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Martin Fischer 63

AMD Radeon RX Vega: Für DirectX 12 und Vulkan optimiert, Verkaufstermin ungewiss

AMD Radeon RX Vega: Für DirectX 12 und Vulkan optimiert, Verkaufstermin ungewiss

AMD will Spieler-Grafikkarten der Serie Radeon RX Vega auf der Computex vorführen. Erhältlich sein werden die Karten dann aber noch nicht.

Bei einer Ask-Me-Anything-Fragerunde auf Reddit hat sich AMDs GPU-Chefentwickler Raja Koduri zur kommenden Grafikchip-Generation Vega geäußert. Seinen Ausführungen zufolge wird AMD Spieler-Grafikkarten der Serie Radeon RX Vega auf der Branchenmesse Computex zeigen, die vom 30. Mai bis 3. Juni in Taipeh stattfindet. Koduri betonte allerdings, dass die Karten dann noch nicht in den Handel gelangen. Wann genau es so weit sein soll, ist bislang unklar. Im Februar erklärte AMD, dass die Radeon RX Vega noch im ersten Halbjahr 2017 erscheinen soll – also spätestens Ende Juni.

GPU-Chefentwickler Raja Koduri zeigt den ersten Vega-Grafikchip.
GPU-Chefentwickler Raja Koduri zeigt den ersten Vega-Grafikchip. Vergrößern
Bild: c't
RX-Vega-Karten sollen Spiele schneller darstellen als die jüngst angekündigte Profi-Variante Radeon Vega Frontier Edition, mit der AMD auf die Bereiche Deep Learning und Profi-Visualisierung zielt. Hinsichtlich der Rechenleistung soll die Frontier Edition die zur Veröffentlichtung schnellste Single-GPU-Grafikkarte sein. Im Vergleich zu den Vorgängern hat AMD die Vega-Architektur an entscheidenden Stellen überarbeitet: bei der Speicherverwaltung, der Geometrie-Pipeline sowie bei den Compute- und Pixel-Engines. Der High Bandwidth Cache Controller erlaubt das Paging auf externe Speicher, was die Leistung in Spielen und Profi-Anwendungen verbessern soll.

AMD
Im Vergleich zu den Vorgängern hat AMD die Vega-Architektur an entscheidenden Stellen verbessert. Vergrößern
Bild: AMD
Optimiert auf DirectX 12 und Vulkan

Vega sei außerdem auf Low-Level-APIs wie DirectX 12 und Vulkan optimiert, solle aber auch mit älteren APIs gut laufen. Allerdings sei das Entwickeln von Grafiktreibern für neue GPU-Architekturen einer der kompliziertesten Ingenieursaufgaben, was laut Koduri einer der Gründe ist, weshalb es so wenige GPU-Hersteller gebe.

Auf Reddit löste Koduri auch die Verwirrung um die Stromanschlüsse der Frontier Edition auf: Das veröffentlichte Renderbild zeigte zwei achtpolige PCIe-Anschlüsse, über die die Karte bis zu 375 Watt aufnehmen darf. Koduri hielt beim Financial Analyst Day jedoch eine Karte mit nur einem sechs- und einem achtpoligen Stromanschluss hoch. Auf Reddit erklärte er, dass letztere nur ein Engineering Sample gewesen sei und die Verkaufsversion tatsächlich zwei achtpolige Stromanschlüsse habe.

HBM2 erlaubt kompakte Varianten

Dank des im Vergleich zu herkömmlichen GDDR5-Speicher platzsparenden High Bandwidth Memory 2 (HBM2) solle es Vega-Karten auch in kompakten Ausführungen geben. Die Frontier Edition nutzt zwei 8-GByte-Stacks und erreicht eine Transferrate von 480 GByte/s – also sogar etwas weniger als der Fiji-Vorgänger (512 GByte/s). Koduri zufolge sei das für alle Aufgaben mehr als genug. (mfi)

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