Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.734.489 Produkten

Sascha Mattke 29

Blockchain-Technologie soll Integration von erneuerbaren Energien effizienter machen

Blockchain-Technologie soll Integration von erneuerbaren Energien effizienter machen

Das heutige Infrastruktur ist nicht darauf ausgerichtet, dass Strom zunehmend dezentral und aus erneuerbaren Quellen produziert wird. Blockchains könnten nach Ansicht von Experten viele dieser Probleme lösen.

Der Umgang mit erneuerbaren Energien im bisherigen System der Stromversorgung "nervt" und behindert Investitionen in mehr umweltfreundliche Produktionskapazität. Das sagt Jesse Morris, ein Energieexperte am Rocky Mountain Institute. Ein neues System auf der Grundlage von Blockchain-Technologie könnte das nach seiner Ansicht ändern. Zusammen mit dem österreichischen Blockchain-Startup Grid Singularity hat sein Team deshalb die nicht gewinnorientierte Organisation namens Energy Web Foundation (EWF) gegründet, die eine Blockchain speziell für den Strommarkt entwickelt. Das berichtet Technology Review online in "Strom handeln mit Blockchains".

Anzeige

Lesen Sie dazu auch:

Wenn ein Erneuerbaren-Kraftwerk heute eine Einheit Strom erzeugt, gibt ein Zähler Daten aus, die in einer Tabelle protokolliert werden. Die Tabelle wird dann an einen Dienstleister geschickt, der die Daten in ein neues System eingibt und ein Zertifikat ausstellt. Zwischen den Käufern und Verkäufern dieser Zertifikate steht eine weitere Gruppe von Intermediären, und noch eine weitere Partei verifiziert nach dem Kauf die Zertifikate. Wie wäre es, wenn der Zähler stattdessen direkt in die Blockchain schreiben würde? Die meisten Probleme wären auf einen Schlag gelöst, sagt Morris.

Viele Energieexperten sind überzeugt, dass Blockchain-Technologie darüber hinaus das Potenzial hat, eine grundlegende Transformation moderner Stromnetze einzuleiten. Die neue EWF-Stiftung hat Anfang Oktober ihre eigene Blockchain gestartet, die laut Morris "speziell auf den Energiesektor abgestimmt" ist. Mit Ethereum als Grundlage soll das Netz zu einer Testumgebung für viel versprechende Anwendungen werden. Während der Tests werden Transaktionen von zehn großen Energieunternehmen validiert, die als Partner unterschrieben haben.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

29 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Blockchain für die Gesundheitsbranche soll Austausch medizinischer Daten vereinfachen

    Blockchain für die Gesundheitsbranche soll Austausch medizinischer Daten vereinfachen

    Das Medizinwesen wird digital, doch häufig kommen dabei isolierte Systeme zum Einsatz, die den Austausch von Daten erschweren. In den USA arbeiten Forscher deshalb an einer einheitlichen Lösung auf Blockchain-Basis.

  2. Mit den eigenen Gen-Daten per Blockchain handeln

    Neuer Sequenzierungsanbieter will Kunden mit Gen-Daten handeln lassen

    Wer bei kommerziellen Anbietern sein Genom analysieren lässt, kann bislang nicht vom Verkauf solcher Daten für medizinische Studien profitieren. Ein neues Unternehmen will das mit Blockchain-Technik ändern.

  3. IOTA: Marktplatz-Kryptowährung mit steilem Anstieg im Schatten von Bitcoin

    Marktplatz-Kryptowährung verzeichnet steilen Anstieg im Schatten von Bitcoin

    Neben Bitcoin hat sich eine ganze Reihe von alternativen Kryptowährungen entwickelt. Ein Konzept aus Deutschland soll zum Aufbau von dezentralen Daten-Marktplätzen dienen – und kommt ganz ohne Blockchain aus.

  4. Blockchain für Solaranlagen-Netz: Start-up will mit Community-Angebot das Stromnetz stabilisieren

    Start-up Sonnen will mit Community-Angebot das Stromnetz stabilisieren

    Wenn viele tausend private Batterien virtuell zusammengeschaltet werden, entsteht ein ansehnlicher Speicherpool für überschüssigen oder kurzfristig benötigten Strom. Ein solches Konzept wird jetzt mit Blockchain-Technologie realisiert.

  1. Strom handeln mit Blockchains

    Strom handeln mit Blockchains

    Trotz des Booms bei erneuerbaren Energien ist die Infrastruktur für Stromversorgung noch immer auf zentrale Versorgung ausgerichtet. Blockchain-Technologien sollen den Umgang mit ihnen deutlich effizienter machen.

  2. Statistik der Woche: Kryptowährungen boomen

    Statistik der Woche: Kryptowährungen boomen

    Der Bitcoin ist auf einem Allzeithoch und neue Kryptowährungen schießen aus dem Boden. Welche verbreitet sind, zeigt unsere Infografik.

  3. TR: Wegbereiter

    Übernachten in der Digitalisierungslücke

    Zum vierten Mal kürt Technology Review die 50 innovativsten Unternehmen des Jahres. Das entscheidende Kriterium für die Auswahl: bahnbrechende Ideen und wegweisende Fortschritte.

  1. Denkt an die Fische! PETA rügt Far Cry 5, weil man darin angeln kann

    Denkt an die Fische: PETA rügt Far Cry 5, weil man darin angeln kann

    Spiele wie Far Cry 5 dürfen in Deutschland nicht mehr auf den Markt kommen, fordert die Tierschutzorganisation PETA. Der Grund: Man kann darin angeln. Es ist nicht das erste Mal, dass PETA die Gaming-Community provoziert.

  2. Fahrbericht: Lamborghini Urus

    Lamborghini

    Er verspricht mit immerhin 650 PS reichlich Fahrdynamik, muss dabei allerdings auch ein Leergewicht von 2,2 Tonnen durch die Gegend wuchten. Er braucht Reifen, mit denen man bis zu 305 km/h fahren kann und soll trotzdem auch im Gelände überzeugen. Kann der Lamborghini Urus diese Widersprüche auflösen?

  3. Löschanlagen-Ton zerstört Festplatten in schwedischem Rechenzentrum

    Rechenzentrum

    Der extrem laute Ton einer Gaslöschanlage hat in einem Rechenzentrum in Schweden zahlreiche Festplatten beschädigt. Der Börsenhandel in Skandinavien war deshalb stundenlang beeinträchtigt.

  4. Kanadisches Gericht beharrt auf weltweiter Google-Zensur

    Canada Place

    Kanadische Gerichte verpflichten Google dazu, bestimmte Links aus dem Index zu löschen, und zwar weltweit. Die Verfügung widerspricht US-Recht, doch die kanadische Justiz bleibt hart.

Anzeige