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Philip Steffan 7

Angetestet: Arduino Due

Arduino Due

Mehr als ein Jahr verging von der Ankündigung bis zur Auslieferung des Arduino Due, dem ersten 32-Bit-Board aus dem Hause Arduino. Es gibt gute Gründe für die lange Entwicklungszeit: Anders als bei vielen anderen Entwicklungsboards hängt am Arduino nicht nur eine ganze Szene von Bastlern, sondern auch jede Menge Erweiterungen in Form von Zusatz-Hardware und Programmbibliotheken. Beim Einstieg in eine ganz andere Prozessorarchitektur rückwärtskompatibel zu bleiben und gleichzeitig neue Schnittstellen für die nächsten Jahre zu definieren, ist keine einfache Aufgabe.

Aus dem Make-Testlabor

Die Make-Redaktion probiert viel mehr aus, als ins alle zwei Monate erscheinende Heft passt. Deshalb veröffentlichen wir auf unserer Webseite in loser Folge weitere Testberichte.

Wir haben uns einen der ersten Arduino Due, den wir von Watterott Electronic zur Verfügung gestellt bekommen haben, angeschaut und gehen in diesem Überblick auf alle Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle ein: UART, SPI, TWI (I²C), CAN, JTAG, die neue USB-Host-Buchse und den zweikanaligen Digital-Analog-Wandler (DAC) für Stereoton-Ausgabe. Dazu gehören auch neue Standard-Libraries und -Funktionen in der Arduino-Entwicklungsumgebung (IDE), die aktuell in Version 1.5.1 noch im Beta-Stadium ist.

Mit dem neuen ARM-Prozessor bekommt man aber nicht nur neue Protokolle, sondern auch mehr Rechenleistung und einen größeren Speicher als bei den ATmegas der "kleinen" Arduinos. Der Due eignet sich daher auch für wesentlich komplexere und rechenintensivere Anwendungen.

Übersicht

Atmels SAM3X8E-Prozessor

Herz des Arduino Due (im Handel für rund 46 Euro) ist Atmels Prozessorchip AT91SAM3X8E, der auf dem Cortex-M3 von ARM basiert. Er läuft mit einer Taktfrequenz von 84 MHz (Arduino Uno: 16 MHz) und verfügt über 512 kB Flashspeicher für Programme (Uno: 32 kB) und 96 kB RAM (Uno: 2 kB). Wie beim Leonardo ist der USB-Anschluss zur Programmierung jetzt als USB-Micro-B-Buchse ausgeführt.

Uno und Due im Größenvergleich.

Die Platine hat mit einer Größe von 102mm × 53mm das breitere Maß der Modelle Mega und Mega2560 und ist mit diesen auch überwiegend anschlusskompatibel. Mechanisch passt also jede Aufsteckplatine (Shield), die für die Standard- und Mega-Arduinos gedacht ist. In der Praxis kann vor allem der Umstieg von der bisherigen 5-Volt-Logik auf 3,3 Volt Probleme bereiten, besonders wenn Shields die höhere Spannung in Eingänge leiten, die diese nicht vertragen.

Die Community hat selbst für die Dokumentation aller Due-Anschlüsse gesorgt. (Bild: Rob Gray)

Bevor man den aber Prozessor beschädigt, sollte man im Zweifelsfall einen Blick in das Pin-Diagramm des Arduino Due werfen. Die offiziellen Informationen des Arduino-Teams sind nicht vollständig, aber die Community der offiziellen Arduino-Foren hat sich dieser Aufgabe angenommen: In diesem Forum findet sich eine laufend aktualisierte Grafik, auf der alle Due-Anschlüsse mit ihren Signalen aufgeschlüsselt sind. Wie bei allen unfertigen Dokumentationen sollte man sich noch nicht blind auf die Angaben verlassen.

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