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Peter Eisner 87

Arduino-kompatibel und winzig: Mikrocontroller Pico

Arduino-kompatibel und winzig: Pico

Klein wie eine Briefmarke und per Crowdfunding bereits finanziert: Der Pico ist ein weiteres Mini-Board, das kompatibel zur Arduino-Plattform sein soll. Ein Überblick.

Mit dem Pico gibt sich ein weiteres Arduino-kompatibles Mini-Board die Ehre. Das Projekt wurde in relativ kurzer Zeit erfolgreich auf Kickstarter finanziert. Von den technischen Daten her ähnelt der Pico dem kürzlich vorgestellten µduino-Board.

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Beide Platinchen verwenden den Mikrocontroller ATmega32U4 von Atmel und versuchen, den weiteren Platzbedarf möglichst klein zu halten. Pikanterweise werben auch beide Kampagnen damit, das kleinste Arduino-kompatible Board am Start zu haben: Der µduino präsentiert sich als "das kleinste Arduino-kompatible Board, das je gebaut wurde", während der Pico "das kleinste Arduino-kompatible Board der Welt" sein will. Ein Glück, dass einheitliche Maßsysteme bereits erfunden sind und wir die Abmessungen vergleichen können. Quadratisch sind sie beide, die Kantenlänge des µduino soll 12 Millimeter betragen, die des Pico ist mit 0,6 Zoll angegeben – das entspricht etwas mehr als 15 Millimeter.

Der Pico passt auf Breadboards, nutzt aber nicht alle Pins des verwendeten Microcontrollers. (Bild: MellBell Electronics)

In konkreten Bastel-Projekten dürften die paar Millimeter Unterschied nur selten von Bedeutung sein. Andere Merkmale fallen stärker ins Gewicht. Die kleinen Flächen der Platinen begrenzen den Platz, der die Anschlüsse des ATmega über Pins verfügbar macht. Der µduino löst das Problem etwas unorthodox, indem das winzige Rastermaß mit 1,27 Millimetern Anwendung findet. Das "rettet" viele Pins, ist aber eine Herausforderung beim Löten. Der Pico setzt dagegen auf das anfängerfreundliche 2,54-Millimeter-Raster und passt somit in die üblichen Breadboards. Von den 20 Pins des µduino (6 analog, 14 digital) bleiben beim Pico nur 8 übrig (3 analog, 5 digital).


Hinter dem Pico stehen zwei aus Jordanien stammende Entwickler – Mohammad Malhas und Ahmad Nabil – und eine offenbar eigens gegründete Firma namens MellBell Electronics, die im kanadischen Toronto angesiedelt ist. Ein professionell produziertes Video und Fotos von fertigen Picos in Aktion lassen vermuten, dass das Projekt bereits recht ausgereift ist. Der allein arbeitende Entwickler des µduino spendierte seiner Schöpfung indes noch bei laufender Kampagne ein komplettes Redesign.

Mit den Namensrechten an der Marke Arduino scheinen beide Kampagnen es nicht so genau zu nehmen. Anfänglich wurde der Pico als Arduino Pico präsentiert, wodurch der Eindruck entstehen konnte, es handele sich um ein offizielles Arduino-Board. Dass dem nicht so ist, stellte Massimo Banzi – einer der Arduino-Gründer, die kürzlich die Arduino AG "zurück"-gekauft haben – in den Kommentaren zur Kampagne klar. Die Macher korrigierten daraufhin ihre Darstellung.

Der Kompatibilität tut das keinen Abbruch, da der ATmega des Pico mit dem Bootloader des Arduino Leonardo ausgestattet werden soll. Die Unterstützung der Arduino IDE so wie passende Treiber für Windows sollten damit kein Problem sein.

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