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Maik Schmidt 9

Angetestet: Kombi-Board UDOO

Das Board integriert ein aktuelles Arduino-Board mit einem leistungsfähigen Mini-PC auf einer gemeinsamen Platine.

Die Zeiten für Bastler, Hobby-Elektroniker und Software-Entwickler waren nie besser als heute. Betriebssysteme wie Linux und Android kombiniert mit erschwinglicher Hardware wie dem Raspberry Pi und dem Arduino bieten beinahe grenzenlose Möglichkeiten, um die persönliche Kreativität auszuleben.

Die Auswahl an Produkten ist allerdings nur noch schwer zu überschauen. Gerade Anfängern fällt es schwer zu entscheiden, ob ein Mini-PC wie der Raspberry Pi oder ein Mikrocontroller-Board wie der Arduino die richtige Basis für die ersten Gehversuche ist. Aber auch erfahrene Entwickler wünschen sich manchmal das Beste aus beiden Welten.

Abhilfe will die Multi-Plattform UDOO ("you do") schaffen. Sie integriert ein aktuelles Arduino-Board mit einem leistungsfähigen Mini-PC auf einer gemeinsamen Platine und ist das Ergebnis einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne. Das UDOO-Team hat deutlich mehr Geld eingesammelt als ursprünglich benötigt wurde. Darüber hinaus hat es das Board fast pünktlich fertiggestellt und geliefert.

Hardware-Ausstattung

UDOO wird aktuell in den Ausprägungen Basic ($99), Dual ($109) und Quad ($129) angeboten. Alle Modelle basieren auf der Freescale-i.MX6-ARM-Cortex-A9-CPU, die mit 1GHz getaktet wird. Die Quad-Version verfügt über vier Kerne, die anderen nur über zwei. 1 GB DDR-RAM ist in allen Modellen verbaut.

Aus dem Make-Testlabor

Die Make-Redaktion probiert viel mehr aus, als ins alle zwei Monate erscheinende Heft passt. Deshalb veröffentlichen wir auf unserer Webseite in loser Folge weitere Testberichte.

Alle Boards verfügen über einen 2D-Beschleuniger und unterstützen sowohl OpenGL ES2.0 3D als auch OpenVG. Während im Basic und Dual eine Kombination aus Vivante GC 880 und Vivante GC 320 zum Einsatz kommt, arbeiten im Quad GC 2000, GC 355 und GC 320. Ausgegeben wird die Grafik per HDMI oder auf einen Touchscreen, der per LVDS angeschlossen wird. Einen analogen Sound-Ausgang und einen Mikrofon-Eingang gibt es ebenfalls und eine Kamera lässt sich via CSI anschliessen.

Zwei USB-Ports machen den Anschluss weiterer Hardware leicht und zur seriellen Kommunikation mit der Außenwelt dienen zwei Mini-USB-Ports (einer davon mit OTG). Der Quad hat sogar einen SATA-Anschluss. Bis auf den UDOO Basic verfügen alle Modelle über einen Ethernet-Port und WLAN. Den eingebetteten Arduino Due steuert eine Atmel SAM3X8E ARM Cortex-M3-CPU. Die Pin-Belegung der Shield-Ports stimmt mit denen des Arduino Uno R3 1.0 überein. Insgesamt stehen auf dem UDOO 76 GPIO-Pins zur Verfügung, auf die beide Prozessoren uneingeschränkten Zugriff haben.

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