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Helga Hansen 1

Biohacking: Gemeinschaftslabore suchen Unterstützung

Eine Zeichnung von biotechnologischen Geräten

TopLab, Alice Morey

Mit dem Berliner Toplab und dem schweizerischen Hackuarium läuft derzeit für zwei Biolabore eine Crowdfunding-Kampagne. Das Berliner Lab soll noch aufgebaut werden, während das Hackuarium bereits als Labor für gentechnische Arbeiten anerkannt wurde.

Wissenschaft demokratisieren und einen Ort für den kreativen Umgang mit Biologie und Technik bieten – nicht nur ihr Ziel teilen das Berliner Toplab und das Hackuarium aus dem schweizerischen Renens. Aktuell sammeln beide Biolabore auch über Crowdfunding-Kampagnen Geld, um ihre Ausrüstung zu verbessern. Dabei benötigt das Toplab vor allem eine Grundausstattung, während das Hackuarium gerade als P1-Labor für gentechnische Arbeiten bewilligt wurde.

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Bereits seit einer Weile veranstalten die Mitglieder des TopLab Biohacking-Workshops mit Kieselalgen und leuchtenden Photobakterien, wie bei der Berliner Maker Faire 2017. Nun wollen sie im Neuköllner Top Schillerpalais einen eigenen Ort für regelmäßige Workshops und Diskussionen eröffnen und ein Biolabor einrichten.

Vor kurzem haben sie dafür auf Indiegogo ein Crowdfunding gestartet, um 15.000 Euro zu sammeln. Davon sollen Geräte wie Mikroskope, Spektrometer und Zentrifungen gekauft werden sowie Verbrauchsmittel für den alltäglichen Laborbedarf. Unterstützer können etwa für 20 Euro Workshopteilnahmen vorbuchen oder für 150 Euro einen von drei Experimentierkoffern erwerben. Darin ist sind die nötigen Werkzeuge, um Zellulose aus Kombucha zu gewinnen oder mit einem Arduino elektrische Signale von Pflanzen aufzuspüren. Die Kampagne läuft noch einen Monat.

Das Hackuarium hat sein Finanzierungsziel von 10.000 Schweizer Franken bereits erreicht, obwohl die Kampagne auf wemakit noch vier Tage läuft. Damit sollen Geräte wie etwa eine Gefriertruhe mit -80°C gekauft werden, in der künftig gentechnisch-veränderte Bakterien aufbewahrt werden können. Das Bundesamt für Umwelt hat das Labor vor kurzem als P1-Raum genehmigt, in dem gentechnische Arbeiten erlaubt sind, die weder Mensch noch Umwelt gefährden. Das erste Gentechnik-Experiment sind Bakterien, die nun ein rot-fluoreszierendes Protein produzieren.

Im Rahmen des Crowdfundings können ebenfalls Plätze für Workshops gebucht werden, wie etwa die DNA-Untersuchung der Hefe im Lieblingsbier, der Besuch in einem Bienenstock oder der Bau eines Mikrofluidik-Chips für digitale und biologische Experimente mit Flüssigkeiten. (hch)

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