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Martin Fischer 72

AMDs Vega-Chefarchitekt Raja Koduri nimmt sich Auszeit

AMDs Vega-Chefarchitekt Raja Koduri nimmt sich Auszeit

Vega-Grafikkarten als Mammutprojekt: AMDs Grafikchef nimmt sich eine Auszeit

Bild: heise online

Raja Koduri war für die Entwicklung der Vega-Grafikarchitektur verantwortlich und nimmt sich nun eine Auszeit. Im kommenden Jahr will er seinen Fokus ändern und seine Verantwortlichkeiten neu gewichten.

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Der Chef von AMDs Grafiksparte "Radeon Technologies Group" (RTG), Raja Koduri, hat gegenüber seinen Mitarbeitern eine Auszeit angekündigt. Dies geht aus einer Email hervor, die Koduri an das RTG-Team schickte und von den US-amerikanischen Websites PCPerspective und TweakTown veröffentlicht wurde. Koduri will sich ab dem 25. September für drei Monate zurückziehen, während dieser Zeit soll AMD-Chefin Lisa Su direkt auch für die Leitung der Grafiksparte zuständig sein. Als Grund gibt Koduri die GPU-Architektur Vega als besonders anstrengendes Projekt an. Koduri will sich nun zunächst seiner Familie widmen und plant, im Dezember zurückzukommen. Im kommenden Jahr will Koduri seinen Fokus ändern und seine Verantwortlichkeiten neu gewichten. Seit 2015 führt er die Radeon Technologies Group bei AMD.

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Raja Koduri
Raja Koduri (Bild: AMD/heise online)

Raja Koduri wechselte 2013 zurück zu AMD, nachdem er für einige Jahre als Chef des Bereichs Graphics Architecture bei Apple Arbeitete. Bei AMD heuerte er als Corporate Vice President Visual Computing an. Von 2001 bis 2009 arbeitete er unter anderem als Chief Technology Officer bereits bei AMD beziehungsweise ATI und war unter anderem an der Entwicklung des R300-Grafikchips (Radeon HD 9700/Pro) beteiligt. Ende der 90er arbeitete Koduri als Architektur-Chef bei der Firma S3, die unter anderem den Texturkompressionsstandard S3TC entwickelte.

Ende Juli enthüllte AMD erste Gaming-Grafikkarten mit der neuen Vega-10-GPU: die Radeon RX Vega 64 und die abgespeckte Radeon RX Vega 56, welche erst im August auf den Markt kam. Die Grafikkarten konkurrieren mit den Nvidia-Grafikkarten GeForce GTX 1070 und GTX 1080, die zu dieser Zeit schon länger als ein Jahr auf dem Markt waren. Trotz einer wesentlich höheren, theoretischen Rechenleistung und modernem HBM2-Speicher unterliegt die Radeon RX Vega 64 in manchen Spielen einer GeForce GTX 1080 und konnte damit die Erwartungen vieler Spieler nicht erfüllen. Außerdem sorgten die vergleichsweise hohen Preise für Diskussionen in zahlreichen Spieler-Community-Foren, sodass sich Raja Koduri Ende August selbst zu Wort meldete: "Die Aufruhr um die Preisgestaltung hilft uns überhaupt nicht weiter. Nicht sicher, woher das kommt - es nützt nur dem Wettbewerb." (mfi)

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