, unterstrich Volkland. (mit Material der dpa) / (mho)

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