Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.735.556 Produkten

Leo Becker 195

iPhone X: Geschwister "überlisten" Face ID

Face ID

Bild: Apple

Nicht nur eineiige Zwillinge können mitunter das iPhone X eines der Geschwister entsperren: Auch bei Brüdern klappt dies, wie Nutzer in Videos demonstrieren – wenn Face ID das verwandte Gesicht erlernt.

Anzeige
Apple iPhone X 256GB grau
Apple iPhone X 256GB grau ab € 1105,–

Im Anschluss an den Verkaufsstart des iPhone X haben Kunden die Gesichtserkennung Face ID auf die Probe gestellt: Geschwister sind mitunter in der Lage, das iPhone X des Bruders oder der Schwester zu entsperren, wie in mehreren Videos festgehalten wurde. Die Gesichtserkennung habe die Authentifizierung eines der Geschwister erst abgelehnt, nach mehreren Fehlversuchen und der anschließenden Eingabe des Geräte-Codes dann aber doch akzeptiert, wie zwei Brüder erklären.

Anzeige

Schlägt ein Face-ID-Anmeldeversuch fehl und der Nutzer gibt anschließend unmittelbar den richtigen Code ein, speichert das System die Merkmale des anderen Gesichtes ebenfalls – um etwa eine veränderte Erscheinung durch Bartwuchs, Brille oder Make-up zu erlernen. Dadurch können auch Geschwister mit einer gewissen Ähnlichkeit dem System ihr jeweiliges Gesicht antrainieren, zumindest wenn sie den Code zum Entsperren kennen und damit sowieso unbeschränkten Zugriff auf das iPhone haben.

Apple hat schon bei der Vorstellung des iPhone X betont, dass Face ID nicht unbedingt vor einem “bösen Zwilling” schützt. Testläufe von US-Medien mit eineiigen Zwillingen zeigten bislang unterschiedliche Ergebnisse: Teils konnten diese das iPhone X des jeweils anderen entsperren, in einem Fall lehnte Face ID das nicht hinterlegte Gesicht des anderen Zwillings allerdings auch wiederholt ab. Eine Eingabe des Codes – und damit ein Erlernen des anderen Gesichtes – erfolgte hier nicht.

Kein Schutz vor dem "bösen Zwilling"

Apples Marketingchef Phil Schiller bei der Vorstellung des iPhone X.

Der Hersteller macht aus dieser Schwäche der Gesichtserkennung kein Geheimnis: Gewöhnlich liege die Wahrscheinlichkeit, dass eine fremde Person das iPhone X mit ihrem Gesicht entsperren kann bei 1:100.000.000, erklärt Apple in einem Security Whitepaper. Bei Zwillingen oder ähnlich aussehenden Brüdern respektive Schwestern sei die Wahrscheinlichkeit “anders” – dies gelte auch für Kinder unter 13 Jahren, da deren Gesichtszüge noch nicht voll entwickelt sind. Nutzer, die darüber besorgt sind, sollten das Gerät über die Codesperre schützen, rät Apple – statt das zusätzliche biometrische Verfahren einzusetzen.

Apple hat nach der Einführung des iPhone X im September erst schrittweise weitere Details zu Face ID verraten, die Funktion sorgt bei manchen Anwendern aber offenbar weiterhin für Verwirrung: In einer Petition fordern derzeit knapp 13.000 Nutzer von Apple, doch einen Notfallmechanismus zu integrieren, der Face ID lahmlegt – damit die "Polizei uns nicht zwingen kann, das iPhone zu entsperren". Eine derartige Funktion ist allerdings bereits integriert. (lbe)

195 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Face ID: Sohn kann iPhone X der Mutter entsperren

    Face ID: Sohn kann iPhone X der Mutter entsperren

    Die Gesichtserkennung des iPhone X ermöglicht unter Umständen Geschwistern den Zugriff, wie Apple bereits erklärte – aber auch zwischen Kindern und Eltern unterscheidet Face ID nicht immer zuverlässig.

  2. iPhone X: "Zwillingsmaske" soll Apples Face ID sofort überlisten

    Face-ID-Maske

    Vietnamesische Sicherheitsforscher haben eine Maske weiterentwickelt, die das iPhone X mit weniger Aufwand entsperren soll. Sie warnen deshalb nun generell davor, Face ID für "geschäftliche Transaktionen" einzusetzen.

  3. Face ID: Not-Tastenkombination deaktiviert Gesichtserkennung

    Face ID am iPhone X

    Apple hat Vorkehrungen getroffen, damit Unbefugte ein iPhone X nicht einfach entsperren können, indem es dem Nutzer vor das Gesicht gehalten wird, wie der Software-Chef des Konzerns nun mitteilte.

  4. Face ID: Apple nennt Details zur neuen Gesichtserkennung

    Face ID

    Das iPhone X kommt ohne Touch-ID-Fingerabdrucksensor und wird nur noch durch Face ID abgesichert. Mit einem technischen Dokument will Apple Bedenken zerstreuen.

  1. Was taugt das iPhone X?

    Seit kurzem ist das iPhone X im Handel. Mac & i hat eines gekauft und ersten Tests unterzogen, unter anderem in Sachen Gesichtserkennung, Display, Performance und Akkulaufzeit.

  2. Android Smart Lock: Gesichtserkennung aktivieren

    Sie möchten Ihr Android-Smartphone mit nur einem Blick entsperren? Wir erklären Ihnen, wie Sie die Gesichtserkennung aktivieren.

  3. iPhone-SIM entsperren - so klappt's ohne Neustart

    Sie haben Ihre iPhone-SIM nicht direkt beim Einschalten entsperrt? Wir zeigen Ihnen, wie Sie die PIN nachträglich eingeben können.

  1. Wiener Motorensymposium: Volkswagen hybridisiert den Golf VIII

    alternative Antriebe, Elektroautos

    Volkswagen elektrifiziert die Massen: Auf dem Wiener Motorensymposium konkretisieren die Wolfsburger Ingenieure, wie sie sich die flächendeckende Hybridisierung des Golfs vorstellen. Erstmals erwähnt Volkswagen offiziell den Golf VIII, der 2019 eingeführt werden soll

  2. 180-Euro-Smartphone Honor 7C nun auch in Deutschland

    Einsteiger-Smartphone Honor 7C kommt für 180 Euro nach Deutschland

    Das Honor 7C kann jetzt auch in Deutschland gekauft werden. Zum Marktstart kostet das Smartphone der Huawei-Tochter 180 Euro. Dafür bekommt man kompetente Hardware, die allen gängigen Anwendungen gewachsen sein sollte.

  3. Astronomen verblüfft über Megafusion großer Galaxien

    Astronomen verblüfft über Megafusion großer Galaxien

    Gleich zwei Mal haben Forscher gewaltige Galaxienhaufen aufgespürt – weit zurück im jungen Universum. Dass sie zu jener Zeit schon zu Haufen verschmolzen, lässt die Astronomen rätseln. Beeindruckend ist noch eine andere Eigenheit der Massemonster.

  4. Außenminister Maas und der politische Prozess zur Ablösung Baschar al-Assads

    Syrien: Wiederaufbauhilfen aus dem Westen, um das "Regime mit dem Monster" auszuhebeln? Das politische Interesse ist klar, der moralische Grund trüb

Anzeige