Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.703.355 Produkten

Volker Weber 203

BlackBerry patzt erneut bei den Android-Updates

BlackBerry patzt erneut bei den Android-Updates

DTEK60 und DTEK50

Bild: Volker Weber

Seit gut einem Monat warten DTEK-Nutzer auf die vollmundig versprochenen Updates. Die Geräte sind auf dem Mai-Sicherheitsstand. BlackBerry kommentiert die Misere mit donnerndem Schweigen.

Im Forum der BlackBerry-Fansite Crackberry.com erhitzen sich die Gemüter ob fehlender Android-Updates für die Touchscreen-BlackBerry DTEK50 und DTEK60. Beide Geräte sind noch auf dem Patchlevel vom 5. Mai, das PRIV erhielt nach dem Patch vom 5. Juni lediglich einen 14 MB großen Patch auf den 1. Juli. Das BlackBerry-SIRT kündigt zwar monatlich ein neues Release an, aber das kommt bei den DTEK-Kunden nicht an.

Anzeige

Außerdem wird zunehmend deutlich, dass BlackBerry das PRIV und die beiden DTEK-Modelle nur noch abverkauft. Ein eigenes Kundenforum betreiben die Kanadier nicht mehr. Crackberry.com ist der einzige Anlaufpunkt, BlackBerry-Mitarbeiter sind dort jedoch nicht zu finden.

BlackBerry hat sich vom Hardware-Geschäft mit Smartphones verabschiedet und lizenziert die Marke an andere Hersteller. Der größte ist TCL, ein chinesisches Unternehmen, das außerdem noch die Rechte an Alcatel und Palm hält. TCL ist auch der Hersteller, der für BlackBerry die DTEK50 und DTEK60 produziert hat.

BlackBerry vermarktete das DTEK50 als das sicherste Android-Smartphone und begründete das unter anderem mit den pünktlichen Updates jeweils zur Veröffentlichung des Sicherheits-Bulletins durch Google. In der Tat hatte BlackBerry mit dem ersten Android-Gerät PRIV stets die Updates pünktlich geliefert. Bereits mit dem DTEK50 sollte diese Serie abreißen.

BlackBerry KEYone läuft unter Android 7.1.1, die älteren Geräte unter Marshmallow 6.0.1.
BlackBerry KEYone läuft unter Android 7.1.1, die älteren Geräte unter Marshmallow 6.0.1. (Bild:  BlackBerry Mobile )

TCL tritt als BlackBerry Mobile auf und ist für die Entwicklung, den Vertrieb und den Service des neuen Tastatur-Smartphones KEYone verantwortlich. Für die DTEKs ist nur BlackBerry selbst zuständig, aber äußert sich nicht.

Man muss nicht einmal vermuten, dass BlackBerry die Geräte und die Kunden aufgegeben hat. Das sehr kleine PRIV-Update vom 1. Juli lässt eher darauf schließen, dass die Software-Entwickler "Land unter" sind. Es reicht nicht aus, monatlich neue Builds zu bauen, sondern diese müssen auch für die Verteilung getestet und zertifiziert werden.

Da TCL gerade den Launch eines zweiten neuen Smartphones als Nachfolger der beiden DTEK vorbereitet, muss BlackBerry für ein weiteres Gerät die Software liefern und wird im Zweifel zunächt dieser Verpflichtung nachkommen. Das von vielen Fans erwartete Nougat-Update für die alten Geräte erscheint in dieser Situation als nahezu ausgeschlossen. BlackBerry hat ein solches Update niemals versprochen und wird auch keine zukünftigen Umsätze mehr mit den DTEKs oder dem PRIV machen. (vowe)

203 Kommentare

Anzeige
  1. BlackBerry liefert keine Updates mehr für PRIV

    BlackBerry liefert keine Updates mehr für PRIV

    Die größte Befürchtung der BlackBerry-Kritiker trifft ein. Genau zwei Jahre nach Vorstellung des PRIV beendet BlackBerry die Versorgung mit monatlichen Updates. Alternativen gibt es nicht.

  2. Keine Upgrades mehr für BlackBerry PRIV

    Keine Upgrades mehr für BlackBerry PRIV

    Alex Thurber, bei BlackBerry für das Mobilgeschäft verantwortlich, hat in einem Interview bestätigt, was viele bereits vermuteten: Der BlackBerry PRIV bleibt auf Marshmallow.

  3. Blackberry liefert monatliche Sicherheitsupdates für alle Geräte

    BlackBerry liefert monatliche Sicherheitsupdates für alle Geräte

    Im November war Blackberry aus dem Tritt geraten, versprochene Sicherheitsupdates für das DTEK50 kamen erst im Dezember. Nun hat sich die Versorgung wieder stabilisiert.

  4. Ist das BlackBerry KEYone ein Verkaufsschlager?

    BlackBerry KEYone

    Die Ära der BlackBerry-Smartphones schien endgültig vorbei. Doch nun landet TCL mit dem KEYone ein überraschendes Comeback. Es mag an kleinen Liefermengen liegen, aber das Gerät ist schnell ausverkauft.

  1. Software-Updates für Android - so klappt’s

    Software-Updates für Ihr Android-Smartphone durchzuführen ist ganz einfach. Hier erfahren Sie, wie es funktioniert.

  2. Android: Gerätemanager einrichten - so geht's

    Der Android-Geräte-Manager ("Find My Device") hilft, wenn Sie Ihr Smartphone verloren haben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die App richtig einrichten.

  3. Android orten - so finden Sie Ihr Smartphone wieder

    Sie haben Ihr Android-Handy verloren und möchten es wiederfinden? Wir zeigen Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie das geht.

  1. KI-Forschung und erste Anwendungsschrittchen: Roboter Josie hilft Passagieren am Flughafen

    Roboter Josie hilft Passagieren am Flughafen

    Wann geht mein Flug? Wie finde ich das richtige Gate? Und wo bekomme ich einen Kaffee? Klassische Fragen von Reisenden am Flughafen. In München beantwortet sie seit kurzem eine neue "Mitarbeiterin", die auch schon mal Luftgitarre spielt.

  2. Demnächst für Android und iOS: Googles Bildanalyse Lens erkennt Pflanzen, Tiere und mehr

    Google-Bilderkennung Lens für alle Android-Smartphone und sogar iOS

    Googles leistungsfähiges Foto-Analyse-Tool Lens funktionierte bislang nur mit Pixel-Smartphones. Nun will Google alle Android- und sogar iOS-Telefone damit ausstatten: Lens wird Bestandteil der "Fotos"- und "Assistant"-Apps.

  3. Wochenrückblick Replay: macOS-Umstieg, brutales Tracking, Bitcoin-Beutezug

    Wochenrückblich Replay: macOS-Umstieg, brutales Tracking, Bitcoin-Beutezug

    Heise feiert die hunderstste Folge seiner Show und foltert sich selbst. Außerdem dabei: Knöllchen vom Smartphone, ein Leak von Samsung S9 und hartnäckige Tracker.

  4. Massaker in Florida: Trump nimmt Gewalt in Computerspielen ins Visier

    Donald Trump

    US-Präsident Donald Trump beklagt nach dem bewaffneten Überfall auf eine Schule in Florida den hohen "Grad an Gewalt in Videospielen", der "die Gedanken junger Menschen prägt". Dagegen müsse etwas getan werden.

Anzeige