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Elke Schick 54

Ausprobiert: Fahrzeug-Baukästen mit Elektromotor

Kinderspielzeug mit Motor: Infentos neue DIY-Fahrzeuge.

Bild: Angelique van 't Veer (Infento)

Im Jahr 2015 brachte die Firma Infento über Kickstarter ihre ersten Fahrzeug-Baukästen auf den Markt. Die Idee: Aus einem Bausatz können mehrere Fahrzeuge gebaut werden. Mit der aktuellen Kickstarter-Kampagne werden nun neue Kits eingeführt. Außerdem bietet Infento jetzt einen Elektromotor an, den man in alle Fahrzeuge mit Pedalen einbauen kann.

"Das ist Fischertechnik, wie ich es mir früher gewünscht habe!" ruft einer der Kollegen, die das Elektro-Fahrzeug bewundern, das in meinem Büro an der Steckdose lädt. Fischertechnik ist es zwar nicht – aber die Fahrzeuge der niederländischen Hersteller erinnern tatsächlich sehr an die bekannten Bausätze für technikaffine Kinder.

Der Speedster aus den neuen Infento-Kits. Hier mit Pedalantrieb. (Bild: Angelique van 't Veer (Infento))

Das liegt an dem hauptsächlichen Bestandteil der Fahrzeugrahmen – schöne, schwere Aluschienen – und der Farbgebung. Das Silber der Schienen wird ergänzt durch schwarze und rote Plastikteile. Und der optische Verweis ist wahrscheinlich auch kein kompletter Zufall – schließlich kauft man die Fahrzeuge als Bausatz und die Hersteller betonen, dass der DIY-Aspekt einer der Vorteile des Systems ist.

Der neu entwickelte e-Pulse-Motor - hiermit ausgestattete Fahrzeuge dürfen auf Privatgelände, in Parks und auf dem Gehweg gefahren werden. (Bild: Angelique van 't Veer (Infento))

Bei uns in der Redaktion erfreute sich unter den neuen Produkten der mit dem e-Pulse-Motor ausgestattete Speedster allergrößter Beliebtheit. Das bis 50 kg zugelassene Fahrzeug wurde gnadenlos von etwas schwereren Redakteuren durch die Bürogänge gefahren. Überstanden hat der Speedster das gut, nur die Achse knackte am Ende ein wenig. Laut Rogier Groen von Infento wurde inzwischen auch das behoben.

Make-Redakteure testen den Infento-Speedster

Besitzt man bereits ein Infento-Kit, so kann man den Elektro-Motor einzeln kaufen und ihn für Fahrzeuge verwenden, die sonst mit Pedalen angetrieben würden. Man kann zwei Geschwindigkeiten (5 und 11 km/h) einstellen sowie einen Rückwärtsgang. Unsere Testkinder im Alter von 6 und 7 Jahren kamen nach einer kurzen Erklärung sehr problemlos mit der Handhabung zurecht.

Aus dem Make-Testlabor

Die Make-Redaktion probiert viel mehr aus, als ins alle zwei Monate erscheinende Heft passt. Deshalb veröffentlichen wir auf unserer Webseite in loser Folge weitere Testberichte.

Neben der Einführung des Motors hat Infento Optimierungen der Fahrzeuge entwickelt. So sind neue Fahrzeuge mit einer flexibleren Lenkung ausgestattet – dem so genannten Stabilizr – die der Kraft des Kindes angepasst werden kann. Damit kann man die Lenkung dadurch unterstützen, dass man sich in die Kurve lehnt.

Außerdem gibt es neue Räder, die sich wie Möbelrollen komplett frei bewegen können. Von letzteren waren unsere Testkinder leicht überfordert. Leider haben sie uns nicht erlaubt, ihre Stürze mit in das Video aufzunehmen.

Unter den mit Muskelkraft angetriebenen Fahrzeugen das beliebteste bei unseren Testkindern: Der dreirädrige Roller Breeze. (Bild: Angelique van 't Veer (Infento))
Alle 32 Fahrzeuge - oder Rides - von Infento. (Bild: Angelique van 't Veer (Infento))

Bis zum 12. Juli läuft die Kickstarter-Kampagne von Infento noch. Hier kann man die neuen Kits und einzelnen Erweiterungen zu vergünstigen Preisen erwerben. Neben den fertigen Fahrzeugen haben wir übrigens anhand des Junior-Kits auch die Anleitungen und Materialien getestet. Von beidem waren wir so überzeugt, dass wir das Kit kurzerhand kauften.

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