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Christina Horsten, dpa 37

2018 geht es für die Nasa zum Mars

2018 geht es für die Nasa zum Mars

Bis November haben sich über 2 Millionen Menschen namentlich fürs Mitfliegen entschieden, um Flugmeilen zu sammeln.

Bild: NASA/JPL-Caltech

Mehrere Sonden, dazu die Rover Opportunity und Curiosity: Die Nasa ist auf dem Mars bereits stark vertreten, schickt aber trotzdem weitere Geräte. 2018 soll der Lander InSight zum Roten Planeten fliegen.

Fast 2,5 Millionen Menschen werden dabei sein, wenn InSight demnächst zum Mars startet – zumindest mit ihrem Namen. Zwei Mikrochips hat der Lander der US-Raumfahrtagentur Nasa an Bord, darauf die Namen aller Menschen, die sich im Internet eine Bordkarte für die Mission besorgt haben, um ihren Namen ins All fliegen zu lassen. Anfang Mai 2018 soll InSight an Bord einer Atlas-Rakete vom US-Bundesstaat Kalifornien aus Richtung Mars starten und rund ein halbes Jahr später, am 26. November, auf dem Roten Planeten landen. Die Mission ist auf rund zwei Jahre angelegt.

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InSight hatte eigentlich bereits 2016 zum Mars fliegen sollen, aber der Start der mehr als 500 Millionen Dollar teuren Mission war wegen eines undichten Forschungsinstruments um zwei Jahre verschoben worden. Das Design des 360 Kilogramm schweren stationären Landers basiert vor allem auf der Raumsonde Phoenix, die 2008 auf dem Mars landete und einige Monate lang Daten funkte.

Mit InSight wollen die Nasa-Wissenschaftler neue Informationen über die Entstehung des Mars und ähnlicher Planeten, beispielsweise der Erde, sammeln. Unter anderem wollen sie den Kern des Mars vermessen, die Temperatur seines Inneren und die Struktur seiner Kruste sowie das aktuelle tektonische Geschehen und die Anzahl der Meteoriteneinschläge.

Dafür hat InSight zahlreiche wissenschaftliche Instrumente an Bord, unter anderem ein Seismometer und eine Wärmeflusssonde. An der Mission sind neben den Nasa-Wissenschaftlern Forscher aus neun weiteren Ländern beteiligt, auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist dabei.

InSight wird auf dem Mars bei weitem nicht alleine sein. Gleich mehrere Nasa-Sonden umkreisen derzeit den Planeten, dazu rollen Rover über die Oberfläche. Von den 2004 hochgeschickten Zwillingsrobotern Spirit und Opportunity ist letzterer entgegen aller Erwartungen immer noch aktiv. Zudem ist der 2012 gelandete Curiosity-Rover auf dem Roten Planeten. Dass eine Marslandung immer noch eine hochkomplexe Sache ist, erlebte 2016 die europäische Raumfahrtagentur Esa: Ihre Sonde Schiaparelli stürzte infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug ab. (Christina Horsten, dpa) / (ps)

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