Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.733.931 Produkten

35

Brandenburgs Polizei jetzt mit Kompetenzzentrum gegen Cyberkriminalität

Brandenburgs Polizei jetzt mit Kompetenzzentrum gegen Cyberkriminalität

Die Brandenburger Polizei rüstet gegen Cyberkriminellen auf. Sie will Betreibern von Botnetzen, Darknet-Drogenhändlern oder Weberpressern mit einem eigenen Kompetenzzentrum an den Kragen. Dessen Name ist aber mindestens unglücklich.

Das Brandenburger Landeskriminalamt hat bereits im November 2016 ein eigenes Kompetenzzentrum zum Bereich Cybercrime eingerichtet und es nun offiziell vorgestellt. In der Cyber-Competence-Center genannten und tatsächlich offiziell CCC abgekürzten Dienststelle sollen bis zum Jahresende 63 Spezialisten Jagd auf Internetkriminelle machen, teilte die Behörde laut dpa mit. Bis Ende des Jahres sollen dafür auch sechs IT-Experten eingestellt werden, erklärte der LKA-Chef Dirk Volkland. Seit 2008 gebe es bereits eine kleine Gruppe von Experten im LKA, seit 2011 die Fachdienststelle 121. Jetzt seien die Dienstposten verdoppelt worden.

Anzeige

In Zeiten des Darknet wandern Drogengeschäfte mehr und mehr in die Tiefen des Internets ab. Über Webshops können neben Kokain, Cannabis oder Crystal auch vollautomatische Waffen gekauft werden. "Es gibt im Darknet eine wahre Flut von Seiten, wo zum Beispiel auch Auftragsmörder geordert werden", erklärte Kriminalhauptkommissar Denny Speckhahn, Chef des neuen Cybercrime-Centers. Zuletzt konnten die in Eberswalde angesiedelten Spezialisten einem 29-Jährigen Brandenburger das Handwerk legen, der über das Darknet Drogen verkaufte.

Bei all den Problemen mit den digitalen Kanälen: "Ich will deshalb aber nicht das Darknet abschaffen. Menschen müssen auch über verschlüsselte Kanäle die Möglichkeit haben sich zu bewegen", hob der LKA-Chef hervor. Das bedeute aber nicht, dass es für Cyberkriminelle in den virtuellen Welten freie Fahrt gebe, unterstrich Volkland. (mit Material der dpa) / (mho)

35 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Die "Zukunft der Polizei" auf der BKA-Herbsttagung: Zwischen Knöllchen-App und Augmented Police Reality

    BKA-Herbsttagung: Brexit, Knöllchen-App und Grenzsicherung im Mittelmeer

    Ein Kessel Buntes auf der BKA-Herbsttagung: Großbritannien stellte seine Pläne für den Brexit vor, die Niederlande zeigten die Polizeiarbeit mit Knöllchen-App und Augmented Police Reality. Dazu zeigte Microsoft seine Vision der Polizeiarbeit der Zukunft.

  2. Missing Link: Das Phantom der Polizei, oder: die Digitalisierung der Phantombilder

    Missing Link: Das Phantom der Polizei, oder: Wie Phantombilder digital entstehen und wo die Probleme liegen

    Ein schwieriges Unterfangen: Zeugenaussagen zu Phantombilder machen, die dann möglicherweise in die Öffentlichkeit gegeben werden. Die Digitalisierung hielt auch hier Einzug - und neue Aspekte wie Datenspeicherung und Persönlichkeitsrecht.

  3. Twitternde Polizei: Dein Freund und Follower in der Kritik

    Polizei

    Ohne Twitter und Facebook geht es auch bei der Polizei nicht mehr: Die Bevölkerung warnen, Großeinsätze begleiten und manchmal auch kuriose Fälle öffentlich machen. Für Experten und Politiker eine heikle Entwicklung. Die Polizei könnte zu weit gehen.

  4. Cyber-Versicherung: Allianz will Apple- und Cisco-Kunden bessere Konditionen einräumen

    Apple

    Eine Partnerschaft zwischen Apple, Cisco, Allianz und Aon soll Unternehmen dabei helfen, sich besser vor Hackerangriffen zu schützen. Der Versicherungskonzern räumt dafür Sonderkonditionen ein.

  1. Was wollten die Behörden mit Amri?

    Untersuchungsausschuss in Berlin befragt Staatsschutz-Chefs aus Nordrhein-Westfalen und der Hauptstadt - Sollte Amri fünf Tage vor dem Anschlag festgenommen werden?

  2. Black Box Amri: Hatte ein zweiter V-Mann Kontakt zu dem Attentäter?

    Im Untersuchungsausschuss in Berlin treten immer mehr Widersprüche auf - Tabu um unbekannte "V-Person" - Amri doch kein Einzeltäter?

  3. NSU-Zeugen im Schonwaschgang

    Untersuchungsausschuss in Stuttgart befragt Sven Rosemann, Stephan L. und Markus Fr. - Warum soll zweite Waffenlieferkette verschleiert werden?

  1. Vorstellung: Ford Ka+ Facelift

    Ford Ka+

    Nach nur anderthalb Jahren wird der pragmatische Ford Ka+ überarbeitet, bleibt sich im Kern aber treu. Abgesehen von etwas Detailarbeit bringt das Facelift vor allem Neuerungen bei Infotainment und Motoren, wobei Ford sich an einem Punkt viel Zeit lässt - wie die Konkurrenz

  2. Vorstellung: Ford Focus

    Ford Focus

    Ford stellt in London den vierten Focus vor. Der tritt ein schweres Erbe an, war der Vorgänger doch über Jahre das meistproduzierte Auto der Welt. Der Neue hat jedoch gute Chancen, daran anzuknüpfen, denn Ford hat alte Schwächen beseitigt

  3. Infotainment im Test: Mercedes MBUX

    Mercedes

    Autohersteller geizen mit Rechenleistung, davon konnte man bisher von wenigen Ausnahmen abgesehen immer getrost ausgehen. Doch mit dem Infotainment-System in A-Klasse und Sprinter gibt Mercedes jetzt richtig Gas in Sachen Rechenleistung, Entwicklungszeit und Software-Vertrieb

  4. Ausprobiert: Porsche Classic Radio-Navigationssystem

    Porsche, Infotainment

    2010: Porsches erster Versuch einer Infotainment-Einheit für alte Porsches war gut, aber den Kunden nicht gut genug. 2015: Ein neues System soll da abhelfen. Wir fahren bei Porsche vor und probieren kurz aus

Anzeige