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Maik Schmidt

Angetestet: Futuro Cube

Ein elektronischer Rubiks Cube mit LEDs

Um an den Erfolg des Rubik's Zauberwürfel anzuknüpfen, hat das Unternehmen Princip eine offene Plattform zur Entwicklung von Videospielen mit dem Namen Rubik's Futuro Cube entwickelt.

Als Videospiel-Konsolen und Heim-Computer noch nicht in beinahe jedem Haushalt zu finden waren, vertrieben Schüler sich in den Pausen die Zeit gern mit Rubik's Zauberwürfel. Das tschechische Unternehmen Princip, das eigentlich Dienste zum Fahrzeugflotten-Management anbietet, möchte an den Erfolg des Spielzeugs anknüpfen und hat eine elektronische Variante mit dem Namen Rubik's Futuro Cube entwickelt. Allerdings simuliert das Gerät keinen Zauberwürfel, sondern ist eine offene Plattform zur Entwicklung von Videospielen.

Die Hardware

Mit dem Futuro-Cube sind auch Gesellschaftsspiele möglich.

Ein Futuro-Cube hat eine Kantenlänge von 52mm und wiegt 125 Gramm. Im Innern werkelt eine Cortex-M3-MCU mit bis zu 72 MHz und 64 KByte RAM. Programme werden in 384 KByte Flash-Speicher abgelegt und für Ressourcen, wie zum Beispiel Audio-Dateien, stehen weitere 128 MByte NAND-Flash zur Verfügung.

Als Ausgabemedien dienen 54 RGB-LEDs und eine Sound-Einheit mit vier digitalen Kanälen. Eingaben erfolgen über die berührungsempfindliche Oberfläche oder mittels des integrierten 3-Achsen-Beschleunigungssensors. Darüber hinaus können die Würfel über eine proprietäre Funkverbindung miteinander kommunizieren. Neue Firmware und Spiele werden über einen Micro-USB-Port eingespielt und über diesen Anschluss wird auch der Akku des Futuro-Cubes geladen. Die Hardware ist genügsam und so hält der Akku im Vollbetrieb bis zu acht Stunden.

Aus dem Make-Testlabor

Die Make-Redaktion probiert viel mehr aus, als ins alle zwei Monate erscheinende Heft passt. Deshalb veröffentlichen wir auf unserer Webseite in loser Folge weitere Testberichte.

Der Futuro-Cube wird in einem schlichten Pappkarton geliefert, der neben dem Würfel eine kurze Anleitung und ein knapp 11 cm kurzes USB-Kabel enthält. Optisch macht das mattschwarze Klötzchen nicht viel her. Zum Start lässt man seinen Arm mit dem Würfel in der Hand kreisen. Anschliessend erscheinen Würfel-Symbole in verschiedenen Farben. Durch Drehen und Wenden kann man damit zwischen den einprogrammierten Spielen navigieren. Zusätzlich gibt eine Stimme in englischer oder tschechischer Sprache Auskunft über den Namen des Spiels oder eine kurze Einleitung. Weitere Sprachen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Die Lautstärke bzw. die Toneffekte lassen sich am Würfel über das Menü ausschalten. Für kleine Kinder ist das Spielzeug durch seine komplexe Bedienung und die kryptische Anzeige nicht geeignet. Laut Hersteller ist es erst für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet.

Erste Schritte

Beim ersten Start begrüßt der Würfel den Benutzer mit einem Tutorial, das die wichtigsten Bedien-Gesten in Form kleiner Spielchen erklärt. Zumeist geht es um das Drehen des Würfels und um das richtige Antippen der Würfelseiten. Der Würfel erkennt übrigens nur, ob eine Seite berührt wurde. Die genaue Position der Berührung erkennt er nicht. Manchmal muss man den Cube auf die richtige Art und Weise kreisen lassen, um eine bestimmte Aktion auszuführen. Allzu schwierig ist das alles nicht, will aber doch gelernt sein.

Spieleangebot

Auf der Webseite gibt es momentan elf Spiele, drei davon in einer zusätzlichen Multiplayer-Fassung. In der aktuellen Firmware sind diese Spiele bereits enthalten und müssen nicht separat heruntergeladen werden. Der Futuro-Cube eignet sich in erster Linie für Puzzle- und Geschicklichkeitsspiele wie zum Beispiel Gomoku ("Fünf gewinnt") oder das altbekannte Snake. Es gibt aber auch Musikspiele und eine Tetris-Variante. Zu den meisten Titeln gibt es auf der Webseite kurze Videos. Die Umsetzung der Spiele ist durchaus gelungen, allerdings macht der Ausflug in die dritte Dimension meist die Beschränkungen der Hardware nicht wett.

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