Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.735.556 Produkten

Ben Schwan 471

iPhone X: Vietnamesische Sicherheitsforscher umgehen Face ID mit Maske

iPhone X: Vietnamesische Sicherheitsforscher knacken Face ID mit Maske

Schön ist sie nicht, die Face-ID-Hack-Maske.

Bild: Bkav / Screenshot YouTube

Mit einem Rahmen aus dem 3D-Drucker, einer Silikonnase sowie 2D-Bildern und etwas Make-Up will das Sicherheitsunternehmen Bkav Apples Gesichtserkennungssystem überlistet haben.

Einem auf YouTube veröffentlichten Video zufolge ist es IT-Security-Forschern aus Vietnam gelungen, Apples im iPhone X erstmals verbaute Gesichtserkennungstechnik Face ID mit einer Maske zu knacken. Dabei nutzte die Firma Bkav laut eigenen Angaben Erkenntnisse darüber aus, wie Apples KI-System die Gesichtserkennung vornimmt.

Anzeige
In diesem Video demonstrieren die Forscher die Entsperrung des iPhone X. (Quelle: Bkav Corp)

Die Maske besteht aus vier Teilen: Einem aus dem 3D-Drucker stammenden, weißen Gerüst, das in einen Metallrahmen eingespannt ist und den Dimensionen des Originalgesichts entspricht, einer – allerdings handgefertigten – Nase aus Silikon, die mit Make-up versehen wurde, sowie augenscheinlich aufgeklebten 2D-Bildern von Augen und Mundpartie. Insgesamt wirkt die Maske wie eine Mumie mit offenen Augen-, Nasen- und Mundbereichen. In dem Video zeigt Bkav, wie das iPhone X mit der Maske sowie mit dem echten Gesicht eines der Forscher entsperrt wird, was problemlos zu klappen scheint.

Die Kosten der Maske sollen bei 150 US-Dollar gelegen haben. Mit der Arbeit habe das Unternehmen am 5. November begonnen. Bkav hatte zuvor bereits Gesichtserkennungssysteme für Laptops ausgehebelt. Die Sicherheitsforscher glauben nicht, dass reguläre Nutzer mit der Methode in Gefahr sind, da das Verfahren zu komplex ist. Allerdings seien etwa "Milliardäre, Chefs großer Firmen, nationale Führer oder Agenten etwa vom FBI" eine potenzielle Zielgruppe. Diese müsse erkennen, welche Probleme Face ID habe. Industriespione und konkurrierende Sicherheitsabteilungen könnten ebenfalls von dem Ansatz profitieren, meint Bkav. Angreifer müssen auch über genaue Maße des Gesichtes verfügen.

Unklar blieb zunächst, ob die vietnamesischen Sicherheitsforscher auch Apples Aufmerksamkeitserkennung im iPhone X ausgehebelt haben. Diese soll eigentlich dafür sorgen, dass erkennt wird, ob eine Person wirklich auf das Gerät blickt und so die Verwendung von Fälschungen verhindern. Nutzer müssen diese explizit abstellen, was Apple aber nur für Menschen empfiehlt, die etwa unter einer Behinderung leiden und daher nicht direkt auf das iPhone X schauen können. Angaben dazu machte Bkav zunächst nicht. Zuvor waren andere Versuche, Face ID mit Masken zu knacken, gescheitert. Problematisch bleiben allerdings Zwillinge und ähnlich aussehende Geschwister. (bsc)

471 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. iPhone X: "Zwillingsmaske" soll Apples Face ID sofort überlisten

    Face-ID-Maske

    Vietnamesische Sicherheitsforscher haben eine Maske weiterentwickelt, die das iPhone X mit weniger Aufwand entsperren soll. Sie warnen deshalb nun generell davor, Face ID für "geschäftliche Transaktionen" einzusetzen.

  2. Face ID: Sohn kann iPhone X der Mutter entsperren

    Face ID: Sohn kann iPhone X der Mutter entsperren

    Die Gesichtserkennung des iPhone X ermöglicht unter Umständen Geschwistern den Zugriff, wie Apple bereits erklärte – aber auch zwischen Kindern und Eltern unterscheidet Face ID nicht immer zuverlässig.

  3. iPhone X in 13 weiteren Ländern erhältlich

    Face ID iPhone X

    Apple erweitert die Verfügbarkeit seines Top-Smartphones um mehrere europäische, asiatische und afrikanische Regionen. Die Lieferbarkeit in Deutschland bleibt recht gut.

  4. Forensikfirma kann angeblich iOS 11 knacken

    Bericht: Forensikfirma kann iOS 11 knacken

    Das israelische Unternehmen Cellebrite ist angeblich in der Lage, bei aktueller Apple-Hardware wie dem iPhone X Passcode und andere Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.

  1. Was taugt das iPhone X?

    Seit kurzem ist das iPhone X im Handel. Mac & i hat eines gekauft und ersten Tests unterzogen, unter anderem in Sachen Gesichtserkennung, Display, Performance und Akkulaufzeit.

  2. Apples 2016 – ein Jahr voller Tumulte

    Apple-Logo

    Es war ein schwieriges Jahr für den iPhone-Hersteller: Neben dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einer Dekade musste der Konzern mit Software-Problemen und heftiger Kritik an Produktentscheidungen kämpfen – zuletzt beim neuen MacBook Pro. Das zurückliegende Jahr verrät auch manches über Apples Zukunftspläne.

  3. Sollte Apple OS X abschotten wie iOS?

    Die Daten auf iPhone und iPad sind so gut geschützt, dass selbst das FBI große Mühe hat, heranzukommen. Auf dem Mac ist hingegen schon der erste Erpressungstrojaner im Umlauf. Wir haben diskutiert, ob das Sicherheitskonzept von iOS auch für OS X taugt.

  1. Wiener Motorensymposium: Volkswagen hybridisiert den Golf VIII

    alternative Antriebe, Elektroautos

    Volkswagen elektrifiziert die Massen: Auf dem Wiener Motorensymposium konkretisieren die Wolfsburger Ingenieure, wie sie sich die flächendeckende Hybridisierung des Golfs vorstellen. Erstmals erwähnt Volkswagen offiziell den Golf VIII, der 2019 eingeführt werden soll

  2. 180-Euro-Smartphone Honor 7C nun auch in Deutschland

    Einsteiger-Smartphone Honor 7C kommt für 180 Euro nach Deutschland

    Das Honor 7C kann jetzt auch in Deutschland gekauft werden. Zum Marktstart kostet das Smartphone der Huawei-Tochter 180 Euro. Dafür bekommt man kompetente Hardware, die allen gängigen Anwendungen gewachsen sein sollte.

  3. Astronomen verblüfft über Megafusion großer Galaxien

    Astronomen verblüfft über Megafusion großer Galaxien

    Gleich zwei Mal haben Forscher gewaltige Galaxienhaufen aufgespürt – weit zurück im jungen Universum. Dass sie zu jener Zeit schon zu Haufen verschmolzen, lässt die Astronomen rätseln. Beeindruckend ist noch eine andere Eigenheit der Massemonster.

  4. Außenminister Maas und der politische Prozess zur Ablösung Baschar al-Assads

    Syrien: Wiederaufbauhilfen aus dem Westen, um das "Regime mit dem Monster" auszuhebeln? Das politische Interesse ist klar, der moralische Grund trüb

Anzeige