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Helga Hansen 23

GNU-Casino: der Open-Source-Spielautomat

Open-Source-Spielautomat: das GNU-Casino

Spielautomat statt Sperrmüll – Jonas Heinrich hat für eine Party ein altes Internetterminal nach Vorbild der einarmigen Banditen umgebaut.

Glücksspiel und Open Source passt auf den ersten Blick nicht ganz zusammen. Für eine Party hat das Stuttgarter Project Insanity um Jonas Heinrich beides zusammengebracht und ein Internetterminal umgebaut und mit offener Software programmiert.

Das Terminal stammt ursprünglich aus einem Internet-Café, sodass zunächst die Hardware gegen neuere Komponenten ausgetauscht wurde. Nun läuft auf dem Computer die minimalistische Linux-Distribution ArchLinux, die auf grafische Oberflächen verzichtet. Das Banditenspiel ist allerdings bunt gehalten. Ganz klassisch müssen die Symbole von drei Rollen in Reihe gebracht werden. Die tierischen Spiel-Icons stammen thematisch passend aus der Open-Source-Softwarewelt: Der Linux-Pinguin, die Taube vom Messenger Pidgin und das GNU-Gnu. Grundlage des Spiels ist pygame, eine Python-Programmbibliothek für die Spieleprogrammierung.

In den USA heißen Einarmige Banditen slot machines, nach den Schlitzen zum Münzeinwurf. Ständig Münzen einzuwerfen und auszuleeren kann auf Dauer nervig werden. Das GNU-Casino hat daher einen Barcode-Scanner, der verfügbares Guthaben von eigens erstellten Kassenzetteln mit "Whack your soul"-Aufdruck und Barcode einliest.

Einen Arm hat das GNU-Casino ebenfalls nicht. Stattdessen gibt es drei Buttons in verschiedenen Farben, die das Team in Blender konstruiert und anschließend mit einem 3D-Drucker ausgedruckt hat. Mit ihnen kann man das Spiel steuern: Der rote Button startet eine Partie und stoppt die einzelnen "Rollen", während die beiden weiteren Buttons den Einsatz erhöhen oder zurückziehen. Dafür sind sie über einen Arduino mit dem System verbunden. Die Software und Druckdateien der Buttons können über ein GitLab heruntergeladen werden, allerdings ohne die Grafiken und Sounds. (hch)

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