Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.733.931 Produkten

Christian Wölbert 723

Amazon bekommt Abzock-Masche seit Jahren nicht in den Griff

Abzock-Masche auf Amazon.de läuft seit rund vier Jahren

Ein Amazon-Shop mit über 66.000 Lock-Angeboten von Betrügern.

Betrüger kapern die Shops von seriösen Amazon-Händlern und zocken unbedarfte Nutzer ab. Das Erstaunliche: Amazon schafft es seit rund vier Jahren nicht, das Treiben zu beenden.

Seit rund vier Jahren bekommt Amazon eine Abzockmasche auf seinem Online-Marktplatz nicht in den Griff, berichtet c't in der aktuellen Ausgabe. Mindestens seit Anfang 2013 stellen Betrüger günstige Lock-Angebote auf die Plattform, fordern Interessenten zur Kontaktaufnahme per Mail auf und bringen sie mit gefälschten Amazon-Bestellbestätigungen dazu, Geld ins Ausland zu überweisen. Die so bestellte Ware wird nie geliefert.

Anzeige

Die Betrüger eröffnen selbst Amazon-Shops oder kapern die Shops seriöser Händler. Gegenüber c't schilderte ein Händler, wie er auf eine gefälschte Amazon-Mail hereinfiel und Betrüger mit seinen Zugangsdaten in weniger als einer Stunde über 60.000 Fake-Angebote inserierten.

Die Masche sei "natürlich bei uns bekannt", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts Baden-Württemberg gegenüber c't. Die Zahl der Opfer ist allerdings unklar, da die Polizei in ihrer Statistik nicht nach Plattformen wie Amazon oder Ebay unterscheidet. 2015 wurden bundesweit 75.000 Fälle von "Warenbetrug mit Tatmittel Internet" angezeigt. Einer Studie zufolge wird nur jeder vierte Fall angezeigt.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beobachtet den "strategisch geplanten Dauerangriff" auf Amazon.de seit Anfang 2013. Sprecher Georg Tryba fordert Amazon auf, Nutzer an prominenter Stelle vor der Masche zu warnen – zum Beispiel auf den einzelnen Produktseiten oder wie viele Banken auf der Login-Seite oder der Startseite. Amazon wolle die Fragen der Verbraucherzentrale dazu aber "partout nicht beantworten".

Auf Anfrage von c't erklärte Amazon, dass man unzulässige Angebote sofort lösche, wenn man von ihnen erfahre. Rückfragen zu konkreten Schutzmaßnahmen beantwortete das Unternehmen allerdings nicht. Offen blieb deshalb zum Beispiel, ob Amazon plant, künftig Profi-Seller-Konten mit Upload-Funktion besser zu schützen. Durch die Upload-Funktion können Betrüger auf einen Schlag Zehntausende Fake-Angebote online stellen.

Lesen Sie dazu bei c't:

(cwo)
Anzeige

723 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Amazon sperrt Marketplace-Händler bei winzigem Verdacht

    Amazon sperrt Marketplace-Händler bei winzigem Verdacht

    Amazon holt nach langer Kritik an zu viel Toleranz gegenüber betrügerischen Shops nun offenbar mit einer großen Keule aus. Als unangenehme Nebenwirkung stehen derzeit viele harmlose Händler ohne Umsatz da.

  2. Hindernisse im Kampf gegen Fakeshops im Internet

    Einkaufen im Internet

    Das Einkaufen im Internet birgt die Gefahr, in einem Online-Shop einzukaufen, der gar nicht existiert. Das Geld ist dann futsch. Die Polizei stößt bei der Verfolgung solcher Betrügereien mit Fakeshops oft an ihre Grenzen und setzt deshalb auf Prävention.

  3. Verdächtige USB-Sticks mit "2 Terabyte" bei Amazon: Fälschungen entlarven, Datenverluste vermeiden

    Vermutlich gefälschte USB-Sticks mit vermeintlichen 2 TByte

    Obwohl die Betrugsmasche mit vermeintlichen 2-TByte-USB-Sticks für unter 50 Euro seit Jahren bekannt ist, kann man solche Sticks bei Amazon bestellen.

  4. Wie man mit gebrauchten High-End-Geräten spart

    Samsung

    Egal ob Smartphone, Monitor oder Notebook, neue Hardware geht ins Geld. Statt sich für Neuware in Unkosten zu stürzen, sollte man sich auf Gebrauchtmarkt umschauen. Denn dort wartet das ein oder andere Schnäppchen, wenn man ein paar Dinge beachtet.

  1. Amazon Suchverlauf löschen - so geht's

    Amazon Suchverlauf löschen - so geht´s

    Wie Sie den Suchverlauf Ihres Amazon-Accounts am einfachsten löschen können, erfahren Sie in diesem tipps+tricks-Artikel.

  2. Amazon Prime kündigen - so funktioniert's

    Sie möchten ihre Amazon Prime-Mitgliedschaft kündigen? Dann folgen Sie einfach unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung!

  3. Amazon Artikel zurücksenden - so geht's

    Ihnen gefällt Ihre Amazon-Bestellung doch nicht oder ein Artikel ist defekt? Wir zeigen Ihnen, wie Sie bestellte Ware ganz einfach zurückgeben.

  1. Kabellose Bluetooth-Kopfhörer: Neun Modelle im Test

    Kabellose Bluetooth-Kopfhörer: Neun Modelle im Vergleichstest

    Zwei winzige Ohrstöpsel, kein Kabel, keine Bügel – wem Komfort beim Musikhören wichtig ist, sollte zu kabellosen Ohrhörern greifen. Hält der Klang unter der gewonnenen Bewegungsfreiheit Schritt?

  2. Kommentar: Kollateralschaden für die Demokratie - das Maut-Konsortium Toll Collect und die Public-Private-Partnerships

    Toll Collect: Eine Belastung für das Land

    Seit fast 13 Jahren streitet sich der Bund mit dem Toll-Collect-Konsortium um mehrere Milliarden Euro. Das Beispiel zeigt: Die Idee der Public-Private-Partnerships ist gescheitert.

  3. Familiengeheimnisse

    Werden diese Woche die letzten Kennedy-Akten freigegeben?

  4. Zwischen Traumwelt und Alltag: Die Bilder der Woche (KW 16)

    Traumwelt und Alltag: Die Bilder der Woche (KW 16)

    Verspielte Wesen oder wettergebeugte Natur: Wie Fotografen die Welten, die Sie ihrem Betrachter zeigen wollen, erschaffen, erzählen unsere Galeriefotografen in den Bildern des Tages aus der Kalenderwoche 16.

Anzeige