Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.529.859 Produkten

Leo Becker 80

Apple vs. Samsung: Kein Einblick ins iPhone 5 für die Südkoreaner

Samsung ist mit dem Versuch gescheitert, im Ideenklau-Streit mit Apple schon jetzt das iPhone und iPad der nächsten Generation zu Gesicht zu bekommen. Die zuständige Richterin lehnte den Antrag in einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung ab. Samsung habe die Forderung nicht ausreichend begründen können.

Die Bezirksrichterin Lucy Koh hatte Samsung zuvor dazu verdonnert, Apples Anwälten drei Smartphones und zwei Tablet-Computer zur Untersuchung vorzulegen, die zwar schon angekündigt, aber noch nicht
im Handel erhältlich sind. Kurz darauf wollte auch Samsung Prototypen des nächsten iPhones und iPads sehen – mit der Begründung, dies sei zur Abwehr einer möglichen einstweiligen Verfügung gegen Produkte des südkoreanischen Konzerns notwendig. Apple konterte, Samsung kopiere mit seinen angefochtenen Geräten nicht zukünftige, sondern aktuelle Produkte des Konzerns und konkurriere mit ihnen.

Apple hatte im Mai Zugang zu neueren Modellen von Samsung gefordert – mit der Begründung, es müsse geprüft werden, ob es in ihnen ebenfalls Patentverletzungen gebe. Die Richterin beschloss, dass Samsung, wie von Apple verlangt, die Telefone Galaxy S2, Infuse 4G, Infuse 4G LTE sowie die Tablet-Computer Galaxy Tab 8.9 und Galaxy Tab 10.1 vorlegen müsse. Allerdings sollen nur Anwälte und keine Apple-Mitarbeiter sie zu Gesicht bekommen.

Zugleich machte die Richterin aber deutlich, dass sie auch Argumente gegen eine einstweilige Verfügung zugunsten von Apple sieht. "Samsung steht es frei, zu argumentieren, dass die Wahrscheinlichkeit von Verwechslungen gering ist, weil Verbraucher die Produkte nicht Seite an Seite mit dem iPhone 4 oder dem iPad 2 antreffen werden, sondern mit den nächsten Generationen von iPhone und iPad", schrieb sie unter anderem. Außerdem könne Samsung anführen, dass Apple bald den Preis für die aktuellen Modelle reduziere, sodass die Geräte der beiden Hersteller unterschiedliche Käufergruppen ansprechen.

Wenn Apple eine Verfügung gegen den Verkauf von Samsung-Geräten erstreiten sollte, würde dies dem US-Konzern in dem Rechtsstreit einen entscheidenden Vorteil gewähren, betont etwa der deutsche Patent-Experte Florian Müller. Die Amerikaner könnten Samsung dann zum Beispiel zu einer schnellen Einigung drängen, schrieb Müller in seinem Blog.

Apple und Samsung werfen sich gegenseitig Ideenklau vor. Den ersten Schritt machte Apple mit einer Klage in den USA, mit dem Vorwurf, Samsung kopiere bei seinen Handys und Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android Technik und Design von iPhone und iPad. Speziell verglich Apple damals sein iPhone 3GS mit Samsungs Telefon Galaxy S. Der koreanische Konzern konterte mit Patentklagen in mehreren Ländern. Den Streit macht besonders interessant, dass Samsung auch ein wichtiger Apple-Zulieferer ist. Zuletzt aktualisierte Apple seine Vorwürfe und weitete sie dabei unter anderem auch auf das Nachahmen des iPhone 4 aus. (mit Material von dpa) / (lbe)

80 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Samsung verbucht höheren Gewinn

    Samsung verbucht höheren Gewinn

    Der frühe Verkaufsstart von Samsungs neuen Flaggschiff-Smartphones hat sich ausgezahlt. Die Südkoreaner schneiden im ersten Quartal besser als erwartet ab.

  2. Übernächstes iPhone angeblich mit gebogenem Bildschirm

    Samsung S6 Edge+

    Für seine 2017er Smartphone-Generation plant Apple einem Bericht zufolge die Verwendung eines Dual-Curve-OLED-Displays, wie man es vom Galaxy Edge kennt.

  3. iPhone-6-Akkubrände in China: Apple verweist auf externe Beschädigungen

    Apple

    Acht chinesische iPhone-Nutzer haben sich an lokale Verbraucherschützer gewendet, nachdem angeblich der Akku ihres iPhone 6 in Brand geriet. Laut Apple lag an den betroffenen Geräten ein externer Schaden vor – es gebe keinen Grund zu Besorgnis.

  4. Das kleine iPad Pro ist langsamer als das große

    Nachfolger vom iPad Air 2 heißt auch iPad Pro

    Der A9X-Chip in Apples neuem 9,7-Zoll-Tablet ist geringer getaktet als der in seinem großen Bruder. Zudem ist weniger RAM eingebaut. Zur Nutzung älteren Zubehörs sprach Apple eine Warnung aus.

  1. iPhone 8, neue Macs und kein iCar: Was wir 2017 von Apple erwarten – und was nicht

    Apple-Store in Hamburg

    Noch hat das neue Jahr kaum begonnen, doch die Gerüchteküche in Sachen iPhone und Co. ist bereits in vollem Schwung. Mac & i wagt einen Ausblick auf das Apple-Jahr 2017, ordnet Spekulationen ein und erklärt, was aus Cupertino kommen könnte.

  2. Google-Tablet Pixel C: Ein bisschen Notebook

    Google-Tablet Pixel C: Ein bisschen Notebook

    Das neue Google-Tablet heißt nicht Nexus, sondern Pixel C. Es lockt mit Top-Hardware, schickem Metall-Design und ein magnetisches Tastatur-Dock: Für einen richtigen Notebook-Ersatz fehlen ihm aber noch ein paar Dinge.

  3. Apples 2016 – ein Jahr voller Tumulte

    Apple-Logo

    Es war ein schwieriges Jahr für den iPhone-Hersteller: Neben dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einer Dekade musste der Konzern mit Software-Problemen und heftiger Kritik an Produktentscheidungen kämpfen – zuletzt beim neuen MacBook Pro. Das zurückliegende Jahr verrät auch manches über Apples Zukunftspläne.

  1. Nintendo Switch Hands-on: Zelda ruckelt auf dem Fernseher

    Nintendo Switch Hands-on: Die Wollmilchkonsole, die Eier legt

    Nintendo führte in Offenbach die finale Hardware der neuen Spielkonsole mit ersten Spielen vor. Das Zugpferd Zelda kam in der Vorabversion allerdings noch ins Straucheln.

  2. IT-Dienstleister CSC will mit HP Enterprise zum führenden Player aufsteigen

    Cloud

    Kerngeschäft des neuen Unternehmens nach dem Zusammenschluss mit HPE soll die Beratung und Begleitung der digitalen Transformationsprozesse in den "Schlüsselindustrien" sein, betonte der Deutschland-Chef von CSC.

Anzeige