Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Andreas Wilkens 219

Abgas-Skandal: KBA findet angeblich deutliche Hinweise auf illegale Abschalteinrichtungen in Mercedes-Dieselautos

Abgas-Skandal: KBA findet angeblich deutliche Hinweise auf illegale Abschalteinrichtungen

Dem Kraftfahrt-Bundesamt liegen anscheinend schon mehr Erkenntnisse zu möglichen Abgasmanipulationen bei Mercedes-Dieselautos vor als bisher gedacht. Daimler dementiert und droht mit rechtlichen Mitteln.

Das Kraftfahrt-Bundesamt untersucht seit längerem Dieselautos von Mercedes, und zwar länger als bisher bekannt. Der Spiegel berichtet, dabei hätten die Beamten deutliche Hinweise auf illegale Abschalteinrichtungen vorgefunden. In einem am Donnerstag vom Verkehrsministerium anberaumten Gespräch mit Daimler-Vertretern sei dem Autokonzern deshalb angedroht worden, eine Rückrufaktion einzuleiten.

Anzeige

Die Hinweise deuteten darauf, dass bei den Fahrzeugen die Harnstoff-Einspritzung des Abgassystems verändert wird, wenn der Wagen im offiziellen Prüfmodus fährt oder tatsächlich auf der Straße unterwegs ist. Dadurch wird im Realbetrieb mehr Schadstoff ausgestoßen als im Prüfbetrieb.

Daimler wehrt sich gegen die Vorwürfe und dementiert, dem Konzern sei eine Rückrufaktion angedroht worden. Darüber arbeite das Unternehmen in Abstimmung mit den Behörden intensiv an Maßnahmen, um die NOx-Emissionen bei Euro-5- und Euro-6-Fahrzeugen weiter zu reduzieren. "Die Regulierung der Abgasreinigung ist eine technisch und rechtlich hochkomplexe Frage", schreibt Daimler weiter. "Auf Basis der uns vorliegenden Informationen würden wir gegen den Vorwurf einer illegalen Abschalteinrichtung durch das KBA mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen."

Zunächst hatte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums laut Spiegel noch gesagt, die Behörde nehme Fahrzeuge von Mercedes erst jetzt in die Prüfung, heißt es in dem Bericht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart, die am Donnerstag bekannt wurden, stützten sich maßgeblich auch auf die Erkenntnisse des Kraftfahrt-Bundesamts. Betroffen seien Modelle der E- und C-Klasse, die mit den Motorentypen OM 642 und 651 ausgestattet sind. (anw)

219 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Neue Vorwürfe im Abgas-Skandal: Absprache mit Autobauern

    Auspuff, VW, Volkswagen, Abgas-Skandal

    Die EU-Kommission findet, dass Deutschland in der Dieselaffäre zu nachsichtig mit der Autoindustrie ist. Die Opposition wirft das dem Verkehrsminister schon lange vor. Verschwanden den Unternehmen zuliebe kritische Passagen aus einem Bericht?

  2. Abgas-Skandal: Dobrindt bestellt Daimler-Verantwortliche ein

    Abgas-Skandal: Dobrindt bestellt Daimler-Verantwortliche ein

    Verdächtige Diesel auch bei Daimler? Der Vorwurf ist nicht neu, wohl aber die Dimension: Angeblich geht es um mehr als eine Million Autos. Die Beteiligten geben sich zugeknöpft.

  3. Dobrindt und Stadler sind wieder Freunde

    Verkehrsminister Dobrindt und Audi-Chef Stadler

    Die Empörung bei Audi-Chef Stadler war groß: Im Alleingang habe Verkehrsminister Dobrindt neue Erkenntnisse im Abgas-Skandal in die Öffentlichkeit getragen. Inzwischen haben der Manager und der Minister geredet.

  4. Abgasskandal: VW hat erst Bruchteil der Problemdiesel umgerüstet

    Blaue Umweltplakette soll kommen ? Diesel bleibt billiger als Benzin. Porsche Auspuff, Autostadt

    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gerät in der Dieselaffäre weiter unter Druck. Seine Linie freiwilliger Rückrufe funktioniert nicht; ihm wird vorgeworfen, den Skandal im Kuschelkurs gegenüber Herstellern kleinzuhalten.

  1. KBA: konkrete Hinweise auf Abgasbetrug bei Daimler

    KBA: konkrete Hinweise auf Abgasbetrug bei Daimler

    Wie das Magazin Spiegel heute meldet, hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) offenbar bereits Hinweise auf auf illegale Abschalteinrichtungen in Dieselmotoren von Daimler. Das Kraftfahrt-Bundesamt soll daraufhin Daimler gestern (13. Juli 17) gedroht haben, eine Rückrufaktion einzuleiten. Daimler dementiert

  2. Abgas-Skandal: Untersuchungsbericht manipuliert?

    Opel Zafira Tourer

    Die Opposition erhebt neue Vorwürfe gegen das Kraftfahrt-Bundesamt. Die Aufsichtsbehörde habe Einschätzungen von Fachleuten, die illegale Abschalteinrichtungen in Autos vermuteten, aus einem Untersuchungsbericht „einfach tilgen“ lassen

  3. Kraftfahrt-Bundesamt überprüft Daimler-Fahrzeuge

    Kraftfahrt-Bundesamt überprüft Daimler-Fahrzeuge

    Angesichts neuer Abgas-Vorwürfe gegen den Autobauer Daimler greift das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein. Die Behörde nimmt Fahrzeuge des Herstellers in die Prüfung, wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums heute in Berlin sagte

  1. Intel-Computer: BSI warnt vor Sicherheitslücke, Updates teils spät

    Intel-Chipsatz B150

    Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor dem Firmware-Risiko in vielen Desktop-PCs, Notebooks und Servern, aber manche Hersteller reagieren langsam.

  2. Endgültiges Aus für LiMux: Münchener Stadtrat setzt den Pinguin vor die Tür

    Endgtültiges Aus für Limux: Münchener Stadtrat setzt den Pinguin vor die Tür

    Microsoft kann nach 14 Jahren Auszeit in München wieder voll "fensterln". Mit der Mehrheit der großen Koalition hat der Stadtrat endgültig beschlossen, bis 2020 wieder auf Windows umzustellen und den Ausflug in die Linux-Welt zu beenden.

  3. Snowden warnt vor Big Data, Biometrie und dem iPhone X

    Snowden warnt vor Big Data, Biometrie und dem iPhone X

    Am Beispiel der Gesichtserkennung im neuen iPhone X illustriert der Whistleblower Edward Snowden die Gefahren, denen wir uns schon in naher Zukunft stellen müssen.

  4. Black Friday: Das Milliardengeschäft mit dem neuen Schnäppchentag

    Man rennt in Laden, dahinter weitere Käufer

    Er kommt ursprünglich aus den USA, wird aber auch in Deutschland immer beliebter: Der Schnäppchentag Black Friday und sein Online-Pendant Cyber Monday. Doch die Verbraucher sollten trotz vieler Sonderangebote einen kühlen Kopf bewahren.

Anzeige