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Martin Fischer 139

AMD erklärt sich zur heimlich geänderten RX-560-Spezifikation

AMD bezieht Stellung zur heim geänderten RX-560-Spezifikation

Bild: Sapphire

AMD hat sich zu den nachträglich geänderten Spezifikationen erklärt. Das Unternehmen will nun bei Produktbeschreibungen für Transparenz sorgen und entschuldigt sich.

AMD hat nach Berichten zu den nachträglich und heimlich geänderten Spezifikationen der Radeon RX 560 nun Stellung bezogen. In einem an heise online geschickten Statement erklärt AMD, dass nun aufgefallen sei, dass es auf bestimmten Hersteller- und Retail-Websites keine klare Abgrenzung zwischen den beiden RX-560-Varianten gebe. AMD wolle nun sofortige Schritte unternehmen, um Abhilfe zu schaffen. Dabei geht es nach Aussagen des Unternehmens darum, die Produktbeschreibungen und die Produktnamen um die Anzahl der Rechengruppen zu ergänzen, sodass Käufer die beiden RX-560-Varianten voneinander unterscheiden können.

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Zum Markstart der Radeon RX 560 hatte AMD die Grafikkarte als Variante mit 1024 Shader-Rechenkernen vorgestellt, die sich auf insgesamt 16 Rechengruppen (Compute Units/CU) aufteilen. Diese Variante war etwas schneller als die Vorgängerkarte Radeon RX 460, deren Grafikchip lediglich 896 Shader-Kerne enthielt. Im Sommer warf AMD eine weitere Variante der Radeon RX 560 auf den Markt – deren Grafikchip enthielt allerdings nur 14 Rechengruppen und damit nur 896 Shader-Kerne. Die ersten Varianten dieser langsamen Karte kamen in Ostasien auf den Markt und wurden mit dem Kürzel D gekennzeichnet (Radeon RX 560D). Mittlerweile wird diese D-Version auch in Deutschland verkauft, allerdings lassen einige Hersteller das D einfach weg.

Dies ist allerdings kein Zufall, denn AMD hatte seine Spezifikations-Website zur Radeon RX 560 nachträglich verändert, ohne die Öffentlichkeit und damit potenzielle Käufer davon in Kenntnis zu setzen. Während AMD die Radeon RX 560 (ohne D) nun mit "896/1024" Shader-Kernen und "14/16" Compute Units ausweist, war die Radeon RX 560 etwa am 13. Juli noch als reine 1024-Shader-Variante mit 16 Rechengruppen spezifiziert. Die Änderungen lassen sich mit der Wayback-Machine der Website archive.org nachvollziehen – die Seite speichert Momentaufnahmen von Websites in bestimmten Zeitabständen.

Eine Radeon RX 560 mit 896-Shader-Kernen steckt etwa im aktuellen Aldi-PC Medion Akoya P56000. Beispielsweise verkauft Sapphire beide Varianten der Radeon RX 560 unter gleichem Namen.

It’s correct that 14 Compute Unit (896 stream processors) and 16 Compute Unit (1024 stream processor) versions of the Radeon RX 560 are available. We introduced the 14CU version this summer to provide AIBs and the market with more RX 500 series options. It’s come to our attention that on certain AIB and etail websites there’s no clear delineation between the two variants. We’re taking immediate steps to remedy this: we’re working with all AIB and channel partners to make sure the product descriptions and names clarify the CU count, so that gamers and consumers know exactly what they’re buying. We apologize for the confusion this may have caused. (mfi)

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