Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Andreas Wilkens 49

Australien lehnt Huawei als Netzwerkausrüster ab

Die australische Regierung schließt den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei von den Ausschreibungen für das Projekt National Broadband Network (NBN) aus. Als Grund gibt die Regierung laut australischen Medienberichten Sicherheitsbedenken vor dem Hintergrund zunehmender Cyber-Attacken aus China an. Premierministerin Julia Gillard verteidigte die Entscheidung aus dem vorigen Jahr, die nun bekannt wurde, als "wohl bedacht". Die Regierung sei dafür verantwortlich, dass die Infrastruktur wie vorgesehen funktioniere, und habe deshalb diese Entscheidung getroffen.

Die australische Regierung hat sich laut einem Bericht des Magazins Financial Review vom Geheimdienst Australian Security Intelligence Organization (ASIO) leiten lassen. Huawei habe GPON-Technik (Gigabit Passive Optical Network) liefern wollen. Die Chinesen blieben aber in Australien aktiv: Vodafone habe für den Ausbau seines Netzes in New South Wales Huawei einen Auftrag im Wert von einer Milliarde australischer Dollar (derzeit knapp 800 Millionen Euro) erteilt und wolle davon nun nicht abrücken.

Australien will 36 Milliarden australische Dollar (28 Milliarden Euro) in den Ausbau seines Breitbandnetzes NBN stecken. Ziel der Regierung ist es, 93 Prozent der australischen Haushalte, öffentlichen Institutionen und Unternehmen über Festnetz, Glasfaser und Satellit an das Netz anzuschließen. Das Land will so zu den führenden Ländern aufschließen. Laut einer OECD-Liste von Juni 2011 rangiert Australien bei der Breitbandabdeckung auf dem 21. von 34 Plätzen.

Huawei – hinter Ericsson zweitgrößter Netzwerkaustrüster weltweit – stieß im vergangenen Jahr auch in den USA auf Kritik. Wegen Sicherheitsbedenken eines Regierungsausschusses sagte das Unternehmen die Übernahme des bankrotten US-Serverspezialisten 3Leaf Systems ab. Im November sah der Geheimdienstausschluss des US-amerikanischen Repräsentantenhauses in der Expansion chinesischer Telekommunikationskonzerne in die USA eine Bedrohung für die nationale Sicherheit. 2008 scheiterte Huaweis Versuch, 3Com zu übernehmen. (anw)

49 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Gebote für Toshibas Speichersparte steigen

    Gebote für Toshibas Speichersparte steigen

    Der Auftragsfertiger Foxconn soll Medienberichten zufolge ein Angebot für Toshibas Speichersparte abgegeben haben. Angeblich will das Unternehmen 27 Milliarden Dollar bieten.

  2. Der Server-Markt schrumpft weiter

    Rechenzentrum des TÃœV Nord

    Die Marktforscher von Gartner und IDC schätzen den stark wachsenden Server-Anbieter Huawei höchst unterschiedlich ein, sind sich aber einig, dass im vierten Quartal 2016 das Server-Geschäft schwächelte.

  3. Hackerangriff auf US-Personalbehörde: Chinesischer Verdächtiger festgenommen

    Große Cyberspionage-Kampagne entdeckt

    In den USA wurde ein chinesischer Hacker verhaftet, der verdächtigt wird, an dem 2014 verübten Einbruch in Server des Office of Personnel Management beteiligt gewesen zu sein. Damals waren Millionen von Daten, etwa zu Fingerabdrücken gestohlen worden.

  4. Studie: Chinas Hightech-Pläne bedrohen Wachstum in Deutschland

    Chinesische Flagge

    Chinas Einkaufstour im Westen zielt vor allem auf Technologiefirmen. Jetzt betonen Experten die Risiken der neuen Industriepolitik Pekings: Am Ende gehe es darum, ausländische durch chinesische Technologien zu ersetzen.

  1. Nauru: Die Kehrseite der Flüchtlingspolitik Australiens

    Geleakte Dokumente berichten von sexuellen Übergriffen, Gewalt, Selbstverletzungen und Suizidversuchen im Flüchtlingslager der Pazifik-Insel

  2. Strahlende Olympiade

    Die Energie- und Klimawochenschau: Von olympischen Spielen in Fukushima, sinkenden Solarmodulpreisen, Rekordtemperaturen im September und optimistischen Aussichten für die Erneuerbaren

  3. Solarpreise brechen ein

    Die Energie- und Klimawochenschau: Von Preiskämpfen, rückwärtsgewandter Industriepolitik und Patagoniens Windrädern

  1. iOS 11 steht zum Download bereit: iPhone und iPad werden produktiver

    iOS 11 iPad

    Ein Datei-Manager und grundlegenden Neuerungen vereinfachen die Arbeit mit iPhone und iPad. ARKit öffnet die Tore für eine Flut an Augmented-Reality-Apps. Alte iPhones und Apps müssen draußen bleiben.

  2. Notfall-Robotik: Bodenroboter bewähren sich an den Ventilen

    ERL Emergency: Bodenroboter bewähren sich an den Ventilen

    Während des Roboterwettbewerbs ERL Emergency konnten die ersten Roboter Aufgaben absolvieren. Bodenroboter manövrierten in Gebäuden und schlossen Ventile. Die Unterwasserroboter konnten weniger glänzen.

  3. Studie: Deutschland verfehlt EU-Ziel für erneuerbare Energien

    Studie: Deutschland verfehlt EU-Ziel für erneuerbare Energien

    Ökostrom stärker fördern, den Ausbau deckeln oder alles dem Markt überlassen? Darüber streiten Experten und Parteien. Der Bundesverband Erneuerbare Energien warnt: So, wie es jetzt läuft, schafft Deutschland die EU-Vorgaben nicht.

  4. Magnetfeld-Ladestation Pi: Smartphones und Tablets kontaktlos laden

    Drahtlos-Ladestation Pi: Smartphones und Tablets kontaktlos laden

    Ein US-Startup hat ein Aufladesystem für Mobilgeräte vorgestellt, das ohne Kabel oder Auflagefläche auskommt. Die Geräte müssen sich lediglich in der Nähe der Ladestation befinden.

Anzeige