Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Martin Fischer 72

AMDs Vega-Chefarchitekt Raja Koduri nimmt sich Auszeit

AMDs Vega-Chefarchitekt Raja Koduri nimmt sich Auszeit

Vega-Grafikkarten als Mammutprojekt: AMDs Grafikchef nimmt sich eine Auszeit

Bild: heise online

Raja Koduri war für die Entwicklung der Vega-Grafikarchitektur verantwortlich und nimmt sich nun eine Auszeit. Im kommenden Jahr will er seinen Fokus ändern und seine Verantwortlichkeiten neu gewichten.

Anzeige
Sapphire Radeon RX Vega 64, 8GB HBM2, HDMI, 3x DisplayPort
Sapphire Radeon RX Vega 64, 8GB HBM2, HDMI, 3x DisplayPort ab € 616,27

Der Chef von AMDs Grafiksparte "Radeon Technologies Group" (RTG), Raja Koduri, hat gegenüber seinen Mitarbeitern eine Auszeit angekündigt. Dies geht aus einer Email hervor, die Koduri an das RTG-Team schickte und von den US-amerikanischen Websites PCPerspective und TweakTown veröffentlicht wurde. Koduri will sich ab dem 25. September für drei Monate zurückziehen, während dieser Zeit soll AMD-Chefin Lisa Su direkt auch für die Leitung der Grafiksparte zuständig sein. Als Grund gibt Koduri die GPU-Architektur Vega als besonders anstrengendes Projekt an. Koduri will sich nun zunächst seiner Familie widmen und plant, im Dezember zurückzukommen. Im kommenden Jahr will Koduri seinen Fokus ändern und seine Verantwortlichkeiten neu gewichten. Seit 2015 führt er die Radeon Technologies Group bei AMD.

Raja Koduri
Raja Koduri Vergrößern
Bild: AMD/heise online
Von AMD zu Apple zu AMD

Raja Koduri wechselte 2013 zurück zu AMD, nachdem er für einige Jahre als Chef des Bereichs Graphics Architecture bei Apple Arbeitete. Bei AMD heuerte er als Corporate Vice President Visual Computing an. Von 2001 bis 2009 arbeitete er unter anderem als Chief Technology Officer bereits bei AMD beziehungsweise ATI und war unter anderem an der Entwicklung des R300-Grafikchips (Radeon HD 9700/Pro) beteiligt. Ende der 90er arbeitete Koduri als Architektur-Chef bei der Firma S3, die unter anderem den Texturkompressionsstandard S3TC entwickelte.

Vega-Grafikkarten mit HBM2

Ende Juli enthüllte AMD erste Gaming-Grafikkarten mit der neuen Vega-10-GPU: die Radeon RX Vega 64 und die abgespeckte Radeon RX Vega 56, welche erst im August auf den Markt kam. Die Grafikkarten konkurrieren mit den Nvidia-Grafikkarten GeForce GTX 1070 und GTX 1080, die zu dieser Zeit schon länger als ein Jahr auf dem Markt waren. Trotz einer wesentlich höheren, theoretischen Rechenleistung und modernem HBM2-Speicher unterliegt die Radeon RX Vega 64 in manchen Spielen einer GeForce GTX 1080 und konnte damit die Erwartungen vieler Spieler nicht erfüllen. Außerdem sorgten die vergleichsweise hohen Preise für Diskussionen in zahlreichen Spieler-Community-Foren, sodass sich Raja Koduri Ende August selbst zu Wort meldete: "Die Aufruhr um die Preisgestaltung hilft uns überhaupt nicht weiter. Nicht sicher, woher das kommt - es nützt nur dem Wettbewerb." (mfi)

72 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. AMDs Chefarchitekt Koduri: Kritik an Vega-Tests und Preisdiskussionen

    AMDs Chefarchitekt Koduri: Kritik an Vega-Tests und Preisdiskussion

    AMDs GPU-Chefarchitekt und Senior Vice President kritisiert die ersten Testberichte zu Vega: sie seien nicht gut auf die Performance-Watt-Skalierbarkeit von Vega eingegangen. Außerdem weist er die Diskussion um hohe Vega-Preise zurück.

  2. AMD Radeon RX Vega: Preise weiterhin deutlich über AMD-Angaben

    AMD Radeon RX Vega: Preise weiterhin deutlich über AMD-Angaben

    Obwohl mittlerweile Grafikkarten der Serien Radeon RX Vega 56 und 64 erhältlich sind, bleiben die Preise deutlich über den von AMD kommunizierten. Das ärgert viele potenzielle Käufer.

  3. Radeon RX 500: AMDs nächste Grafikkartenserie erscheint am 17. April

    Radeon RX 500: AMDs Rebrand-Grafikkartenserie erscheint am 17. April

    Die neuen Grafikkarten Radeon RX 550, RX 560, RX 570 und RX 580 dürfen Partner ab dem 17. April verkaufen. Sie setzen auf Polaris-Grafikchips, die man bereits aus der Serie Radeon RX 400 kennt.

  4. Workstation-Grafikkarten mit Vega-GPU: AMD Radeon Pro SSG mit 2 TByte Speicher und Radeon Pro WX 9100

    Workstation-Karten mit Vega-GPU: AMD Radeon SSG mit 2 TByte Speicher und Radeon Pro WX 9100

    AMD hat zwei neue Profi-Grafikkarten mit Vega-Grafikchips für den 13. September angekündigt. Die Radeon Pro WX 9100 kostet 2200 US-Dollar, die Radeon Pro SSG stolze 7000 US-Dollar

  1. Mesa 17.1 steigert 3D-Performance von Linux

    Mesa 17.1: Neue Grafiktreibersammlung steigert 3D-Performance von Linux

    Viele Spiele laufen mit dem neuen Mesa schneller und flüssiger. Davon profitiert insbesondere die Radeon-GPUs.

  2. Tom Clancy's The Divison im Technik-Check

    Tom Clancy's The Divison im Technik-Kurzcheck

    Der Taktik-Shooter "The Division" sieht durch die neue Snowdrop-Engine beeindruckend aus. Mit einer schnellen 4-GByte-Grafikkarte läuft das Spiel flüssig und zeigt das bisher schönste digitale Manhattan.

  3. Mesa 17.2: Weiterer Performance-Schub für 3D-Treiber von Linux

    Mesa 17.2: Weiterer Performance-Schub für 3D-Treiber von Linux

    Das neue Mesa entlockt insbesondere Radeon-Karten und Raspi mehr 3D-Performance. Außerdem bringt es eine für neue Spiele benötigte Technik und legt den Grundstock zur Unterstützung von OpenGL 4.6.

  1. "Hackintosh": Der mühsame Weg zum maßgeschneiderten Mac

    Apple

    Will man OS X nutzen, muss man MacBook, Mac mini, iMac oder dem veralteten Mac Pro wählen Wer eine andere Hardware-Zusammenstellung oder einen leistungsfähigen Gaming-Mac haben will, schaut in die Röhre – oder bastelt sich einen.

  2. Im Test: Seat Ateca 1.0 TSI

    Seat Ateca

    Der Kompakt-Klasse droht seit einiger zeit heftige Konkurrenz durch ähnlich große SUV. Bei Seat ist die Verwandtschaft zwischen Leon und Ateca unverkennbar. Wie fährt sich das SUV mit dem 115-PS-Basisbenziner? Ein Test

  3. Vorstellung: Borgward Isabella Concept

    Borgward Isabella

    Borgward will noch in diesem Jahr mit den Verkäufen in Deutschland starten. Zu Beginn wird es nur SUVs geben, doch dabei wird es nicht bleiben. Wie es bei Borgward weitergehen könnte, zeigt eine Studie mit dem traditionsreichen Namen Isabella

  4. Diesel: Das Ende ist nah

    Die Energie- und Klimawochenschau: Von globaler Erwärmung, Stürmen vom atlantischen Fließband, verdrängenden Politikern und einer optimistischen Prognose für das Elektroauto

Anzeige