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Martin Fischer 38

Angriff auf Intel Xeon: ARM-Serverprozessor Ampere mit 32 Kernen

Angriff auf Intel Xeon: ARM-Serverprozessor Ampere A1 mit 32 Kernen

Ampere

Unter der Leitung der ehemaligen Intel-Chefin Renee James stellt die junge Firma Ampere einen ersten Server-Prozessor vor, der 32 ARMv8-Kerne enthält und mit einer TDP von 125 Watt auskommt.

Ampere Computing – ein im Oktober 2017 gegründeter Chipentwickler mit Hauptsitz in Silicon Valley – will Intel und Co mit ARMv8-Server-Prozessoren unter Druck setzen. Die Firma Ampere wird geführt von der ehemaligen Intel-Chefin Renee James und beschäftigt auch ehemalige Intel- (Atiq Bajwa, Rohit Avinash Vidwans) und AMD-Mitarbeiter (etwa K6-Entwickler Greg Favor). Insgesamt hat Ampere über 300 Mitarbeiter mit Teams in Santa Clara (Kalifornien), Portland (Oregon), Bangalore (Indien) und in Vietnam. Die Firma zielt mit ihren Prozessoren vor allem auf den Einsatz in Rechenzentren und Cloud-Computing-Serverfarmen.

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Ampere Computing
Blockdiagramm des Ampere A1 (Bild: Ampere Computing)

Der Ampere-Prozessor ist allerdings kein Unbekannter – er entspricht der dritten Generation der ARM-Serverprozessorfamilie X-Gene, die von Applied Micro entwickelt wurde. Die Firma Macom hatte Applied Micro im Jahr 2016 gekauft und später den X-Gene-Bereich wiederum an Carlyle als "Project Denver Holdings LLC (NewCo)" verkauft, welcher nun offenbar als Ampere Computing neu gegründet wurde.

32 ARM-v8-Kerne (64 Bit) stecken im Ampere-Prozessor, die im Turbo-Modus mit bis zu 3,3 GHz spezifiziert sind (PDF-Informationsdokument). Dazu kommen 32 KByte L1-Cache pro Kern, ein 256 KByte großer L2-Cache für jeweils zwei Kerne und ein globaler, 32 MByte großer L3-Cache. Hergestellt wird der Prozessor vom taiwanischen Auftragsfertiger TSMC im 16-nm-FinFET+-Verfahren. Ampere bietet außerdem acht Speicherkanäle (DDR4-2666) und erlaubt maximal 16 DIMMs pro Socket. Insgesamt sind also bis zu 1 TByte ECC-geschützter Speicher pro Socket möglich (16 × 64 GByte). Dazu kommen 42 PCIe-3.0-Datenleitungen und 4 × SATA 6G. Der Prozessor ist allerdings auch für das Spectre-Angriffsszenario anfällig. Die Thermal Design Power geben die Entwickler mit 125 Watt an. Der Prozessor soll noch im Jahr 2018 erscheinen.

Ampere konkurriert etwa mit dem Centriq 2400 von Qualcomm (bis zu 48 ARMv8-Kerne) und dem Thunder X2 von Cavium (bis zu 54 ARMv8-Kerne) – letztendlich aber auch mit den x86-Server-Prozessorfamilien Intel Xeon und AMD Epyc. (mfi)

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