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Andreas Wilkens 248

AKW Unterweser darf abgebaut werden

AKW Unterweser darf rückgebaut werden

AKW Unterweser

Bild: PreussenElektra

Das AKW Unterweser wurde 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima abgeschaltet. Nun liegt die Genehmigung für die Stilllegung und den Abbau vor. Der soll noch in diesem Monat beginnen.

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Das 2011 abgeschaltete Atomkraftwerk Unterweser im Landkreis Wesermarsch darf stillgelegt und abgebaut werden. Der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies hat am heutigen Dienstag dem AKW-Betreiber PreussenElektra GmbH (vormals E.ON Kernkraft GmbH) den Genehmigungsbescheid nach Paragraf 7 Absatz 3 Atomgesetz (AtG) übergeben. Der Antrag hierzu war am 4. Mai 2012 gestellt und mit Schreiben vom 20. Dezember 2013 erweitert worden. Im Februar 2016 fand dazu eine mehrtägige Erörterung statt.

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PreussenElektra will nach eigenen Angaben noch in diesem Monat mit dem Rückbau beginnen. Das AKW Unterweser sei damit die zweite Anlage des Unternehmens, die 2011 abgeschaltet wurde und für die die Genehmigung zum Rückbau vorliegt. Im Januar 2017 erhielt das AKW Isar 1 als erstes der in dem Jahr abgeschalteten acht deutschen Atomkraftwerke diese Genehmigung. Damit befinden sich drei der insgesamt acht AKW der PreussenElektra im Rückbau: Der nukleare Rückbau des Atomkraftwerks Stade soll in etwa vier Jahren abgeschlossen sein. Bereits abgeschlossen wurde nukleare Rückbau des Atomkraftwerks Würgassen im Jahr 2014.

"Nach der im vergangenen Jahr erfolgten gesetzlichen Neuordnung der Entsorgung ist das Atomkraftwerk Unterweser direkt abzubauen, ein sicherer Einschluss und späterer Abbau der Anlage ist nicht zulässig", erläuterte Lies. Vor Ort sei vermehrt der Wunsch geäußert worden, dass nicht rückgebaut werden soll. "Diese Einschätzung kann ich nicht teilen. Mit unserem Vorgehen verlagern wir – auch im Sinne der Nachhaltigkeit – den Abbau nicht auf die nachfolgenden Generationen."

Das AKW Unterweser war von 1978 bis 2011 in Betrieb. Der Rückbau wird nach Schätzungen etwa 13 Jahre dauern. Dabei müssen insgesamt 675.000 Tonnen Abbruchmaterial entsorgt werden. Die Gesamtmasse des nuklearen Kontrollbereichs mit dem Reaktorgebäude und dem Hilfsanlagengebäude beträgt 193.000 Tonnen. Rund 90 Prozent davon seien Gebäudeteile, die nach Angaben des Betreibers uneingeschränkt freigegeben und dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können.

(anw)

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