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Ben Schwan 110

iPhone und Co.: Apple will nur noch recycelte Rohstoffe verwenden Update

iPhone und Co.: Apple will nur noch recycelte Rohstoffe verwenden

Apples Recycling-Roboter "Liam".

Bild: Apple

Nie wieder Konfliktmetalle: Der Konzern aus Cupertino hat angekündigt, Aluminium, Kupfer, Zinn oder Wolfram in seinen Produkten künftig nur noch in recycelter Form verwenden zu wollen.

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Apple plant für die Produktion von iPhone und Co. eine radikale Neuausrichtung: Wie es im soeben erschienenen Umweltbericht für das Jahr 2017 heißt, sollen alle Rohstoffe, die zur Herstellung neuer Produkte verwendet werden, nur noch aus dem Recycling stammen – auch aus alten Apple-Produkten. "Wir bewegen uns hin zu einer geschlossenen Lieferkette", erklärte der Konzern. "Es klingt verrückt, aber wir arbeiten daran."

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In einem Interview mit dem Millennials-Magazin Vice bestätigte Apples Umweltchefin Lisa Jackson die Pläne. Konkrete Zeitangaben macht das Unternehmen allerdings nicht. "Wir machen hier etwas, was wir selten tun, nämlich ein Ziel ankündigen, bevor wir vollständig herausgefunden haben, wie wir es umsetzen", betonte Jackson. Apple sei "ein bisschen nervös", glaube aber, dass das Ziel wirklich wichtig sei – auch weil man ein Vorbild für den ganzen Techniksektor sein möchte.

Zu den Rohstoffen, die Apple nur noch in wiederverwendeter Form nutzen will, gehören Aluminium, Kupfer, Zinn und Wolfram. Aber auch andere potenziell problematische Rohstoffe wie Kobalt dürften wohl abgedeckt werden – hier versucht der Konzern seit längerem, den Kauf sogenannter Konfliktrohstoffe zu umgehen. Allerdings ist noch völlig unklar, ob ausreichende Mengen der Güter gewonnen werden können, um beispielsweise die gigantische iPhone-Lieferkette abzudecken – über eine Milliarde Geräte wurden bislang gefertigt.

In Apples neuem Umweltbericht erwähnt der Konzern weiter, man sei mittlerweile bei 96 Prozent erneuerbare Energiequellen für die Versorgung des eigenen Unternehmens angekommen – im letzten Jahr waren es noch drei Prozent weniger. "Sieben unserer größten Lieferanten" hätten zudem versprochen, bis Ende nächsten Jahres auf Strom aus Wind, Sonne und Co. zu setzen.

"Der Klimawandel ist unstrittig, die Ressourcen der Erde werden nicht ewig halten. Und Technik muss für die Menschen sicher sein, die herstellen und verwenden." Apple hinterfrage diese Realitäten nicht, sondern fordere sich selbst heraus, was man dafür "in jedem Teil unseres Geschäfts" tun könne.

[Update 20.04.17 10:52 Uhr:] Die Umweltorganisation Greenpeace hat Apples Entscheidung in einer Stellungnahme gelobt, kritisierte allerdings, dass es von grundlegender Bedeutung für Apple und andere große IT-Konzerne sei, Produkte zu gestalten, "die lange halten, leicht zu reparieren und wiederverwertbar am Ende ihres Lebenszyklus" seien. Apples Bemühungen, seine Lieferkette in Asien auf erneuerbare Energie umzustellen, sind laut Greenpeace aber vorbildlich. Die Organisation hofft, dass Firmen wie Samsung, Huawei und Microsoft schnell folgen. (bsc)

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