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Oskar Erbstein

Ausprobiert: Arduino-Spielekonsole Creoqode 2048

Ein großer Controller aus dunkel-transparentem Plastik - darauf läuft Pac Man

So handlich wie ein Gameboy ist die Creoqode 2048 nicht – dafür kann man die Konsole auf Arduino-Basis selber bauen und eigene Spiele programmieren.

Die Konsole 2048 von Creoqode ist eine auf Arduino basierende Retrospielkonsole. Auf dem Display können die 2048 namensgebenden Pixeln in jeweils 512 RGB-Farben leuchten. Das Herz des ganzen ist ein Creoqode mini Mega, eine verkleinerte Version des Arduino Mega mit Pins statt Buchsen. Die Stromversorgung erfolgt über einen Lithium-Ionen-Akku mit 3,4 Amperestunden. Der Akku weist allerdings eine hohe Selbstentladung auf, sodass man ihn bereits nach kurzer Zeit ohne Benutzung wiederaufladen muss. Und auch im Betrieb hält er nur ungefähr 30 Minuten durch. Der mini Mega sollte nie nur über die Programmierbuchse betrieben werden, da sonst zwei Ampere über das Board fließen, was zu Schäden an der Elektronik oder der Stromquelle führen kann, wenn sie nicht dafür ausgelegt ist.

Elektronische Bauteile
Die Bauteile aus dem Inneren der Creoqode

Die Konsole soll Einsteigern das Programmieren näher bringen und durch den eigenen Zusammenbau auch die Technik dahinter. Das Gerät kommt als Bausatz oder als fertiger „Ready-to-code-Aufbau“. Programmiert wird der Mikrocontroller über die Arduino-Software, die man mit zwei Bibliotheken erweitert. Es gibt eine Vorlage für eigenen Code, die einige Konstanten definiert, unter anderem für die Pins der Buttons und die Anschlüsse des Displays. Sie bindet auch die notwendigen Bibliotheken mit ein. Um Inhalte auf dem LED-Display zu zeigen, werden spezielle Befehle verwendet, mit denen man Formen und Text sehr einfach erzeugen kann. Die Anleitung zum Programmieren ist nur auf der Website von Creqode nach Anlegen eines kostenlosen Benutzer-Accounts erhältlich. Sie ist auch für Anfänger sehr einfach zu verstehen und die ersten Versuche gelangen im Test sofort. Die zusätzlichen Bibliotheken stellen weitere Funktionen zur Verfügung, etwa creoqode.drawCircle, um einen Kreis zu anzuzeigen.

Die Creoqode von unten: über elektronischen Bauteilen ist gelb-transparentes Plastik angebracht
Leuchtet von unten schon fast giftig.

Aus dem Make-Testlabor

Die Make-Redaktion probiert viel mehr aus, als ins alle zwei Monate erscheinende Heft passt. Deshalb veröffentlichen wir auf unserer Webseite in loser Folge weitere Testberichte.

Der Bausatz bietet Spaß beim Aufbau, allerdings sind die Bilder in der Bauanleitung nur schwer zu erkennen und die gesamte Anleitung ist auf Englisch. Zudem fehlt eine genaue Dokumentation der Hardware, wie zum Beispiel ein Schaltplan. Das Fertiggerät sorgte erst einmal für Frust, da es aufgrund eines Fehlers partout nicht auf die Knöpfe reagieren wollte. Diesen Fehler konnten wir korrigieren, indem wir ein falsch platziertes Kabel an den richtigen Pin angeschlossen haben.

Das Gerät ist etwas überdimensioniert und die Knöpfe sind nicht sehr komfortabel. Haptisch gesehen ist die ganze Konstruktion etwas sperrig, auch die Kanten sind unangenehm scharf. Die Rückseite biegt sich bei leichtem Druck durch. Alles in allem ist die Konsole 2048 von der Programmieroberfläche her sehr anfängerfreundlich, die Hardware aber noch verbesserungswürdig.

Das Testgerät wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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