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Peter König 18

Der Stand der 3D-Drucktechnik: Eindrücke auf der FabCon 3.D und der Rapid.Tech Update

Erfurter 3D-Druck-Doppelmesse FabCon 3.D und Rapid.Tech

Bild: Messe Erfurt

Einen kompakten Überblick über den Stand der 3D-Drucktechnik bekommt man jedes Jahr im Frühsommer in Erfurt. Diesmal gab es 3D-Drucker für Einsteiger zu entdecken, die erst in Kürze im Handel sind.

3D-Druck

Additive Fertigung

Der Sammelbegriff 3D-Druck steht heute für ein ganzes Bündel von Fertigungstechniken, die nach unterschiedlichen Prinzipien funktionieren und sich jeweils nur für ganz bestimmte Materialien eignen. Ihr gemeinsamer Nenner: Alle Verfahren bauen dreidimensionale Objekte, indem sie Material in dünnen Schichten auftragen und verfestigen.

Während die etablierte 3D-Druck-Messe Euromold und der Newcomer Formnext um die Rolle als Leitmesse für additive Fertigungsverfahren ringen[*], gibt es in Erfurt seit 2013 jährlich gleich zwei 3D-Druck-Branchentreffen auf einmal: Vom 14. bis 16. Juni fanden dort zum vierten Mal die FabCon 3.D und die schon etwas traditionsreichere RapidTech statt – parallel und einträchtig nebeneinander.

[* Update, 23.06.2016, 17:51: Mittlerweile hat der bisherige Euromold-Veranstalter Demat Insolvenz angemeldet. Die Euromold soll aber dennoch vom 25. bis 27. Oktober 2016 stattfinden – in München, zusammen mit der Luftfahrtmesse Airtec. Deren Veranstalter Airtec GmbH & Co. KG wird jetzt auch als Ausrichter der Euromold genannt.]

War seinerzeit die erste FabCon 3.D noch im gläsernen Wandelgang vor jener Messehalle gestartet, in der die Rapid.Tech ihr professionelles Publikum fand, gab es es im Jahr darauf unterschiedliche Termine mit einem Tag Überschneidung. Seit vergangenem Jahr spielt sich beides zur selben Zeit in einer gemeinsamen Halle ab, wenn auch 2015 noch durch unterschiedliche Teppichfarben aufgeteilt. Aber die jüngste Auflage zeigt, dass eine Trennung ohnehin nicht wirklich Not tut – was für 3D-Druck-Enthusiasten, für FabLabs und Start-ups und für professionelle Anwender interessant ist, hat ohnehin fließende Übergänge.

Unter den Ausstellern waren viele der großen Namen der Branche wie EOS, 3D Systems und Stratatsys mit eigenen Ständen vor Ort. Viele kleinere Produzenten von 3D-Druckern waren zwar nicht selbst gekommen, aber durch Händer und Distributoren vertreten. Das führte auf der einen Seite zu einer – gemessen an der Ausstellungsfläche – erstaunlichen Vielfalt an günstigen bis mittelpreisigen FDM-3D-Druckern, darunter einige echte Neuheiten. Auf der anderen Seite waren manche Produkte an mehreren Stellen zu sehen, etwa der 3D-Scanner EinScan Pro, den es mindestens bei Comprise.de, beim Makerlounge 3D-Studio und bei OKM-3D.de zu inspizieren gab.

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Ein auffallendes Trend-Thema war Essen aus dem 3D-Drucker. Sinnvollerweise halten sich die Aussteller wie Print2Taste mit ihrem Drucker namens Bocusini oder XYZprinting nicht damit auf, Standard-Gerichte wie Pizza sinnloserweise additiv zu erzeugen, sondern produzieren dekorative, individuell gestaltete Nudeln, Teigfiguren oder Marzipanobjekte für besondere Anlässe oder Kunden.

Eine eigener Stand war den Finalisten der 3D Pioneers Challenge gewidmet, einem Internationalen Design-Wettbewerb für additive Fertigungsverfahren. Die Preisverleihung fand am letzten Messetag statt. Bereits zum Messeauftakt wurden die Gewinner des Start-up-Award gekürt. Den ersten Platz errang die polnische Firma Sinterit für ihren günstigen Lasersinter-3D-Drucker. Der zweite Platz ging an Mcubus.de aus München, das eine Maschine entwickelt, um aus Kunststoffgranulat 3D-Druck-Filament zu erzeugen, das direkt in den Drucker gespult wird. Den dritten Preis vergab die Jury an den Programmierer der kostenlosen iOS-3D-Modellier-App Gravity Sketch. Neben einem Preisgeld erhalten die Gewinner jeweils einen kostenfreien Stand auf der FabCon 3.D im kommenden Jahr, die vom 20. bis 22. Juni stattfindet. Die diesjährige Doppelmesse schloss laut Veranstalter mit 4500 Besuchern – das ist bisheriger Rekord.

(pek)

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