Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.702.461 Produkten

141

8000 Wassersportler nutzen Sicherheits-App

8000 Wassersportler nutzen Sicherheits-App

Bild: DGzRS

Rund 2000 Mal rücken die Seenotretter jährlich zu Einsätzen in Nord- und Ostsee aus. Rund die Hälfte der Fahrten gelten Wassersportlern. Eine neue Sicherheits-App erleichtert deren Rettung im Notfall.

Die neue Sicherheits-App der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird bereits von 8000 Wassersportlern in Anspruch genommen. "Sie wird rege genutzt", sagte Projektleiterin Antke Reemts. Die App zeichnet über das Smartphone die Route etwa von Kitern, Kajakfahrern oder Wattwanderern auf. Im Notfall hat die Seenotleitung Bremen Zugriff auf den aktuellen Ort des Mobiltelefons. Das könne helfen, die Suche nach Vermissten zu verkürzen, so Reemts.

Anzeige

Auch wenn auf See keine Mobilfunkabdeckung mehr bestehe, wüssten die Retter zumindest, wo der Nutzer sich zuletzt aufgehalten hat. Wird die vom Wassersportler angegebene Ankunftszeit an Land nicht eingehalten, sendet die App "SafeTrx" automatisch eine Nachricht an eine private Kontaktperson. Erreicht diese den Wassersportler nicht, kann sie die Seenotleitung informieren.

Größere Rettungsaktionen hätten mithilfe der App noch nicht eingeleitet werden müssen, sagte Reemts. Stattdessen seien Einsätze verhindert worden. Vom Strand aus habe ein Zeuge beobachtet, wie ein Seekajakfahrer vermeintlich hilflos im Wasser trieb. Der Wassersportler hatte die App aktiviert. "So konnten wir ihn anrufen und fragen, was los ist", sagte Reemts. "Er sagte, er habe keine Probleme, er ruhe sich nur aus."

DGzRS
Die Sicherheits-App SafeTrx (Bild:  DGzRS)

Rund 2000 Mal rückten die Seenotretter 2016 zu Einsätzen in Nord- und Ostsee aus. Rund die Hälfte der Fahrten gelten Wassersportlern. Einige Fehlalarme seien dabei gewesen. "Die App spart auch Ressourcen", sagte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey. Jede Schiffsbewegung sei schließlich mit Kosten verbunden.

Die App wurde von der irischen Küstenwache entwickelt und wird seit Anfang 2017 von der DGzRS in Deutschland angeboten. Bereits im vierten Jahr wird die App von den niederländischen Kollegen eingesetzt. Dort nutzen den Service inzwischen 25.000 Wassersportler. (dpa) / (hob)

141 Kommentare

Anzeige
  1. Eine App gegen die Sucht

    Eine App gegen die Sucht

    Die Software eines Chicagoer Start-ups hilft Süchtigen, nach dem Entzug clean zu bleiben. Die App Triggr begleitet ihre Klienten rund um die Uhr und sagt Rückfälle voraus.

  2. Human Rights Watch: Populismus kann zur Tyrannei führen

    Donald Trump (Bild: )

    Menschenrechtler schlagen Alarm: Der Populismus der Marke Trump gefährde zunehmend grundlegende Rechte. Schon macht das Wort Tyrannei die Runde. Human Rights Watch kritisiert aber auch den staatlichen Umgang mit den Snowden-Enthüllungen.

  3. Amazon errichtet zwölftes Logistikzentrum in Deutschland

    Amazon errichtet zwölftes Logistikzentrum in Deutschland

    Die geplante rund 11 Hektar große Anlage in Mönchengladbach soll mehr als 1000 Arbeitsplätze bieten.

  4. Krankenhäuser fordern Digitalisierungsprogramm

    Krankenhäuser fordern Digitalisierungsprogramm

    Das Pflaster überwacht die Wundheilung und der Chirurg arbeitet mit der 3D-Brille. Die Digitalisierung schreitet auch in der Medizin voran. Die Kliniken brauchen für den technischen Fortschritt mehr Geld – und "Cybersicherheit".

  1. E-Auto: Daimler-Betriebsrat kämpft für Motoren-Jobs

    E-Auto: Daimler-Betriebsrat kämpft für Motoren-Jobs

    Elektroantriebe sind viel einfacher aufgebaut als Verbrennungsmotoren. Bei einer reinen Elektroauto-Palette könnte man die Belegschaft in der Motorenfertigung auf ein rundes Fünftel abbauen. Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht fordert daher Mindest-Zusagen für die künftige Produktion

  2. Uber startet Service UberX in Berlin

    Der Fahrdienst-Vermittler Uber baut sein Angebot in Berlin mit dem Chauffeur-Service UberX aus

    Der Fahrdienst-Vermittler Uber baut sein Angebot in Berlin mit dem Chauffeur-Service UberX aus. Dabei werden Fahrgäste von professionellen Fahrern in Mietwagen befördert. Der Preis soll um rund ein Fünftel niedriger sein als beim Taxi

  3. Ölpest in der Attischen "Riviera"

    Pleiten, Pech und Pannen rund um eine Havarie

  1. Unterwegs im BMW i3S

    BMW i3s

    Eine neue Schlupfregelung und eine harmonischere Fahrwerksabstimmung machen den batterieelektrischen BMW i3s zum Agilitätswunder mit ganzheitlichem Ansatz dank Recycling-Materialien und einer mit Strom aus Wasserkraft hergestellten CFK-Karosserie. Aber der Preis ...

  2. Sternenexplosion: Amateur-Astronom beobachtet erstmals Beginn einer Supernova

    Astronomie: Amateur-Astronom beobachtet erstmals Beginn einer Supernova

    Der Argentinier Victor Buso widmet sich in seiner Freizeit der Astronomie: Nun ist es ihm offenbar als erstem Menschen überhaupt gelungen, die Anfänge einer Supernova abzulichten. Forscher erhoffen sich wichtige neue Erkenntnisse.

  3. Google spricht Empfehlungen für Business-Handys aus – ohne Samsung

    Google spricht Empfehlungen für Business-Handys aus – ohne Samsung

    Google will es Unternehmen leichter machen, ein passendes Smartphone zu finden. 21 Geräte entsprechen den strengen Business-Kriterien des Android-Entwicklers, ein Samsung-Handy gehört nicht dazu.

  4. Das Navi weiß den Weg: 40 Jahre GPS-Satelliten

    Darstellung eines Satelliten im Orbit

    Der erste Satellit des Global Positioning System flog 1978 ins All. Doch die Technik hat eine lange und anfangs militärische Geschichte - die zivile Nutzung kam erst auf Umwegen zustande.

Anzeige