Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.684.020 Produkten

157

Baden-Württemberg will mehr Frauen und ausländische Akademiker für IT-Berufe

Xing AG

Bild: dpa, Georg Wendt

Einer Studie nach gibt es im Südwesten zu wenige IT-Fachkräfte. Das liegt gleich an mehreren Faktoren. Frauen und ausländische Experten sollen die Lösung des Problems sein.

Angesichts des IT-Fachkräftemangels im Südwesten will das Wirtschaftsministerium verstärkt Frauen für
einen Beruf in der Digitalbranche begeistern. Nur 17 Prozent aller Beschäftigten dort seien weiblich, heißt es in einer Studie der Wirtschaftsforschung "WiFOR", die am Montag in Stuttgart vorgestellt wurde. Im Vergleich liegt der durchschnittliche Frauenanteil aller Berufe in Baden-Württemberg bei etwa 46 Prozent. "Es muss uns gelingen, mehr Frauen für IT-Berufe zu gewinnen", sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).

Anzeige

Damit soll versucht werden, dem Fachkräftebedarf Herr zu werden: Bis 2030 werden der Studie nach rund 6700 IT-Experten in dem Bundesland fehlen – mehr als doppelt so viele wie derzeit. Heute sind es nach "WiFOR"-Angaben 3000 IT-Spezialisten zu wenig. Der steigende Bedarf liege aber auch am demografischen Wandel und an den wachsenden Herausforderungen in den IT-Berufen. Zwar sei der Engpass noch "moderat", kleinere und mittlere Unternehmen nähmen das im Einzelfall aber ganz anders wahr, betonte Projektleiterin Sandra Hofmann.

Die Fachkräfte-Allianz, bestehend aus Wirtschaftsministerium sowie Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden, will auch mehr Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten anbieten. Insgesamt stellt das Wirtschaftsministerium für entsprechende Maßnahmen wie etwa "Girl's Digital Camps", also Lernkurse für Mädchen außerhalb des regulären Unterrichts, rund fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Zusätzlich soll Baden-Württemberg attraktiver für ausländische Akademiker gemacht werden. Die Ministerin wolle sich auf Bundesebene um eine erleichterte Zuwanderung von Fachkräften bemühen. Der Zuzug müsse sich aber am Bedarf orientieren. Dem Landesvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftbunds (DGB), Martin Kunzmann, bereitet ein ganz anderes Thema Bauchschmerzen: Die Zahl der Studienabbrecher an den Hochschulen Baden-Württembergs müsse deutlich verringert werden. Derzeit schmissen rund 45 Prozent der Informatikstudenten frühzeitig hin. (dpa) / (axk)

157 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Forscher: Deutschland droht bis 2040 großer Fachkräftemangel

    Menschenmenge

    Es ist eine düstere Prognose, die Experten abgeben: Die einen sind zu alt für einen Job, den anderen fehlt das Fachwissen. Bis 2040 könnten in Deutschland 3,3 Millionen qualifizierte Arbeitnehmer fehlen. Zeit zum Handeln, finden Wissenschaftler.

  2. Bundesregierung: Fachkräftemangel nicht "flächendeckend", aber "riesengroße Herausforderung"

    Fachkräfte, Büro, Arbeitsplätze

    Das Bundeskabinett stellt in seinem vierten Bericht zum Fachkräfte- und Nachwuchsmangel fest, dass es sich dabei noch nicht um ein "flächendeckendes" Problem handle. "Aussitzen ist nicht", warnt Ressortchefin Nahles aber.

  3. Missing Link: Das Phantom der Polizei, oder: die Digitalisierung der Phantombilder

    Missing Link: Das Phantom der Polizei, oder: Wie Phantombilder digital entstehen und wo die Probleme liegen

    Ein schwieriges Unterfangen: Zeugenaussagen zu Phantombilder machen, die dann möglicherweise in die Öffentlichkeit gegeben werden. Die Digitalisierung hielt auch hier Einzug - und neue Aspekte wie Datenspeicherung und Persönlichkeitsrecht.

  4. Fachkräftemangel: Weiter steigender Bedarf an IT-Fachkräften

    Fachkräfte, Büro, Arbeitsplätze

    20 Prozent mehr Stellen für IT-Profis waren in den 12 Monaten bis August 2017 ausgeschrieben als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor, analysiert der Personaldienstleister Adecco - was die Diskussion um Fachkräftemangel weiter anheizen dürfte.

  1. Windkraft: Die letzten fetten Jahre?

    Die Energie- und Klimawochenschau: Vom boomenden Markt für Windkraftanlagen, allerlei Ausbauhindernissen und einer sich erwärmenden Arktis

  2. Googeln Sie mal "von vorgestern", Mr. Damore

    Das im viel diskutierten "Google Manifest" formulierte Frauenbild scheint rückständig - ist jedoch aktueller denn je. Zeit für eine Debatte über einen neuen Typus "sozial verträglicher Mann"

  3. Warum wir das bedingungslose Grundeinkommen brauchen

    Ein weiterer Auszug aus dem Buch "Sonst knallt's - Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen"

  1. Kim Dotcom hat geheiratet - und will Neuseeland verklagen

    Kim Dotcom hat geheiratet - und will Neuseeland verklagen

    Auf Twitter hat der umstrittene Internetunternehmer Kim Schmitz (44) seine Hochzeit bekannt gegeben.

  2. Fahrbericht: Ford Expedition 2018

    Ford Expedition

    In den USA herrschen, was die richtige Fahrzeuggröße angeht, vielfach andere Vorstellungen als in Europa. Ein Ausflug mit dem für europäische Verhältnisse riesigen, auf dem US-Markt recht populären Ford Expedition 2018 zeigt dies eindrücklich

  3. Fataler Konstruktionsfehler im besonderen elektronischen Anwaltspostfach

    Fataler Konstruktionsfehler im besonderen anwaltlichen Postfach?

    Markus Drenger und Felix Rohrbach vom Chaos Darmstadt haben ihre Erkenntnisse zum beA am Dienstagabend an der TU Darmstadt erneut präsentiert. Und es sieht ganz danach aus, dass die Client-Software einen irreparablen Konstruktionsfehler hat.

  4. Korg Prologue: Synthesizer-Flaggschiff verbindet analoge und digitale Klangerzeugung

    Korg Prologue: Synthesizer-Flaggschiff verbindet analoge und digitale Klangerzeugung

    Der 16-fach polyphone Prologue-16 verknüpft die analoge Tonerzeugung des Minilogue mit digitalen Oszillatoren und Effekten, die sich per Software am PC manipulieren lassen. Der Sound ist gewaltig.

Anzeige